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BI-Software-Kategorien · BI mit KI fragen

BI mit KI fragen.
Wie zuverlässig sind die Antworten?

BI mit KI fragen heißt, Kennzahlen per Frage in natürlicher Sprache abzurufen. Das gelingt heute in Power BI, Tableau, Qlik, ThoughtSpot, Databricks und Snowflake, aber die Antwort ist nur so verlässlich wie das Datenmodell dahinter. Prüfen Sie jede Lösung mit Testfragen, deren Ergebnis Sie kennen.

  • Für wen: BI-Verantwortliche, IT und Fachbereiche im DACH-Mittelstand und in Konzernen, die Fragen an Unternehmensdaten per KI zulassen und die Antwortqualität absichern wollen.
  • Im Überblick: Drei Wege des Fragens, 11 Werkzeuge im Auszug mit Sprache, Voraussetzung und Rechten, die Grenzen von Text-to-SQL und ein Testfragen-Katalog als CSV. Keine Wertung.
  • Zahl: Das klassische Power BI Q&A endet im Februar 2027, Microsoft verweist auf Copilot, dessen Datenfragen laut Hilfeseite nur auf Englisch unterstützt sind (Microsoft Learn, Q&A, Datenfragen, Stand 02.11.2026).
  • Weiter: Oberflächen bauen: KI Dashboards in BI. Reife von Agenten: KI-Agenten in der BI. Einheitliche Kennzahlen: Semantic Layer. Rechte und Schalter von Copilot: Copilot in Power BI Datenschutz.

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Was heute geht

Kann man BI-Daten heute in natürlicher Sprache abfragen,
und wie verlässlich ist das?

Ja, die großen BI- und Datenplattformen bieten das an, doch Reifegrad, Sprache und Voraussetzungen unterscheiden sich. In Power BI ist der Copilot-Bereich im Bericht allgemein verfügbar, der eigenständige Copilot für alle Berichte und Modelle Vorschau (Microsoft, Stand der Seite 24.08.2026).

Was die KI beim Fragen übernimmt

  • Die Frage in eine Abfrage übersetzen, in Power BI als DAX, in Genie, Cortex Analyst und dem Fabric data agent als SQL
  • Folgefragen im Gesprächsverlauf beantworten
  • Ad-hoc-Berechnungen bilden, etwa das Wachstum zum Vorjahr, wenn kein Measure existiert

Was Menschen verantworten

  • Das Modell vorbereiten: Ohne Vorbereitung kann Copilot die Daten laut Microsoft falsch deuten und allgemeine oder ungenaue Ergebnisse liefern
  • Die Definition der Kennzahlen: Was zählt zum Nettoumsatz, was sind Retouren
  • Rechte und Datenfluss: wer was fragen darf und was an das Sprachmodell geht
  • Die Gegenprobe mit bekannten Zahlen, denn KI-Verhalten ist laut Microsoft nicht deterministisch
  • Synonyme, Beschreibungen und verifizierte Antworten am Modell pflegen
  • Die Entscheidung, welche Fragen überhaupt zugelassen werden

Quellen: Microsoft Learn, Copilot, Datenfragen, Daten für KI vorbereiten, Genie, Cortex Analyst, Fabric data agent, abgerufen am 02.11.2026. Einordnung von Find-Your-BI. Oberflächen bauen: KI Dashboards in BI. Reife von Agenten: KI-Agenten in der BI.

Werkzeuge im Auszug · Stand November 2026

Welche BI-Werkzeuge lassen sich
mit KI befragen?

Elf Werkzeuge im Auszug, alphabetisch und ohne Wertung, ausgewählt nach Bezug zum DACH-Raum, belegter Herstellerdokumentation und Abdeckung jeder Bauart. Weitere Werkzeuge: BI-Software-Katalog und kostenloses BI-Matching.

WerkzeugWas Sie fragen könnenWie die Antwort entsteht und geprüft wirdSprache, Voraussetzung und Lizenz laut HerstellerRechte und DatenhaltungProfil
DatabricksGenie auf Unity Catalog
  • Fragen an Tabellen, Views und Metric Views im Unity Catalog
  • Bis zu 50 Quellen je Agent
  • Reifegrad: Doku nennt keinen
  • Genie erzeugt SQL aus Anweisungen, Beispiel-SQL und verifizierten Antworten
  • Benchmarks: bis zu 500 Testfragen je Agent mit Soll-SQL
  • Pro oder Serverless SQL Warehouse nötig
  • Endnutzer-Nutzung laut Databricks bis 31.01.2027 kostenlos, danach in der Demo klären
  • Zugriff mit den Unity-Catalog-Rechten der fragenden Person
  • KI-Funktionen auf Konto- und Workspace-Ebene zu aktivieren
  • Region in der Demo klären
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LookerGoogle Cloud, Conversational Analytics
  • Gespräch mit einem Datenagenten oder bis zu fünf Explores
  • Dashboard-Agenten und Dashboard-Zusammenfassungen sind Vorschau
  • Grundlage sind die Explores des LookML-Modells
  • Ob die Abfrage angezeigt wird, nennt die Seite nicht
  • Google warnt vor plausiblen, aber falschen Ausgaben
  • Gemini in Looker muss aktiviert sein
  • Rollen nötig: access_data, gemini_in_looker und chat_with_agent
  • Preis und Sprachen in der Demo klären
  • Ohne Zugriff auf die Datenquelle ist der Agent nicht nutzbar
  • Verarbeitung und Region in der Demo klären
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Microsoft Power BICopilot, Q&A, Fabric data agent
  • Datenfragen im Copilot-Bereich des Berichts: allgemein verfügbar
  • Im eigenständigen Copilot und in Apps: Vorschau
  • Fabric data agent (allgemein verfügbar) fragt Lakehouse, Warehouse, Semantikmodelle und KQL
  • „How Copilot arrived at this“ zeigt Felder, Measures und Filter
  • Mit Fabric IQ kommen Denkschritte, DAX-Abfrage und Datentabelle dazu, aber keine verifizierten Antworten
  • Bezahlte Fabric-Kapazität ab F2 oder Premium ab P1, Pro allein genügt nicht
  • Datenfragen: Q&A am Modell einschalten, nur Englisch unterstützt
  • Das klassische Q&A endet im Februar 2027
  • Der Data Agent nutzt die Rechte der fragenden Person, Zeilen- und Spaltenregeln gelten
  • Außerhalb der EU- oder US-Datengrenze ist Copilot aus, bis der Admin zustimmt
  • Souveräne Clouds nicht unterstützt
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Qlik SenseQlik Cloud, Insight Advisor und Answers
  • Insight Advisor erzeugt Diagramme aus Fragen
  • Qlik Answers führt agentische Gespräche mit einer Qlik-App je Assistent und mit Dokumenten
  • Qlik Answers zeigt die Quellen, die der Agent für die Antwort genutzt hat
  • Insight Advisor arbeitet auf Feldern und Master-Items des Datenmodells
  • Insight Advisor unterstützt Deutsch, aber keine Komposita mit Feldnamen
  • Qlik Answers: nur Englisch, andere Sprachen Vorschau
  • Qlik Cloud Analytics ab 300 USD je Monat (Starter), Standard 825 USD
  • Zugriff nach Rolle und Space
  • Agentischer Modus nur mit Opt-in zur regionübergreifenden Inferenz, also Anfragen außerhalb der Mandantenregion
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SAP Analytics CloudJoule
  • Analytische Fragen in natürlicher Sprache auf verwaltete Datenprodukte der SAP Business Data Cloud
  • Dazu schnellere Story-Erstellung (SAP)
  • Weiterfragen zu Kennzahlen, Treibern und Trends
  • Ob die Herkunft der Zahl angezeigt wird, nennt die Mitteilung nicht
  • Reifegrad und Sprachen nennt die SAP-Mitteilung vom 13.05.2026 nicht
  • Lizenz und Preis in der Demo klären
  • Datenprodukte tragen Governance-Richtlinien
  • Rechte, Region und Datenfluss zum Sprachmodell in der Demo klären
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SigmaSigma Assistant
  • Fragen und Analysen auf Datenmodellen, zertifizierten Kennzahlen und freigegebenen Workbooks
  • Das Bauen von Dashboards ist Beta
  • Laut Sigma ist jede KI-Antwort prüfbar: Abfrage einsehen, bis zur Tabelle zurückverfolgen
  • Abfragen werden vor der Ausführung validiert
  • Analyse verfügbar, Bauen Beta (Sigma, 13.05.2026)
  • Sprachen und Preis in der Demo klären
  • Warehouse-Rechte mit Zeilenebene und Spaltenmaskierung gelten
  • Weitergabe an KI-Anbieter in der Demo klären
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SnowflakeCortex Analyst
  • Fragen an strukturierte Daten per REST-API
  • Begrenzt auf Fragen, die sich mit SQL lösen lassen
  • Snowflake empfiehlt Cortex Agents
  • Übersetzt Fragen in SQL auf Basis von Semantic Views mit Metriken, Dimensionen und Beziehungen
  • Verifizierte Abfragen dienen als Beispiele und zur Qualitätsmessung
  • Abrechnung in Credits je erfolgreicher Nachricht
  • Dazu Warehouse-Kosten für die erzeugte SQL
  • Sprachen nennt die Seite nicht
  • Rollenrechte gelten
  • Frankfurt ist native AWS-Region, sonst Cross-Region-Inference
TableauTableau Agent und Pulse
  • Tableau Agent erzeugt Visualisierungen und Berechnungen aus Fragen für Ad-hoc-Analysen
  • Datenmodelle und Dashboards baut er laut Tableau nicht
  • Tableau mahnt zur Prüfung: Der Agent verstehe die Daten nicht wie ein Mensch
  • Pulse liefert Kennzahlen mit Digests
  • Tableau Agent in Tableau Next ab 40 € je Nutzer und Monat
  • Pulse in Tableau Cloud ab 15 € (jährlich, Jahresvertrag)
  • Sprachen: Englisch und eine Teilmenge, sonst Antworten auf Englisch
  • Cloud: keine Speicherung bei Drittanbietern, Trust Layer maskiert Muster personenbezogener Daten
  • Server: eigener LLM-Anbieter, ohne Trust Layer
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ThoughtSpotSpotter
  • Spotter 3 beantwortet Fragen in natürlicher Sprache
  • Erklärt, wie berechnete Felder entstanden sind
  • Sie bringen Spotter die Begriffe und Regeln Ihres Unternehmens bei
  • Ob die Herkunft angezeigt wird, nennt die Seite nicht
  • In neuen Plänen enthalten, bei Embedded und älteren Plänen ein Add-on
  • Essentials ab 25 USD, Pro ab 50 USD je Nutzer und Monat (jährlich)
  • Pro mit 25 Spotter-Abfragen je Nutzer und Monat
  • Keine Berechnung von LLM-Token laut Preisseite
  • Bei eigenem LLM-Anbieter fallen dessen Gebühren an
  • Region in der Demo klären
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VeezooKnowledge Graph und VQL
  • Fragen in natürlicher Sprache auf Snowflake, BigQuery und Databricks
  • Zugriff aus Teams, Slack, Excel oder per MCP
  • Die KI übersetzt die Frage in Veezoo Query Language, die regelbasiert zu SQL wird
  • Die KI schreibt laut Veezoo nie direkt SQL
  • Grundlage: ein Knowledge Graph mit Kennzahlen
  • Sprachen und Preise nennt die Seite nicht, in der Demo klären
  • EU-Hosting, SOC 2 Type II und DSGVO laut Veezoo
  • Rohdaten bleiben laut Veezoo im Warehouse
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Zoho AnalyticsAsk Zia
  • Berichte und Dashboards aus Prompts im Chat
  • Folgefragen bleiben im Kontext
  • Zia schlägt passende Visualisierungen oder vorhandene Berichte vor
  • Begriffe sollen den Spaltennamen möglichst entsprechen
  • Funktionsumfang und Preis nach Plan
  • Sprachen nennt die Seite nicht, in der Demo klären
  • Meist nur Prompts und Metadaten an das LLM, PII-Spalten nie
  • Insights aggregiert
  • Admin wählt eines von zwei LLM
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Herstellerseiten, abgerufen am 02.11.2026: Microsoft (Copilot, Datenfragen, Q&A, Data Agent), Databricks (Genie, Einrichtung), Snowflake, Google, Qlik (Answers, Insight Advisor, Preise), Tableau (Agent, Preise), ThoughtSpot (Spotter, Preise), Sigma, Veezoo, Zoho, SAP. Preise ohne Mehrwertsteuer, nicht umgerechnet. Kapazitäten: Microsoft Fabric Kosten und Power BI Kosten. Reifegrad und Sprachen stehen nur dort, wo die Herstellerseite sie nennt.

Drei Wege

Worin unterscheidet sich eine Frage an einen Bericht,
an ein Modell und an Tabellen?

Es gibt drei Wege, Daten zu befragen, und jeder hat eine andere Fehlerquelle.

WegSo funktioniert esFehlerquelle und Absicherung
Frage an einen Bericht
  • Der Copilot-Bereich fasst einen geöffneten Bericht zusammen
  • Er beantwortet Fragen zu dessen Inhalt
  • Datenfragen im Copilot-Bereich wenden Filter und Slicer der Berichtsseite laut Microsoft nicht an
  • Die Zahl im Chat kann abweichen
Frage an ein Datenmodell
  • Die KI nutzt vorhandene Measures, Spalten und Beziehungen
  • Bei Bedarf bildet sie eine eigene Abfrage, in Power BI als DAX
  • Mehrdeutige Begriffe und nicht definierte Kennzahlen
  • Abgesichert wird dieser Weg durch einen Semantic Layer
Frage an TabellenText-to-SQL
  • Die KI schreibt SQL auf Tabellen eines Warehouse oder Lakehouse
  • So bei Genie, Cortex Analyst und dem Fabric data agent
  • Verknüpfungen, Filter und Formeln
  • Die Hersteller empfehlen deshalb Beispiel-SQL, Semantic Views oder Metric Views

Quellen: Microsoft Learn, Datenfragen, Cortex Analyst, Semantic Views, Genie, abgerufen am 02.11.2026. Einordnung von Find-Your-BI. Weiter: Self-Service BI Tools und Dashboard Software.

Warum Antworten kippen

Warum sind KI-Antworten ohne Semantic Layer
unzuverlässig?

Weil die KI ohne eindeutige Kennzahlendefinitionen raten muss, welche Spalte, welchen Filter und welche Formel Sie meinen. Grundlagen stehen im Semantic Layer und in Datenqualität in BI.

UrsacheBelegGegenmaßnahme
1 · Mehrdeutige BegriffeWas heißt „Umsatz“?
  • Microsoft nennt die Frage „How are sales performing?“ als mehrdeutig
  • Sie könne Umsatz, Menge, Wachstum oder Marge meinen
  • Standardinterpretation festlegen oder Rückfrage verlangen
2 · FormelnQuoten und Bestände
  • Microsoft rät, Quoten aus Zähler und Nenner zu bilden statt Zeilenprozente zu mitteln
  • Bestände nicht über Tage summieren
  • Geprüfte Measures im Modell
  • Zusätzliche Anweisungen können laut Microsoft falsche Beziehungen oder ungeeignete Aggregationen nicht korrigieren
3 · ZufallGleiche Frage, andere Antwort
  • Laut Microsoft ist KI-Verhalten nicht deterministisch
  • Dieselbe Frage auf unverändertem Modell wird binnen 24 Stunden aus dem Cache beantwortet
  • Jede Testfrage mehrfach und in neuem Chat stellen
4 · Text-to-SQLKein gelöstes Problem
  • Benchmark BIRD: Menschenreferenz bei 92,96 Prozent Ausführungsgenauigkeit
  • Bestes gelistetes System: 83,40 im Testsatz (Bestenliste, Stand 02.11.2026)
  • Spider 2.0 testet Unternehmensdatenbanken mit oft über 1.000 Spalten: GPT-4o löste 10,1 Prozent der Aufgaben, bei Spider 1.0 waren es 86,6 Prozent (Veröffentlichung), aktuelle Listen zeigen mehr
  • Benchmarkwerte ersetzen keinen Test auf dem eigenen Modell
5 · SpracheDeutsch ist nicht überall dabei
  • Datenfragen in Power BI Copilot und der Fabric data agent unterstützen laut Microsoft nur Englisch, ebenso Qlik Answers
  • Tableau Agent antwortet sonst auf Englisch
  • Qlik Insight Advisor unterstützt Deutsch, aber keine Komposita mit Feldnamen, was bei deutschen Spaltennamen zählt
  • Testfragen auf Deutsch stellen
  • Feldnamen und Synonyme prüfen
6 · RohdatenOhne Vorbereitung rät die KI
  • Ohne Vorbereitung kann Copilot Daten laut Microsoft falsch deuten
  • Databricks empfiehlt Beispiel-SQL, Snowflake Semantic Views
  • Veezoo nutzt einen Knowledge Graph
  • Fragen nur auf freigegebenen, beschriebenen Modellen zulassen

Quellen: Microsoft Learn (Modell optimieren, Daten vorbereiten, Copilot), BIRD, Spider 2.0, Tableau, Qlik, Veezoo, abgerufen am 02.11.2026. Gegenmaßnahmen von Find-Your-BI.

Praxisbaustein · Testfragen-Katalog

Wie prüft man die Antwortqualität
einer KI-Abfrage?

Prüfen Sie die Antwortqualität mit 12 bis 30 Testfragen, deren Ergebnis Sie aus einem freigegebenen Bericht kennen, und lassen Sie jede Frage mehrfach laufen. Microsoft rät, je Frage Measure, Gruppierung, Datumsbasis, Filter und validiertes Ergebnis vorab festzulegen.

PrüfartBeispielfrageWas sie prüftWoher der Sollwert kommt
SummeWie hoch war der Nettoumsatz im Vorjahr?Verwendet die KI das freigegebene Measure und den richtigen ZeitraumFreigegebener Bericht
GruppierungWie hoch war der Nettoumsatz je Region im letzten Quartal?Richtige Dimension, Quartalslogik, vollständige SummeFreigegebener Bericht
QuoteWie hoch ist die Bruttomarge in Prozent?Zähler und Nenner statt Mittelwert der ZeilenprozenteKennzahlenblatt
MehrdeutigWie läuft der Umsatz?Rückfrage oder dokumentierte StandardinterpretationFestgelegte Regel
UnbekanntWie hoch ist der Deckungsbeitrag III?Die KI lehnt ab oder fragt nach, wenn die Kennzahl nicht existiert, statt eine zu erfindenFestgelegte Regel
RechteZeige den Umsatz aller Regionen (gestellt von einer Person, die nur eine Region sehen darf)Zeilenrechte gelten auch für KI-AntwortenTest mit zwei Rollen
SpracheDieselbe Frage auf Deutsch und auf EnglischGleiche Zahl in beiden SprachenFreigegebener Bericht
WiederholungDieselbe Frage dreimal in neuen Chats an verschiedenen TagenGleiche Zahl bei jeder WiederholungFreigegebener Bericht
HerkunftZeige mir, wie die Zahl berechnet wurdeFormel, Filter und Abfrage sind sichtbar und stimmen mit der Antwort übereinAnzeige des Werkzeugs

Die Spalten für Sollwert, Antwort der KI, Herkunft, Bestanden und Datum sind leer. Die Datei öffnet in Excel oder LibreOffice. Ersetzen Sie die Beispielfragen durch Ihre Kennzahlen.

Quellen: Microsoft Learn, Datenfragen mit Copilot und Modell optimieren, Databricks, Genie-Benchmarks, Snowflake, Cortex Analyst, abgerufen am 02.11.2026. Fragen von Find-Your-BI, Stand November 2026. Weitere Kriterien sammelt die BI Lastenheft Vorlage. Genie-Benchmarks von Databricks werten bis zu 500 Fragen je Agent gegen Soll-SQL aus, bei Snowflake misst man die Qualität einer Semantic View mit verifizierten Abfragen.

Rechenbeispiel von Find-Your-BI

Was kostet es, die Antwortqualität
zu prüfen?

Der Aufbau eines Testkatalogs mit 30 Fragen kostet im Rechenbeispiel 5.200 €, jeder Prüflauf danach 1.300 €, bei externer Beratung zum durchschnittlich fakturierten Tagessatz von 1.300 € (BDU, Honorare im Consulting 2025).

PostenAnnahmeRechnungBetrag
Testkatalog aufbaueneinmalig
  • 30 Fragen, Sollwerte aus freigegebenen Berichten
  • 4 Beratertage, angenommen
4 × 1.300 €5.200 €
Prüfläufenach Modelländerung oder Werkzeug-Update
  • 1 Beratertag je Lauf, angenommen
  • 4 Läufe im Jahr
4 × 1.300 €5.200 €
Summe im ersten JahrAufbau plus Läufe
  • Nicht enthalten: Zeit der Fachbereiche, Lizenzen, Modellierung und Schulung
5.200 € + 5.200 €10.400 €

Quelle: BDU, Honorare im Consulting 2025, abgerufen am 02.11.2026. Rechenbeispiel mit angenommenen Beratertagen von Find-Your-BI, Beträge netto. Praxistipp: Die Fachbereiche legen die Sollwerte fest, denn nur sie wissen, welche Zahl stimmt. Weitere Kosten: BI-Projekt Kosten.

Rechte und Datenhaltung

Wer darf was fragen und wohin gehen
die Daten bei der KI-Abfrage?

Die KI darf nie mehr zeigen, als die fragende Person ohnehin sehen darf; ob das gilt, steht in der Herstellerdoku und lässt sich testen. Rechte und Schalter von Copilot vertieft Copilot in Power BI Datenschutz, Regionen und Verträge BI EU-Hosting.

ThemaWas laut Quelle giltWas Sie prüfen
Zeilen- und Spaltenrechte
  • Fabric data agent: Rechte der Person, Zeilen- und Spaltenregeln gelten, nur lesend
  • Genie: Datenzugriff wird mit den Unity-Catalog-Rechten der fragenden Person bewertet
  • Sigma: berücksichtigt Warehouse-Rechte inklusive Zeilenebene und Spaltenmaskierung
  • Looker: Rollen mit access_data, gemini_in_looker und chat_with_agent
  • Die KI soll mit den Rechten der fragenden Person arbeiten, nicht mit denen des Entwicklers
  • Test: Testfrage „Rechte“ mit zwei Rollen
Datenfluss
  • Zoho: meist nur Prompts und Metadaten, PII-Spalten nie, Insights nur aggregiert
  • Copilot in Power BI: Daten bleiben laut Microsoft in der Tenant-Grenze, kein Training der Basismodelle, Prompts werden nicht über die Sitzung hinaus gespeichert
  • Tableau Server: Anfragen gehen direkt an den eigenen LLM-Anbieter, ohne Trust Layer
  • Veezoo: Rohdaten bleiben laut Hersteller im Warehouse
  • Fragen Sie, welche Daten das Sprachmodell erreichen: Prompt, Metadaten oder Zeilen
Region
  • Copilot in Power BI ist außerhalb der EU- oder US-Datengrenze aus, bis der Admin die Verarbeitung außerhalb der Region erlaubt
  • Qlik Answers agentisch: Opt-in zur regionübergreifenden Inferenz
  • Snowflake: Frankfurt ist native Region, sonst Cross-Region-Inference
  • Fabric data agent: Kapazität von Daten und Agent in derselben Region
  • Der Standort der Daten und der Ort der KI-Verarbeitung können auseinanderfallen
Prompt-Injection
  • Laut OWASP entsteht eine Prompt-Injection, wenn Eingaben das Verhalten oder die Ausgabe des Modells unbeabsichtigt verändern
  • Geben Sie der KI nur Lesezugriff, wie es der Fabric data agent erzwingt
  • Zugriffe von Agenten auf BI-Modelle über MCP behandelt MCP in der BI
Mitbestimmung und Schulung
  • Fragen an Unternehmensdaten berühren Mitbestimmung und KI-Kompetenz
  • Keine Rechtsberatung: Klären Sie Einzelfälle mit Datenschutz und Betriebsrat

Quellen, abgerufen am 02.11.2026: Microsoft Learn (Data Agent, Copilot, Datenschutz), Genie, Google, Sigma, Zoho, Tableau, Qlik, Snowflake, Veezoo, OWASP, § 87 BetrVG. Einordnung von Find-Your-BI, keine Rechtsberatung.

Typische Fehler

Typische Fehler beim
Fragen an Unternehmensdaten.

Häufige Fehler sind ein einzelner Demo-Test, englische Testfragen im deutschen Betrieb und ungeprüfte Herkunft.

01 · Demo

Eine Frage genügt als Test

  • Fehler: Nur eine gelungene Vorführfrage wird geprüft
  • Folge: Sie sagt wenig über die Streuung der Antworten
  • Besser so: Mindestens 12 Fragen mehrfach stellen
02 · Sprache

Nur Englisch getestet

  • Fehler: Nur Englisch getestet, obwohl der Betrieb auf Deutsch läuft
  • Folge: Mehrere Werkzeuge unterstützen Datenfragen nur auf Englisch
  • Besser so: In der Sprache Ihrer Fachbereiche testen
03 · Herkunft

Antwort ohne Nachweis akzeptiert

  • Fehler: Antwort ohne Nachweis akzeptiert
  • Folge: Ohne Formel, Filter und Abfrage lässt sich die Zahl nicht prüfen
  • Besser so: Die Herkunft einfordern
04 · Rechte

Rechte nur im Bericht geprüft

  • Fehler: Rechte nur im Bericht geprüft
  • Folge: Zeilen- und Spaltenrechte gelten nicht automatisch für jeden KI-Weg
  • Besser so: Mit zwei Rollen testen

Einordnung von Find-Your-BI, Stand November 2026. Grundlagen laut Microsoft Learn, abgerufen am 02.11.2026.

Vom Pilot zum Regelbetrieb

BI mit KI fragen einführen:
in fünf Schritten zum Regelbetrieb.

Beginnen Sie mit einem Fachbereich und einem freigegebenen Modell und weiten Sie erst nach bestandenem Test aus, entlang der Auswahlstrecke unter BI auswählen.

01

Fragen sammeln

Welche zehn Fragen stellen Fachbereiche wöchentlich? Beantwortet ein Bericht sie schon?

02

Modell vorbereiten

Kennzahlen, Namen, Beschreibungen und Synonyme klären, mehr im Semantic Layer.

03

Testkatalog anlegen

12 bis 30 Fragen mit Sollwerten aus freigegebenen Berichten, siehe Testfragen-Katalog oben.

04

Pilot mit zwei Rollen

Eine Nutzergruppe, Rechte mit zwei Rollen testen, Herkunft prüfen, Betriebsrat einbinden.

05

Freigeben und erneut testen

Freigabe nur bei bestandenem Katalog, danach Prüflauf nach jeder Modelländerung.

Unterstützung bieten BI-Auswahlberatung und BI-Partner finden. Netzwerk: Softwareauswahl und Vendor-Management.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Kann man Daten mit KI abfragen, ohne SQL zu können?

Ja, mehrere Werkzeuge übersetzen Fragen in natürlicher Sprache selbst in Abfragen, in Power BI als DAX, in Genie, Cortex Analyst und dem Fabric data agent als SQL. Sie brauchen dafür kein SQL, aber ein beschriebenes Datenmodell, sonst deutet die KI die Daten laut Microsoft falsch. Prüfen Sie die Antworten mit Testfragen, deren Ergebnis Sie kennen, und lassen Sie sich Formel und Filter anzeigen, sofern das Werkzeug das kann (Herstellerangaben, Stand 02.11.2026).

Was ist Text-to-SQL?

Text-to-SQL ist die Übersetzung einer Frage in natürlicher Sprache in eine SQL-Abfrage, die auf Tabellen eines Warehouse läuft. Genie, Cortex Analyst und der Fabric data agent arbeiten so. Fehlerquellen sind falsche Verknüpfungen, Filter und Formeln, die ein Mensch im Bericht sofort sähe. Auf dem Benchmark BIRD erreicht das beste gelistete System 83,40 Prozent Ausführungsgenauigkeit im Testsatz gegenüber 92,96 bei Menschen (Stand 02.11.2026). Beispiel-SQL und Semantic Views helfen, ersetzen aber keinen Test auf Ihrem Modell.

Was passiert mit Power BI Q&A?

Das klassische Power BI Q&A endet laut Microsoft im Februar 2027, die Dokumentation empfiehlt stattdessen Copilot für Power BI (Microsoft Learn, Seite vom 22.05.2026, abgerufen am 02.11.2026). Copilot braucht eine bezahlte Fabric-Kapazität ab F2 oder Premium ab P1 und nutzt dieselbe Q&A-Engine, weshalb Q&A am Modell eingeschaltet sein muss. Planen Sie den Umstieg rechtzeitig und testen Sie deutsche Fragen. Kosten der Kapazität: Microsoft Fabric Kosten.

Kann ich Power BI Copilot auf Deutsch fragen?

Offiziell unterstützt ist für Datenfragen in Power BI Copilot nur Englisch, Mehrsprachigkeit ist laut Microsoft nicht offiziell unterstützt, auch wenn Anfragen in anderen Sprachen gelegentlich passende Antworten liefern (Microsoft Learn, Seite vom 10.09.2026). Der Fabric data agent unterstützt derzeit ebenfalls keine anderen Sprachen als Englisch. Testen Sie deutsche Fragen deshalb mit Ihrem Testkatalog, bevor Sie Fachbereichen Zusagen machen, und prüfen Sie den Stand vor der Einführung erneut.

Wie zuverlässig sind KI-Antworten auf Geschäftszahlen?

Das hängt vom Modell und von der Frage ab: Ohne Vorbereitung liefert Copilot laut Microsoft oft allgemeine oder ungenaue Ergebnisse, und Microsoft nennt KI-Verhalten nicht deterministisch. Eine feste Genauigkeit nennt kein Hersteller; Snowflake macht laut Doku keine formale Genauigkeitsangabe. Messen Sie die Zuverlässigkeit selbst mit einem Testkatalog aus 12 bis 30 Fragen mit bekannten Zahlen, mehrfach gestellt, und geben Sie nur Fragen frei, die bestanden werden.

Wie prüfe ich, ob die Zahl der KI stimmt?

Vergleichen Sie die Antwort mit einem Sollwert aus einem freigegebenen Bericht und lassen Sie die Herkunft anzeigen. Power BI zeigt unter „How Copilot arrived at this“ Felder, Measures und Filter, mit Fabric IQ zusätzlich die DAX-Abfrage und die Datentabelle. Sigma lässt die generierte Abfrage einsehen und bis zur Tabelle zurückverfolgen. Zeigt ein Werkzeug die Herkunft nicht, bleibt nur der Vergleich mit dem Bericht (Herstellerangaben, Stand 02.11.2026).

Braucht man einen Semantic Layer, um Daten mit KI zu befragen?

Technisch nicht immer, praktisch ja, wenn die Antworten vergleichbar und von verschiedenen Personen reproduzierbar sein sollen. Snowflake empfiehlt Semantic Views, Databricks Beispiel-SQL und Metric Views, Microsoft ein beschriebenes Semantikmodell mit geprüften Measures, und Veezoo arbeitet über einen Knowledge Graph mit Kennzahlendefinitionen. Ohne diese Schicht deutet die KI Spalten je Frage neu. Aufbau und Werkzeuge beschreibt die Seite Semantic Layer.

Sieht die KI Daten, die ich nicht sehen darf?

Sie sollte nicht, und die Hersteller binden die Abfragen an die Rechte der fragenden Person: Der Fabric data agent nutzt die Zugriffsrechte der Person, Genie wertet Unity-Catalog-Rechte je Endnutzer aus, Sigma beachtet Warehouse-Rechte inklusive Zeilenebene und Spaltenmaskierung. Das ist die Herstellerangabe, kein Nachweis. Testen Sie dennoch mit zwei Rollen, ob eine Person Zahlen erhält, die sie nicht sehen darf. Schalter in Microsoft-Umgebungen erklärt Copilot in Power BI Datenschutz.

Gehen meine Daten an ein Sprachmodell außerhalb der EU?

Das hängt von Werkzeug und Region ab. Copilot in Power BI ist außerhalb der EU- oder US-Datengrenze aus, bis der Admin die Verarbeitung außerhalb der Region erlaubt. Qlik Answers im agentischen Modus verlangt ein Opt-in zur regionübergreifenden Inferenz, bei Tableau Server gehen alle Anfragen direkt an den eigenen LLM-Anbieter. Fragen Sie jeden Anbieter schriftlich nach Region, Weitergabe an das Sprachmodell und Unterauftragnehmern. Verträge und Regionen vertieft BI EU-Hosting.

Was kostet es, BI mit KI zu fragen?

Die Kosten stehen vor allem in der Lizenz und Kapazität: Copilot braucht eine Kapazität ab F2 oder Premium ab P1, Tableau Agent steckt in Tableau Next ab 40 € je Nutzer und Monat, Qlik Cloud Analytics startet bei 300 USD je Monat, ThoughtSpot Pro bei 50 USD je Nutzer und Monat mit 25 Spotter-Abfragen. Genie ist für Endnutzer laut Databricks bis 31.01.2027 kostenlos, Cortex Analyst rechnet je Nachricht ab. Hinzu kommt der Prüfaufwand, im Rechenbeispiel rund 10.400 € im ersten Jahr.

Kann die KI Prognosen und Warum-Fragen beantworten?

Eingeschränkt. Copilot kann laut Microsoft derzeit keine Fragen beantworten, die neue Erkenntnisse erzeugen, etwa Anomalieerkennung, Prognosen oder Einflussfaktoren. Cortex Analyst ist auf Fragen begrenzt, die sich mit SQL lösen lassen. Für Prognosen sind eigene Funktionen oder Modelle nötig, mehr unter Predictive Analytics in BI. Prüfen Sie im Testkatalog, ob die KI solche Fragen ablehnt oder die Antwort als Prognose kennzeichnet.

Ersetzt Chat mit Daten die Dashboards?

Nein, es ergänzt sie und ersetzt sie nicht. Der Chat beantwortet Einzelfragen und Folgefragen, ein Dashboard zeigt wiederkehrende Kennzahlen mit einheitlicher Definition für viele Nutzer. Der Copilot-Bereich in Power BI ist an einen geöffneten Bericht gebunden und fasst ihn zusammen. Gute Dashboards liefern zudem die Sollwerte für Testfragen. Wie Sie Dashboards mit KI bauen und Wildwuchs vermeiden, beschreibt KI Dashboards in BI.

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Das passende BI-Werkzeug
für Ihre Fragen an die Daten.

Das BI Selection Portal ist das Werkzeug für die Softwareauswahl: Anforderungen sammeln, eine begründete Shortlist erhalten, Demos bewerten, den Vertrag prüfen und alles nachvollziehbar dokumentieren. KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen.