Data Warehouse für BI.
Anbieter, Kosten und Auswahl im Mittelstand.
Ein Data Warehouse für BI führt Daten aus zwei oder mehr Systemen zusammen und lohnt sich, sobald Kennzahlen überall gleich gelten sollen; bei einer einzigen Quelle reicht oft der direkte Zugriff. Cloud-Dienste rechnen Speicher und Rechenzeit getrennt ab, Microsoft Fabric F2 kostet ab 282,66 € je Monat (Stand Oktober 2026).
- Brandenburger Innovationspreis 2025
- Keine Provision, keine bezahlten Platzierungen
- Keine Weitergabe Ihrer Daten an Anbieter
- Für wen: Geschäftsführung, Controlling und IT im DACH-Mittelstand, deren BI auf mehr als einer Datenquelle beruht.
- Im Überblick: 11 Dienste im Auszug mit Abrechnungsmodell, Region und Preislogik, dazu Kostenblöcke, Rechenbeispiel, DSGVO-Prüfung und Prüffragen als CSV. Kein Ranking.
- Zahl: Redshift Serverless kostet in Frankfurt 0,451 USD je RPU-Stunde (AWS-Preisliste, abgerufen 30.10.2026), BigQuery On-Demand 6,25 USD je TiB (Google, abgerufen 30.10.2026).
- Weiter: Preise für Fabric unter Microsoft Fabric Kosten, SAP-Umfeld unter SAP Datasphere, Gesamtüberblick im BI Software Vergleich.
Wann braucht BI ein Data Warehouse
und wann reicht der direkte Zugriff?
BI braucht ein Data Warehouse, sobald Kennzahlen aus mehreren Systemen stammen oder frühere Stände gebraucht werden; bei einer Quelle mit wenigen Standardberichten genügt der direkte Zugriff. Ein Data Warehouse (DWH, zentrale Analysedatenbank) sammelt Daten aus ERP, CRM und Dateien, bereinigt sie und hält Kennzahlen einheitlich vor. Wie Sie Tabellenkalkulation ablösen, zeigt Excel durch BI ersetzen, die Begriffe erklärt das BI Glossar.
Direkter Zugriff reicht oft bei
- Einer Hauptquelle, etwa ERP oder Buchhaltung, mit wenigen Standardberichten
- Wenigen Lesenden, die nur den aktuellen Stand ohne Historie brauchen
- Einfachen Kennzahlen, die im Quellsystem bereits vorliegen
- Einem Quellsystem, das zusätzliche Abfragen nachweislich verkraftet
Ein Data Warehouse lohnt sich bei
- Mehreren Quellen, die über Schlüssel wie Kunde, Artikel oder Kostenstelle verbunden werden
- Historie, etwa Preise, Bestände oder Stammdaten zu einem Stichtag
- Kennzahlen, die Controlling, Vertrieb und Produktion gleich lesen sollen
- Rechten je Rolle und Nachvollziehbarkeit, woher eine Zahl stammt
Microsoft beschreibt Fabric Data Warehouse als relationales Enterprise-Warehouse für kuratierte Data Marts und geregelte Semantikmodelle für Business Intelligence (Microsoft Learn, Stand Oktober 2026). 65 % der Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten zahlten 2025 für Cloud-Services (Destatis, Pressemitteilung Nr. 416, 24.11.2025).
Welche Data-Warehouse-Anbieter gibt es:
11 Dienste im Auszug.
Auswahlprinzip: Dienste mit Bezug zum DACH-Raum, jede Gruppe vertreten, von der Hyperscaler-Plattform über Lakehouse und Spaltendatenbank bis zur SAP- und Microsoft-Datenebene. Alphabetisch, ohne Wertung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Preise nur, wo der Hersteller sie veröffentlicht. Weitere Anbieter finden Sie im BI-Software-Katalog und über das kostenlose BI-Matching.
| Anbieter | Plattformtyp | Preis ab | Abrechnungsmodell laut Hersteller | Region laut Hersteller | Preislogik und Hinweise | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Amazon RedshiftAmazon Web Services | Cloud-Warehouse | Serverless 0,451 USD je RPU-Stunde, Frankfurt | Serverless nach RPU-Stunden oder Cluster mit RA3-Knoten, Speicher 0,0256 USD je GB und Monat | ✓ Region EU (Frankfurt) in der AWS-Preisliste | Rechenzeit nach Verbrauch, bei Serverless 300 USD Testguthaben für 90 Tage laut AWS | |
| Azure Synapse AnalyticsMicrosoft | Cloud-Warehouse | Dedicated SQL Pool ab 1,3288 € je Stunde (DW100c) | Dedicated SQL Pool nach DWU-Stunden, Serverless SQL nach verarbeitetem Volumen (4,3999 € je TB) | ✓ Region Deutschland West Central in der Azure-Preisliste | Microsoft führt die Dokumentation weiter und bietet einen Migration Assistant für Fabric, ein Abkündigungsdatum nennt die geprüfte Seite nicht | |
| ClickHouse CloudClickHouse | Spaltendatenbank | Basic 0,2181 USD je Einheit und Stunde, Speicher 25,30 USD je TB und Monat | Rechenleistung und Speicher getrennt abgerechnet, bei Leerlauf auf null skaliert | Preisseite zeigt N. Virginia, EU-Region vor Vertrag prüfen | Test 30 Tage mit 300 USD Guthaben laut Hersteller | |
| DatabricksDatabricks | Lakehouse-Plattform | SQL Serverless 0,8008 € je DBU-Stunde (Azure, Deutschland West Central) | Pay-as-you-go ohne Vorauszahlung, Abrechnung je Sekunde, Rabatte bei Verbrauchszusage | ✓ Azure Databricks in Deutschland West Central, Speicher und Netzwerk je Cloud-Anbieter | SQL Compute Pro 0,6336 € je DBU-Stunde, Preise je Cloud und Region unterscheiden sich | Zum Profil → |
| ExasolExasol | Analysedatenbank | Personal kostenlos für eine Person, Enterprise in der Demo klären | Kostenlose Edition für eine Person, Enterprise-Preise veröffentlicht Exasol nicht | Lokal oder im eigenen Konto bei AWS, Azure, Exoscale oder STACKIT, Enterprise auch Private Cloud und On-Premises | Kostentreiber sind Lizenz und Infrastruktur, in einem Referenzbericht nennt der Hersteller RAM-basierte Lizenzierung | |
| Google BigQueryGoogle Cloud | Serverless-Warehouse | On-Demand 6,25 USD je TiB, erste TiB je Monat frei | On-Demand nach gescannten Bytes oder Kapazität nach Slot-Stunden (Editions) | ✓ Frankfurt (europe-west3) und EU-Multiregion laut Google | Speicher aktiv logisch rund 0,023 USD je GiB und Monat, erste 10 GiB frei (Seite ohne Regionsauswahl) | |
| Microsoft Fabric WarehouseMicrosoft | SaaS-Plattform | F2 ab 282,66 € je Monat pay-as-you-go | Kapazität in Capacity Units, Reservierung bei F2 168,07 € je Monat, Pay-as-you-go pausierbar | ✓ Region Deutschland West Central | OneLake-Speicher 0,0211 € je GB und Monat zusätzlich | |
| Oracle Autonomous AI LakehouseOracle | Cloud-Warehouse | ECPU 0,31248 € je Stunde | Abrechnung je ECPU und Stunde, Speicher je GB und Monat, eigene Lizenz anrechenbar (BYOL 0,075051 € je ECPU und Stunde) | Preisliste in EUR, Rechenzentrumsregion vor Vertrag prüfen | Oracle führt den Dienst in der Preisliste als Autonomous AI Lakehouse, die Seite trägt noch Autonomous Data Warehouse im Namen | |
| SAP DatasphereSAP SE | SAP-Datenebene | In der Demo klären | Capacity Units, Pay-As-You-Go für SAP BTP oder Enterprise Agreement | Nur als Cloud-Dienst auf SAP HANA Cloud, Region vor Vertrag prüfen | Kein Listenpreis in EUR, Kostentreiber sind Rechen- und Speicherkapazität, Integration und Katalog | Zum Profil → |
| SnowflakeSnowflake | Cloud-Datenplattform | Credit-Abrechnung, Preis je Credit nach Edition und Region | Rechenleistung in Credits, Abrechnung je Sekunde mit 60 Sekunden Minimum, Speicher pauschal je TB und Monat | Region wählbar, Preis je Region laut Preisseite | Die Dokumentation nennt 2 USD je Credit und 23 USD je TB nur als Beispiel, Datenabfluss in eine andere Region oder Cloud kostet je TB | |
| TeradataTeradata | Enterprise-Warehouse | In der Demo klären, Abrechnung in Teradata Units | Eine Einheit für Rechenleistung, Speicher und Software, Fixed + Flex aus festem Sockel und abgerechnetem Mehrbedarf | Teradata Cloud, Customer Cloud oder On-Premises laut Hersteller | Drei Pakete, Preise über Kalkulator oder Angebot |
Auszug, Stand Oktober 2026 (abgerufen 30.10.2026), Preise ohne Mehrwertsteuer, Währung wie vom Hersteller genannt und nicht umgerechnet. Quellen: AWS Redshift, AWS-Preisliste Frankfurt, Azure Synapse Preise, Synapse Übersicht, Migration zu Fabric, ClickHouse Preise, Databricks Preise, Azure Databricks Preise, Exasol Personal, Exasol, BigQuery Preise, Fabric Preise, Oracle Preise, Oracle Preisliste, SAP Datasphere, Snowflake Kosten, Teradata Preise.
Was ist der Unterschied zwischen
Data Warehouse, Data Lake und Lakehouse?
Ein Data Warehouse speichert aufbereitete Tabellen für Abfragen, ein Data Lake Rohdaten in Dateien, ein Lakehouse verbindet beides auf offenen Dateiformaten. Für Berichte im Mittelstand reicht meist ein Warehouse oder ein Lakehouse mit SQL-Zugriff, ein reiner Data Lake ist für BI allein selten die erste Wahl. Das Zusammenspiel mit Kennzahlendefinitionen erklärt Semantic Layer.
| Architektur | Was gespeichert wird | Stärke für BI | Grenze |
|---|---|---|---|
| Data WarehouseZentrale Analysedatenbank | ✓ Strukturierte, bereinigte Tabellen, oft als Stern- oder Schneeflockenschema | Einheitliche Kennzahlen, schnelle SQL-Abfragen, Rechte je Rolle | Neue Quellen brauchen Modellierung, unstrukturierte Daten passen schlecht |
| Data LakeRohdatenspeicher | Rohdaten in beliebigen Formaten, meist Dateien | Günstige Ablage großer Mengen, Basis für Data Science | Ohne Modell und Pflege schwer abfragbar, für Berichte meist ein Zwischenschritt |
| LakehouseDateien mit Warehouse-Funktionen | ≈ Dateien in offenen Tabellenformaten wie Delta und Parquet, mit Transaktionen | Ein Speicher für Berichte und Data Science, SQL-Zugriff über einen Analyseendpunkt | Mehr Gestaltungsaufwand, oft Spark-Kenntnisse im Team nötig |
Fabric speichert Warehouse-Daten wie alle Fabric-Daten in Delta-Tabellen mit Parquet-Dateien und empfiehlt das Warehouse für Stern- und Schneeflockenschemas, das Lakehouse für große, stark unstrukturierte Bestände mit Spark (Microsoft Learn, Fabric Data Warehouse, Stand Oktober 2026). Die Einordnung der Spalten Stärke und Grenze ist die Bewertung von Find-Your-BI.
Woraus setzen sich die Kosten
eines Data Warehouse zusammen?
Vier Blöcke bestimmen die Kosten: Speicher, Rechenzeit, Datenaufnahme und Betrieb, wobei bei Cloud-Diensten vor allem die Rechenzeit mit der Nutzung wächst. Den Rahmen für das gesamte Vorhaben beschreibt BI-Projekt Kosten, die Listenpreise stehen in der Anbietertabelle.
Daten ablegen
Speicher wird je GB oder TB und Monat berechnet und ist meist der kleinere Block.
- Redshift Managed Storage in Frankfurt: 0,0256 USD je GB und Monat
- OneLake in Fabric: 0,0211 € je GB und Monat
- ClickHouse Cloud Basic: 25,30 USD je TB und Monat
Abfragen und Aufbereitung
Hier unterscheiden sich die Modelle am stärksten: Stunden, Credits, Kapazitäten oder gescannte Daten.
- Fabric F2: 0,1936 € je CU und Stunde, 2 CU
- Redshift Serverless: 0,451 USD je RPU-Stunde in Frankfurt
- BigQuery On-Demand: 6,25 USD je gescanntem TiB
- Snowflake: Credits je Sekunde, 60 Sekunden Minimum je Start
ETL und ELT
ETL (Extract, Transform, Load) bereitet Daten vor dem Laden auf, ELT lädt zuerst und transformiert im Warehouse. Der Aufwand liegt oft in Konnektoren, Schnittstellen zum ERP und Pflege der Regeln.
- Eigene Rechenzeit für Ladejobs, bei Fabric innerhalb der Kapazität
- Konnektoren und Datenpipelines, Lizenz oder Dienstleistung
- Qualitätsprüfung und Stammdatenpflege
Personal, Partner, Ausstieg
Laufender Betrieb braucht Verantwortliche für Modell, Rechte und Kosten. Beim Wechsel zählen Exportformate und Entgelte für Datenabfluss.
- Der Data Act streicht Wechselentgelte einschließlich Egress-Gebühren ab 12.01.2027
- Offene Formate wie Parquet erleichtern den Umzug
- Partner für Aufbau: BI-Partner finden
Quellen: AWS-Preisliste Frankfurt, Power BI Kosten (OneLake), ClickHouse, BigQuery, Snowflake, EU-Kommission, Data Act. Stand Oktober 2026.
Was kostet ein Cloud Data Warehouse
für 500 GB und 20 Lesende?
Im Beispiel liegen die Ergebnisse je Monat zwischen 36 und 372 USD sowie 45 und 970 €, weil jeder Dienst anders abrechnet. Annahmen: 500 GB gespeicherte Daten, 90 Stunden Rechenzeit je Monat (3 Stunden an 30 Tagen), bei Scan-Abrechnung 5 TiB gescannte Daten, 20 Lesende. Listenpreise ohne Mehrwertsteuer, ohne Datenaufnahme, Betrieb und BI-Lizenzen, Währungen nicht umgerechnet.
| Dienst | Preislogik | Rechnung | Ergebnis je Monat |
|---|---|---|---|
| Amazon Redshift ServerlessFrankfurt, 4 RPU | RPU-Stunden plus Speicher | 4 RPU × 0,451 USD × 90 h = 162,36 USD plus 500 GB × 0,0256 USD = 12,80 USD | 175,16 USD |
| Azure Synapse Dedicated SQL PoolDW100c, Deutschland West Central | Stundenpreis für reservierte Leistung | 1,3288 € × 90 h = 119,59 € bei Pause außerhalb der Nutzung, durchgehend 730 h = 970,02 €, ohne Speicher | 119,59 bis 970,02 € |
| Google BigQueryOn-Demand | Gescannte Bytes plus Speicher | (5 TiB − 1 TiB frei) × 6,25 USD = 25,00 USD plus (500 GiB − 10 GiB frei) × 0,023 USD = 11,27 USD | 36,27 USD |
| Microsoft Fabric F2Pay-as-you-go | Kapazität nach Stunden plus OneLake | 2 CU × 0,1936 € × 90 h = 34,85 € bei Pause, durchgehend 282,66 €, plus 500 GB × 0,0211 € = 10,55 € | 45,40 bis 293,21 € |
| SnowflakeBeispielwerte der Dokumentation | Credits plus Speicher | Small mit 2 Credits je Stunde × 90 h = 180 Credits × 2 USD = 360 USD plus 0,5 TB × 23 USD = 11,50 USD | 371,50 USD |
| Weitere Dienste im AuszugDatabricks, Oracle, ClickHouse, Exasol, SAP, Teradata | Einheitspreis oder Angebot | Verbrauch je Einheit hängt von Größe und Konfiguration ab, daher nicht berechnet | Angebot einholen |
Rechenbeispiel von Find-Your-BI mit den oben genannten Annahmen, Stand Oktober 2026. Der Snowflake-Wert beruht auf den Beispielpreisen der Dokumentation (2 USD je Credit, 23 USD je TB, Standard Edition), nicht auf einem Listenpreis. Bei Fabric F2 brauchen Lesende unterhalb von F64 eine Lizenz: 20 × 12,10 € Power BI Pro = 242,00 € je Monat bei Jahresabrechnung, siehe Power BI Kosten und Microsoft Fabric Kosten. Quellen: AWS-Preisliste, AWS Redshift, Azure Synapse, BigQuery, Fabric, Snowflake.
Welches Data Warehouse passt
zum Mittelstand?
Im Mittelstand passt meist das Warehouse, das zur vorhandenen Plattform gehört: im Microsoft-Umfeld Fabric, im SAP-Umfeld Datasphere, sonst ein neutraler Cloud-Dienst. Das ist eine Orientierung von Find-Your-BI, keine Wertung einzelner Anbieter. Die Größenklassen beschreibt BI für Mittelstand und KMU.
Power BI, Microsoft 365, Business Central
Wer Power BI nutzt, findet in Fabric Warehouse und Lakehouse auf derselben Plattform, Abrechnung über Kapazitäten. Azure Synapse bleibt für bestehende Installationen, neue Vorhaben prüfen Fabric.
- Preise und Schwellen: Microsoft Fabric Kosten
- Lizenzen für Lesende: Power BI Kosten
- Anbindung Business Central: BI für Business Central
Beispiele: Microsoft Fabric Warehouse, Azure Synapse Analytics
S/4HANA, ECC und BW
Bei SAP als führendem ERP hält Datasphere Quelldaten und Modelle nah beieinander. SAP nennt keinen Listenpreis, Kosten lassen sich nur über eine Kapazitätsschätzung planen.
- Profil und Architektur: SAP Datasphere
- Cloud-Dienst auf SAP HANA Cloud, kein Betrieb im eigenen Rechenzentrum
- Preis in der Demo klären, Kapazität schriftlich abschätzen lassen
Beispiel: SAP Datasphere
Mehrere Quellen, kein Plattform-Standard
Ohne Plattformbindung vergleichen Sie Abrechnungsmodell, Region und Anbindung Ihrer BI-Werkzeuge. Bei schwankender Last passen Verbrauchsmodelle, bei gleichmäßiger Last reservierte Kapazität.
- Verbrauch: BigQuery, Redshift Serverless, Snowflake, Databricks
- Spaltendatenbanken und Analysedatenbanken: ClickHouse, Exasol
- Betriebsform klären: Cloud BI oder On-Premises
Beispiele: Google BigQuery, Snowflake, Databricks, Exasol
Quellen: Microsoft Learn, Fabric Data Warehouse, Migration von Synapse, SAP Datasphere. Stand Oktober 2026.
Wie halten Sie ein Data Warehouse
DSGVO-konform und in der EU?
Wählen Sie eine EU-Region, schließen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO und lassen Sie sich Nachweise zeigen. Keine Rechtsberatung.
Region der Daten und Sicherungen
Laut Herstellerseiten gibt es EU-Regionen bei AWS (Frankfurt), Google (Frankfurt und EU-Multiregion) und Microsoft (Deutschland West Central). Bei Snowflake und ClickHouse hängt der Preis von der gewählten Region ab. Klären Sie Region für Daten, Sicherungen und KI-Funktionen.
Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO
Der Vertrag regelt, wie der Anbieter personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet. Fordern Sie die Liste der Unterauftragsverarbeiter und die Regeln für Änderungen an.
US-Anbieter und Übermittlung
Für Übermittlungen an zertifizierte US-Unternehmen gilt seit dem 10.07.2023 der Angemessenheitsbeschluss zum EU-US Data Privacy Framework. Prüfen Sie die öffentliche Liste und ob Support-Zugriffe von außerhalb der EU erfolgen.
C5, ISO 27001, SOC 2
Der Kriterienkatalog C5 des BSI beschreibt Mindestanforderungen an sichere Cloud-Dienste. Das BSI rät, den Prüfbericht zu Beginn und danach jährlich anzufordern.
Zugriff, Maskierung und Protokolle
Legen Sie fest, wer welche Tabellen, Spalten und Zeilen sieht, und welche personenbezogenen Daten gar nicht erst ins Warehouse laufen. Zugriffe sollten protokolliert werden.
Daten mitnehmen können
Der Data Act streicht Wechselentgelte einschließlich Egress-Gebühren ab 12.01.2027. Vereinbaren Sie trotzdem Exportformate, Fristen und die Löschung nach Vertragsende.
Quellen: AWS-Preisliste Frankfurt, BigQuery Preise, Azure Synapse Preise, EU-Kommission, Data Privacy Framework, BSI, Kriterienkatalog C5, EU-Kommission, Data Act. Stand Oktober 2026.
Welche typischen Fehler kosten
bei Data Warehouses Geld?
Vier Fehler lassen sich vor dem Vertrag vermeiden, wenn Sie Annahmen schriftlich festhalten und mit eigenen Daten rechnen.
Nur den Einstiegspreis vergleichen
- Einheiten sind nicht vergleichbar: Stunden, Credits, Kapazitäten, gescannte TiB
- Rechnen Sie ein Szenario mit Ihren Daten wie im Rechenbeispiel oben
- Bei Fabric kommen Lizenzen für Lesende unterhalb von F64 hinzu
Dauerbetrieb statt Pause
- Fabric Pay-as-you-go lässt sich pausieren, die Reservierung nicht
- Redshift Serverless und Snowflake rechnen nach Nutzung, Leerlauf kostet dort weniger
- Planen Sie Ladezeiten außerhalb der Berichtszeiten
Dashboards direkt auf Rohdaten
- Bei Scan-Abrechnung wie BigQuery zählt jede Aktualisierung als Abfrage
- Aggregierte Tabellen und ein gemeinsames Modell senken Scans und Streit um Zahlen
- Kennzahlen definieren Sie einmal, siehe Semantic Layer
Ohne Verantwortliche starten
- Jemand muss Kosten, Rechte und Datenqualität regelmäßig prüfen
- Klären Sie Zuständigkeit vor dem Produktivstart
- Begleitung bietet die BI-Auswahlberatung
Quellen: Power BI Kosten (Pausieren), BigQuery, Snowflake, AWS Redshift. Stand Oktober 2026.
Prüffragen für Data Warehouses:
als Vorlage für Ihre Anfrage.
Je Thema eine Frage, an der sich Angebote deutlich unterscheiden. Laden Sie die Tabelle als CSV, tragen Sie die Antworten ein und vergeben Sie Punkte.
| Thema | Prüffrage an den Anbieter | Nachweis in Demo oder Angebot |
|---|---|---|
| Abrechnung | Welche Einheit wird abgerechnet, und wie hoch ist die Rechnung für unser Szenario mit Spitzenlast? | Rechenbeispiel mit unseren Daten im Angebot |
| Pausieren | Lässt sich die Rechenleistung pausieren oder automatisch beenden, und ab wann endet die Abrechnung? | Dokumentation und Test im Proof of Concept |
| Region | In welcher Region liegen Daten, Sicherungen und KI-Verarbeitung, und lässt sich die Region später ändern? | Vertragsanlage mit Region |
| Auftragsverarbeitung | Welche Unterauftragsverarbeiter sind beteiligt, und wie informieren Sie über Änderungen? | AVV nach Art. 28 DSGVO und aktuelle Liste |
| Nachweise | Welche Prüfberichte liegen vor, etwa C5, ISO 27001 oder SOC 2, und für welchen Zeitraum? | Zertifikat oder Prüfbericht mit Datum |
| Anbindung | Welche unserer Quellen und BI-Werkzeuge sind mit fertigen Konnektoren angebunden? | Konnektorliste für unsere Systeme |
| Rechte | Wie lassen sich Zeilen- und Spaltenrechte je Rolle abbilden und protokollieren? | Test mit drei echten Rollen |
| Ausstieg | In welchen Formaten exportieren wir Daten und Modelle, und was kostet der Abfluss? | Exportprobe im Proof of Concept |
Die Spalten für Antwort und Punkte sind leer. Die Datei öffnet in Excel oder LibreOffice.
Fragen von Find-Your-BI, Stand Oktober 2026. Beispiel für einen Unterschied, der erst in der Antwort sichtbar wird: Snowflake rechnet mit 60 Sekunden Minimum je Warehouse-Start ab (Snowflake Dokumentation, abgerufen 30.10.2026).
Wie wählen Sie ein Data Warehouse
in sechs Schritten aus?
Sechs Schritte führen vom Kennzahlenkatalog zum Vertrag, entlang der Auswahlstrecke unter BI auswählen. Rechnen Sie mit eigenen Daten statt mit Funktionslisten.
Quellen und Kennzahlen erfassen
Quellsysteme, Datenmengen, Kennzahlen mit Definition und Takt sowie Lesergruppen festhalten: BI Lastenheft Vorlage.
Betrieb und Region festlegen
Cloud, Hybrid oder On-Premises sowie EU-Region und Vertragsanforderungen klären: Cloud BI oder On-Premises.
Shortlist bilden
Aus dem Anbieterauszug drei bis fünf Dienste nach Plattform-Umfeld und Abrechnungsmodell wählen: BI-Shortlist.
Kosten für das eigene Szenario rechnen
Das Rechenbeispiel mit Ihren Daten wiederholen und die Prüffragen aus der CSV-Vorlage an alle Anbieter senden, bei größeren Vorhaben als BI-Ausschreibung.
Mit eigenen Daten testen
Ein Berichtsszenario mit echten Daten, Rollen und Lastspitzen aufbauen und Kosten messen: BI Proof of Concept.
Vertrag verhandeln
Abrechnungseinheit, Reservierung, Preisanpassung, Region und Ausstieg festlegen: BI-Lizenzverhandlung.
Unterstützung bei der Vorauswahl bietet das BI Selection Portal, Hilfe durch Menschen die BI-Auswahlberatung. Weitere Hintergründe zur Auswahl im Netzwerk: Softwareauswahl und Vendor-Management.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist ein Data Warehouse für BI?
Ein Data Warehouse für BI ist eine zentrale Datenbank, die Daten aus ERP, CRM und Dateien zusammenführt, bereinigt und für Berichte und Dashboards bereithält. Es trennt Auswertungen von den Quellsystemen, speichert Historie und hält Kennzahlen einheitlich vor. Microsoft beschreibt Fabric Data Warehouse als relationales Enterprise-Warehouse für Stern- und Schneeflockenschemas, kuratierte Data Marts und geregelte Semantikmodelle (Microsoft Learn, Stand Oktober 2026). BI-Werkzeuge wie Power BI, Qlik oder Tableau greifen darauf zu und zeigen die Ergebnisse. Je nach Dienst läuft es als Cloud-Dienst, als Lizenz im eigenen Rechenzentrum oder als Datenebene eines ERP-Herstellers.
Wann braucht BI ein Data Warehouse?
BI braucht ein Data Warehouse, sobald Kennzahlen aus zwei oder mehr Systemen stammen, Historie gebraucht wird oder das ERP durch Abfragen nicht belastet werden soll. Bei einer einzigen Quelle mit wenigen Standardberichten genügt oft der direkte Zugriff. Entscheidend sind die Zahl der Quellen, die Zahl der Lesenden und die Frage, ob Controlling, Vertrieb und Produktion dieselben Definitionen verwenden. Prüfen Sie das in einem kleinen Test, bevor Sie eine Plattform kaufen. Ein kleiner Test mit zwei Quellen zeigt, ob Abweichungen entstehen: Lassen Sie dieselbe Kennzahl aus beiden Systemen berechnen und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Controlling.
Reicht für BI der direkte Zugriff auf ERP und Excel?
Der direkte Zugriff auf ERP und Excel reicht, solange eine Hauptquelle genügt, wenige Personen lesen und der aktuelle Stand ausreicht. Er stößt an Grenzen, wenn Tabellen manuell zusammengeführt werden, Kennzahlen abweichen oder Abfragen das ERP verlangsamen. Dann lohnt ein Warehouse als gemeinsame Basis. Den Weg von Tabellenkalkulationen zu BI beschreibt der Beitrag Excel durch BI ersetzen, die Kosten des Gesamtvorhabens der Beitrag BI-Projekt Kosten. Ein Warehouse ersetzt dabei nicht die Pflege der Quellen, sondern macht Abweichungen sichtbar und nachvollziehbar.
Was ist der Unterschied zwischen Data Warehouse, Data Lake und Lakehouse?
Ein Data Warehouse speichert strukturierte, aufbereitete Tabellen, ein Data Lake Rohdaten in Dateien, ein Lakehouse beides auf offenen Dateiformaten mit SQL-Zugriff. Fabric speichert Warehouse-Daten in Delta-Tabellen mit Parquet-Dateien und empfiehlt das Warehouse für Stern- und Schneeflockenschemas, das Lakehouse für große, stark unstrukturierte Bestände mit Spark (Microsoft Learn, Stand Oktober 2026). Für Berichte im Mittelstand reicht meist ein Warehouse oder ein Lakehouse mit SQL-Endpunkt. Ein Lakehouse hat Vorteile, wenn neben Berichten auch Data Science mit denselben Daten geplant ist.
Was kostet ein Data Warehouse im Mittelstand?
Im Rechenbeispiel mit 500 GB, 90 Stunden Rechenzeit und 5 TiB gescannten Daten liegen die Dienste zwischen 36,27 USD (BigQuery On-Demand) und 371,50 USD (Snowflake mit Beispielwerten) beziehungsweise 45,40 und 293,21 € (Fabric F2) je Monat, ohne Datenaufnahme, Betrieb und BI-Lizenzen. Die Spanne entsteht durch unterschiedliche Abrechnungseinheiten. Projekt- und Betriebskosten kommen hinzu, siehe BI-Projekt Kosten. Rechnen Sie Ihr eigenes Szenario nach Stand Oktober 2026. Fabric F2 reicht für Lesende ohne Lizenz nicht aus, die zusätzlichen Kosten stehen unter dem Rechenbeispiel. Wie Daten ins Warehouse gelangen und was das Ladewerkzeug kostet, beschreibt Datenintegration für BI.
Was kostet Snowflake?
Snowflake rechnet Rechenleistung in Credits mit Abrechnung je Sekunde und 60 Sekunden Minimum je Start ab, Speicher pauschal je TB und Monat. Den Preis je Credit nennt die Dokumentation nur als Beispiel (2 USD je Credit und 23 USD je TB in der Standard Edition), er hängt von Edition und Region ab (Snowflake Dokumentation, abgerufen 30.10.2026). Datenabfluss in eine andere Region oder Cloud wird je TB berechnet. Fordern Sie ein Angebot für Ihr Szenario an. Die Region Ihres Kontos beeinflusst den Preis, daher gilt der genannte Wert nur als Orientierung für den Vergleich.
Was kostet Databricks?
Databricks rechnet nach Verbrauch ohne Vorauszahlung und je Sekunde ab, Rabatte gibt es bei Verbrauchszusagen (Databricks, Stand Oktober 2026). Bei Azure Databricks in Deutschland West Central kostet SQL Serverless 0,8008 € und SQL Compute Pro 0,6336 € je DBU-Stunde (Azure-Preisliste, abgerufen 30.10.2026). Wie viele DBU eine Abfrage verbraucht, hängt von der Größe des SQL-Warehouses ab. Speicher und Netzwerk kommen je nach Cloud-Anbieter hinzu. Eine Testphase bietet Databricks laut Herstellerseite mit Guthaben an, Umfang und Dauer legt der Hersteller fest. Den direkten Zweiervergleich mit Snowflake bietet Databricks oder Snowflake.
Was kostet BigQuery?
BigQuery kostet bei On-Demand-Abrechnung 6,25 USD je gescanntem TiB, die erste TiB je Monat ist frei. Aktiver logischer Speicher kostet rund 0,023 USD je GiB und Monat, die ersten 10 GiB sind frei (Google, abgerufen 30.10.2026, Seite ohne Regionsauswahl, EU-Preise können abweichen). Alternativ gibt es Kapazitätspreise je Slot-Stunde. Bei vielen Dashboard-Aktualisierungen steigt der Scan-Umfang, deshalb helfen aggregierte Tabellen. Das Beispiel gilt für die Standardanzeige der Google-Seite, die Region Frankfurt oder die EU-Multiregion kann einen anderen Preis haben.
Welches Data Warehouse passt zu Power BI?
Zu Power BI passt im Microsoft-Umfeld meist Microsoft Fabric mit Warehouse oder Lakehouse, weil beides auf derselben Plattform läuft. Fabric F2 kostet 282,66 € je Monat pay-as-you-go oder 168,07 € mit Reservierung, Lesen mit Free-Lizenz gibt es erst ab F64 (Find-Your-BI Power BI Kosten, Region Deutschland West Central, Stand Oktober 2026). Andere Warehouses wie BigQuery, Redshift oder Snowflake lassen sich ebenfalls anbinden, Konnektoren prüfen Sie in der Demo. Wer bereits Microsoft 365 und Power BI nutzt, spart oft Abstimmungsaufwand bei Anmeldung und Rechten, ein Preisvorteil lässt sich daraus ohne Rechnung nicht ableiten.
Wie geht es mit Azure Synapse weiter?
Microsoft führt die Dokumentation zu Azure Synapse Analytics weiter (aktualisiert am 29.09.2026) und bietet für den Umzug nach Fabric den Migration Assistant für Data Warehouse an. Ein Abkündigungsdatum nennt die geprüfte Übersichtsseite nicht (Microsoft Learn, Stand Oktober 2026). Für neue Vorhaben im Microsoft-Umfeld lohnt der Vergleich mit Fabric, für bestehende Installationen die schriftliche Frage an Microsoft oder den Partner nach Support und Laufzeit. Als Alternative im SQL-Bereich kostet Azure Synapse Serverless SQL 4,3999 € je TB verarbeiteter Daten (Azure-Preisliste, Deutschland West Central, abgerufen 30.10.2026).
Ist ein Cloud Data Warehouse DSGVO-konform nutzbar?
Ein Cloud Data Warehouse lässt sich DSGVO-konform nutzen, wenn Sie eine EU-Region wählen, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO abschließen und Nachweise wie den BSI-Katalog C5 prüfen. EU-Regionen nennen laut Herstellerseiten AWS in Frankfurt, Google in Frankfurt und der EU-Multiregion sowie Microsoft in Deutschland West Central (Stand Oktober 2026). Für US-Anbieter gilt seit dem 10.07.2023 der Angemessenheitsbeschluss zum Data Privacy Framework. Keine Rechtsberatung. Fragen Sie außerdem nach der Verarbeitung von KI-Funktionen, Protokollen und Support-Zugriffen.
Welche Alternative gibt es für SAP-Daten im Data Warehouse?
Für SAP-Daten ist SAP Datasphere die Datenebene des Herstellers, als Cloud-Dienst auf SAP HANA Cloud, abgerechnet in Capacity Units und ohne veröffentlichten Listenpreis (Find-Your-BI, Profil SAP Datasphere, geprüft 19.10.2026). Alternativen sind neutrale Warehouses wie Databricks SQL, BigQuery oder Snowflake mit SAP-Konnektoren oder Microsoft Fabric. Welche Anbindung für Ihre Quellsysteme fertig vorliegt, klären Sie in der Demo mit den Prüffragen. Der Hersteller SAP veröffentlicht keinen Preis, vergleichbar werden Angebote, wenn Sie dieselbe Datenmenge und dieselbe Nutzerzahl anfragen.
Das passende Data Warehouse
für Ihre Berichte.
Das BI Selection Portal ist das Werkzeug für die Softwareauswahl: Anforderungen sammeln, eine begründete Shortlist erhalten, Demos bewerten, den Vertrag prüfen und alles nachvollziehbar dokumentieren. KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen.