BI Marktkonsolidierung.
Was Übernahmen für Ihren BI-Vertrag bedeuten.
BI Marktkonsolidierung heißt: BI-Anbieter werden verkauft, in Konzerne eingegliedert oder umbenannt. Domo gehört seit 22.09.2026 zu Progress Software, Tableau rückt in die Daten- und KI-Organisation von Salesforce, Looker Studio heißt seit April 2026 wieder Data Studio. Für Ihre BI-Auswahl gehören Eigentümerwechsel, Preisbindung und Exit deshalb in den Vertrag.
- Für wen: Geschäftsführung, Controlling, IT und Einkauf im DACH-Mittelstand, die ein BI-Werkzeug neu auswählen oder einen bestehenden BI-Vertrag verlängern.
- Was die Seite zeigt: sechs Marktereignisse mit Datum, zehn betroffene Produkte im Auszug, Reifegrad je Teilaspekt, Folgen nach Rolle und Größe sowie eine Klausel-Checkliste als CSV. Kein Ranking.
- Zahl: 400 Mio. USD zahlte Progress Software für das KI- und Datenplattformgeschäft von Domo, Abschluss am 22.09.2026 (Pressemitteilung auf domo.com, Stand 24.10.2026).
- Weiter: Alle Entwicklungen im Überblick unter BI Trends, Vertragshebel unter BI-Lizenzverhandlung, Herstellergruppen unter BI Anbieter.
Welche Übernahmen und Umbauten
verändern den BI-Markt?
Gemeint ist jede Änderung an Eigentümer, Organisation, Produktname oder Lizenzmodell, die bestehende BI-Verträge berührt. Auch die Datenstrecke vor dem BI-Werkzeug konsolidiert: Salesforce hat Informatica am 18.11.2025 übernommen, Fivetran und dbt Labs haben ihre Fusion am 01.06.2026 abgeschlossen.
Domo geht an Progress Software
Progress Software (Softwarehaus aus Burlington, Massachusetts) hat am 22.09.2026 nahezu alle Vermögenswerte des KI- und Datenplattformgeschäfts von Domo übernommen. Angekündigt war der Kauf am 22.07.2026.
- Kaufpreis 400 Mio. USD
Tableau rückt in die Daten- und KI-Organisation von Salesforce
Salesforce hat laut TechTarget im Februar 2026 die eigenständige CEO-Rolle bei Tableau abgeschafft. Tableau rückt näher an Agentforce, die KI-Agenten-Plattform von Salesforce.
- Tableau gehört seit 2019 zu Salesforce
Looker Studio heißt wieder Data Studio
Google hat das kostenlose Berichtswerkzeug am 10.04.2026 umbenannt. Bestehende Berichte und Nutzer wechseln laut Google ohne Zutun. Looker bleibt die Enterprise-Plattform mit zentralem semantischem Modell.
- Editionen Data Studio und Data Studio Pro
Qlik mit neuem CEO
Qlik (gegründet 1993 in Lund, seit 2016 im Besitz des Finanzinvestors Thoma Bravo) wird seit 31.07.2026 von Saugata Saha geführt. Sein Vorgänger Mike Capone hatte 2023 Talend übernommen.
- Talend-Kauf abgeschlossen im Mai 2023
insightsoftware ordnet Cubeware neu ein
insightsoftware (Softwarehaus aus Raleigh, North Carolina) hat 2022 den deutschen BI-Spezialisten Cubeware übernommen und am 16.09.2026 sein Portfolio in die Marken Lineos, Certent und Simba gegliedert.
- 31 übernommene Technologieunternehmen
Microsoft ersetzt P-SKUs durch Fabric-Kapazität
Microsoft stellt die Kapazitäten Power BI Premium (P-SKU) ein. Jedes P-SKU-Abonnement endet mit seiner Laufzeit, danach laufen Arbeitsbereiche auf Microsoft Fabric F-SKUs, der Datenplattform von Microsoft.
- keine neuen P-SKUs mehr
Quellen: Progress, Domo, TechTarget, Salesforce, Google, Qlik, Qlik Talend, insightsoftware, Microsoft Learn, Informatica, Fivetran. Stand 24.10.2026.
Welche BI-Tools haben Eigentümer,
Namen oder Lizenzmodell gewechselt?
Zehn Produkte mit Bezug zum DACH-Markt, bei denen sich seit 2022 Eigentümer, Organisation, Name oder Lizenzmodell geändert hat. Alphabetisch, ohne Wertung.
| Produkt | Eigentümer heute | Ereignis | Status laut Hersteller | Was Sie prüfen | Profil |
|---|---|---|---|---|---|
| Cubeware Solutions Platform | insightsoftware, Raleigh (USA) | Übernahme 20.10.2022 | 2025 Aufschlag von 4 % bei Verlängerungen | Preisdeckel, Fahrplan | Zum Profil → |
| Data Studio | Umbenennung 10.04.2026 | Berichte wechseln ohne Zutun | beide Namen im Vertrag | Zum Profil → | |
| Domo | Progress Software, Burlington (USA) | Kauf für 400 Mio. USD, Abschluss 22.09.2026 | Vertragspartner Domo, LLC im Progress-Portfolio | Vertragspartner, Fahrplan, Credit-Preise | Zum Profil → |
| Looker | Abgrenzung zu Data Studio 10.04.2026 | Plattform mit zentralem semantischem Modell | Rollen von Looker und Data Studio trennen | Zum Profil → | |
| Microsoft Power BI | Microsoft | P-SKUs eingestellt, Wechsel auf Fabric F-SKU | keine neuen P-SKUs | Verlängerungstermin, Größe der F-SKU | Zum Profil → |
| Mode Analytics | ThoughtSpot, Mountain View (USA) | Übernahme 19.07.2023 für 200 Mio. USD | Investitionen in SQL, R und Python zugesagt | Weiterentwicklung, Vertragsübergang | Zum Profil → |
| Qlik Sense | Qlik, im Besitz von Thoma Bravo | neuer CEO 31.07.2026 | Saugata Saha ist President und CEO | Fahrplan je Betriebsform | Zum Profil → |
| SAP BusinessObjects BI Platform | SAP, Walldorf | neuer Wartungsplan mit BI 2025 | 4.3 in Wartung bis Ende 2026, Sicherheitskorrekturen bis Ende 2027 | Upgrade oder Wechsel planen | Zum Profil → |
| Tableau | Salesforce, San Francisco (USA) | Eingliederung in Daten- und KI-Organisation, Februar 2026 | Tableau Cloud ab 15 €, Tableau Next ab 40 € je Nutzer und Monat | Fahrplan Tableau Server, Bündelung | Zum Profil → |
| ThoughtSpot | ThoughtSpot, Mountain View (USA) | Käufer von Mode Analytics 2023 | über 150 Mio. USD Abo-Jahresumsatz laut Hersteller | Zusammenführung mit Mode | Zum Profil → |
Auszug, keine vollständige Marktübersicht. Weitere Werkzeuge im BI-Katalog und über das Matching. Preise ohne MwSt. Quellen: Cubeware, Cubeware Preise, Domo, ThoughtSpot, SAP, Qlik, Tableau, Stand 24.10.2026.
Wie weit sind die Umbauten?
Status je Teilaspekt.
Jetzt nutzbar heißt abgeschlossen und planbar, im Pilot prüfen heißt verfügbar mit offenen Folgen, beobachten heißt angekündigt oder ohne veröffentlichten Fahrplan.
| Teilaspekt | Status laut Hersteller | Datum | Reifegrad | Folge für Sie |
|---|---|---|---|---|
| Domo unter Progress | Übernahme abgeschlossen | 22.09.2026 | beobachten | Produktfahrplan und Preise unter Progress schriftlich erfragen |
| Tableau in der Daten- und KI-Organisation | Umbau laut Fachpresse | Februar 2026 | beobachten | Fahrplan für Tableau Server und Tableau Cloud anfragen |
| Tableau Next | im Preisblatt, ab 40 € je Nutzer und Monat | Stand 24.10.2026 | ≈ im Pilot prüfen | Nutzen gegen Mehrpreis im Pilot belegen |
| Data Studio statt Looker Studio | Umbenennung abgeschlossen | 10.04.2026 | ✓ jetzt nutzbar | Unterlagen und Schulungen auf den neuen Namen umstellen |
| Fabric F-SKU statt P-SKU | P-SKUs eingestellt | je Vertragsende | ✓ jetzt nutzbar | Umzug vor Ablauf des P-SKU-Abos planen |
| SAP BusinessObjects BI 2025 | verfügbar, Version 4.3 in Wartung bis Ende 2026 | 2025 bis 2027 | ✓ jetzt nutzbar | Upgrade oder Ablösung bis Ende 2027 entscheiden |
| Data Act: keine Wechselentgelte | EU-Verordnung, Wechselregeln seit 12.09.2025 | ab 12.01.2027 | ✓ jetzt nutzbar | Exitrechte in neue Cloud-Verträge übernehmen |
Quellen wie unter Was passiert, dazu SAP Learning und Bundesnetzagentur. Stand 24.10.2026.
Was ändert sich für Bestandskunden
nach einer Übernahme?
Ein Eigentümerwechsel ändert selten sofort den Vertrag, aber oft Vertragspartner, Preise bei Verlängerungen und Produktfahrplan. Bei Domo ist Vertragspartner heute die Domo, LLC (früher Domo, Inc.) im Portfolio von Progress.
Ohne Vorsorge im Vertrag
- Verlängerung zu neuen Konditionen, die der neue Eigentümer festlegt
- keine Zusage, wie lange Ihre Betriebsform weiterentwickelt wird
- Datenmodelle und Berichte liegen in einem Format, das nur ein Werkzeug liest
Mit Vorsorge im Vertrag
- Obergrenze für Preiserhöhungen je Verlängerung, schriftlich fixiert
- Pflicht zur Ankündigung von Abkündigungen mit Mindestfrist
- Export von Daten, Modellen und Kennzahldefinitionen in gängigen Formaten
Quelle: Domo Datenschutzhinweis, Stand 24.10.2026. Hinweise zu Verträgen sind keine Rechtsberatung.
Was bedeutet das
für Sie?
Jede Rolle trägt einen anderen Teil des Risikos.
| Rolle | Was sich ändert | Was Sie jetzt tun |
|---|---|---|
| Geschäftsführung | Bindung an einen Hersteller, dessen Eigentümer und Strategie wechseln können | Exitfähigkeit als Auswahlkriterium festlegen, nicht nur Funktionsumfang |
| Controlling und Fachbereich | Kennzahlen, Berichte und Planungslogik hängen am Werkzeug | Kennzahldefinitionen außerhalb des Werkzeugs dokumentieren, Begriffe erklärt das BI Glossar |
| IT | Lizenzmodelle wechseln, etwa von P-SKU auf Fabric F-SKU | Laufzeiten, Kapazitäten und Exportwege je Werkzeug in einer Liste führen |
| Einkauf | Verlängerungen erfolgen zu den Konditionen des neuen Eigentümers | Preisdeckel, Kündigungsrecht und Change of Control in jede BI-Ausschreibung aufnehmen |
| Datenschutz und Betriebsrat | neuer Vertragspartner, neue Unterauftragnehmer, mögliche neue Rechenzentren | Auftragsverarbeitungsvertrag und Unterauftragnehmerliste nach dem Wechsel neu prüfen |
Grundlage: Art. 28 DSGVO und Data Act laut Bundesnetzagentur, Stand 24.10.2026. Keine Rechtsberatung.
Wie stark trifft es Sie
nach Unternehmensgröße?
Die Größe bestimmt Verhandlungsspielraum und Wechselkosten.
Kleine Unternehmen
Standardverträge, wenig Verhandlung
Sie kaufen meist zu Listenpreisen. Ihr Schutz ist eine kurze Bindung und ein sauberer Export.
- Jahresverträge statt mehrjähriger Bindung
- Export der Berichte und Daten vorab testen
Mittelstand
Verhandlung ab mittleren Volumen
Ab einigen Dutzend Lizenzen oder einer Kapazität verhandeln Sie Laufzeit und Preis. Der Preisdeckel lohnt hier am meisten.
- Obergrenze für Erhöhungen je Verlängerung
- Sonderkündigungsrecht bei Eigentümerwechsel
Große Unternehmen
Rahmenverträge, viele Abhängigkeiten
Rahmenverträge und mehrere Werkzeuge schaffen Abhängigkeiten. Bündelangebote nach einer Übernahme bringen Rabatt, aber neue Bindung.
- Change of Control im Rahmenvertrag
- Fahrplan je Betriebsform schriftlich
Zum Vergleich: 50 Lizenzen Power BI Pro kosten 7.260 € im Jahr bei 12,10 € je Nutzer und Monat (Microsoft, Stand 24.10.2026). Mehr zur Größe unter BI für Mittelstand und KMU.
Welche Vertragsklauseln schützen,
wenn Ihr BI-Anbieter übernommen wird?
Sechs Klauseln decken die typischen Folgen ab. Wie Sie sie durchsetzen, zeigt BI-Lizenzverhandlung.
Eigentümerwechsel anzeigen
Der Anbieter teilt einen Wechsel des Eigentümers oder die Übertragung des Vertrags schriftlich mit.
- Mitteilung innerhalb einer festen Frist
- Sonderkündigungsrecht für Sie
Abkündigung mit Vorlauf
Der Anbieter sichert Weiterentwicklung und Support Ihrer Betriebsform für die Laufzeit zu.
- Mindestfrist für Abkündigungen
- Support für Cloud und On-Premises getrennt
Erhöhungen begrenzen
insightsoftware kündigte für Cubeware 2025 einen Aufschlag von 4 % bei Verlängerungen an. Ein Deckel macht solche Schritte planbar.
- Obergrenze in Prozent je Verlängerung
- Preis für zusätzliche Lizenzen fixieren
Ausstieg vorab regeln
Der Data Act verlangt für Cloud-Dienste den Export in strukturierten, gängigen, maschinenlesbaren Formaten und mindestens 30 Tage Abrufzeit.
- Daten, Modelle, Kennzahldefinitionen
- Übergangszeitraum höchstens 30 Kalendertage
Ausstieg bei großen Änderungen
Ändern sich Produkt, Region oder Unterauftragnehmer wesentlich, können Sie außerordentlich kündigen.
- Kündigung bei Wechsel des Rechenzentrums
- Kündigung bei Wegfall zentraler Funktionen
Wechselentgelte entfallen
Ab dem 12.01.2027 dürfen Cloud-Anbieter keine Wechselentgelte mehr erheben (Art. 29 Abs. 1 Verordnung (EU) 2023/2854).
- Ankündigungsfrist höchstens zwei Monate
- bis 11.01.2027 nur unmittelbare Wechselkosten
Quellen: Bundesnetzagentur zum Data Act, insightsoftware Preisinformation Cubeware 2025, Stand 24.10.2026. Keine Rechtsberatung.
Klausel-Checkliste:
Prüffragen an Ihren BI-Anbieter.
Die Fragen gehören in die Angebotsanfrage oder in Ihr Lastenheft, etwa auf Basis der BI Lastenheft Vorlage. Lassen Sie jede Antwort mit Fundstelle im Vertrag belegen.
| Klausel | Prüffrage an den Anbieter | Nachweis | Priorität |
|---|---|---|---|
| Vertragspartner | Welche Gesellschaft ist Ihr Vertragspartner, und wem gehört sie? | Handelsregister, Vertragskopf | Muss |
| Change of Control | Wie und wann informieren Sie über einen Eigentümerwechsel? | Vertragsklausel mit Frist | Muss |
| Sonderkündigung | Dürfen wir bei Eigentümerwechsel oder Abkündigung außerordentlich kündigen? | Vertragsklausel | Muss |
| Produktfahrplan | Wie lange entwickeln und unterstützen Sie unsere Betriebsform? | Fahrplan, Wartungsrichtlinie | Muss |
| Preisdeckel | Um wie viel Prozent darf der Preis je Verlängerung steigen? | Preisanhang | Muss |
| Datenexport | In welchen Formaten exportieren Sie Daten, Modelle und Berichte? | Doku, Test im Pilot | Muss |
| Übergang | Wie lange sind Daten nach Kündigung abrufbar, und wie lange dauert der Wechsel? | Exitklausel nach Data Act | Muss |
| Wechselentgelte | Welche Entgelte fallen beim Wechsel bis zum 11.01.2027 an? | Preisblatt | Soll |
| Rechenzentrum | Bleibt die Region nach einem Eigentümerwechsel unverändert? | Auftragsverarbeitungsvertrag | Muss |
| Unterauftragnehmer | Wie kündigen Sie neue Unterauftragnehmer an? | Liste, Widerspruchsrecht | Soll |
Semikolon-getrennt für Excel. Spalten für die Antwort des Anbieters und Punkte von 0 bis 5 sind leer vorbereitet.
Grundlage für Exit und Wechselentgelte: Data Act laut Bundesnetzagentur, Stand 24.10.2026. Für den Vergleich mehrerer Angebote eignet sich die BI-Shortlist.
Was kostet ein Aufschlag
bei jeder Verlängerung?
Rechenbeispiel von Find-Your-BI. Annahmen: 50 Lizenzen Power BI Pro zu 12,10 € je Nutzer und Monat, also 7.260 € im ersten Jahr, jährliche Verlängerung über fünf Jahre. 4 % entsprechen dem Aufschlag, den insightsoftware 2025 für Cubeware-Verlängerungen angekündigt hat; 2 % sind eine Annahme. Microsoft hat keinen solchen Aufschlag angekündigt, das Beispiel zeigt nur die Wirkung.
| Szenario | Jahr 1 | Jahr 3 | Jahr 5 | Summe 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| FestpreisPreisgarantie über die Laufzeit | 7.260 € | 7.260 € | 7.260 € | 36.300 € |
| Deckel 2 %Obergrenze je Verlängerung | 7.260 € | 7.553 € | 7.858 € | 37.781 € |
| Aufschlag 4 %ohne Deckel im Vertrag | 7.260 € | 7.852 € | 8.493 € | 39.323 € |
Ohne MwSt., gerundet. Aufschlag gegen Festpreis: 3.023 € mehr in fünf Jahren. Quellen: Microsoft, insightsoftware, Stand 24.10.2026. Mehr unter Power BI Kosten und Tableau Preise.
Was sollten Sie tun,
wenn Ihr BI-Anbieter verkauft wird?
Fünf Schritte für laufende Verträge und neue Auswahl.
Bestand erfassen
Listen Sie alle BI-Werkzeuge mit Vertragspartner, Eigentümer, Laufzeit, Kündigungsfrist und Betriebsform. Markieren Sie Produkte aus der Tabelle oben.
Anbieter befragen
Senden Sie die Klausel-Checkliste an betroffene Anbieter und lassen Sie Fahrplan, Preispolitik und Vertragspartner schriftlich bestätigen.
Export testen
Exportieren Sie einen Bereich mit Daten, Modell und Berichten probeweise. Ein BI Proof of Concept mit einem zweiten Werkzeug zeigt den Aufwand.
Vertrag nachverhandeln
Nutzen Sie die nächste Verlängerung für Preisdeckel, Sonderkündigungsrecht und Exitklausel. Der Data Act liefert für Cloud-Dienste den Mindeststandard.
Alternativen vorhalten
Halten Sie eine kurze Liste möglicher Nachfolger bereit, etwa über BI auswählen oder die BI-Auswahlberatung.
Ausweichoptionen zu Microsoft zeigt Power BI Alternativen, zu SAP-Berichten Crystal Reports Alternativen. Zuletzt geprüft am 24.10.2026.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was bedeutet BI Marktkonsolidierung?
BI Marktkonsolidierung bezeichnet Übernahmen, Fusionen, Eingliederungen und Umbenennungen im Markt für Business-Intelligence-Software, also für Werkzeuge, die Unternehmensdaten in Berichten und Dashboards auswerten. Beispiele aus 2026 sind der Kauf von Domo durch Progress Software, die Eingliederung von Tableau in die Daten- und KI-Organisation von Salesforce und die Umbenennung von Looker Studio in Data Studio. Für Kunden ändern sich dadurch oft Vertragspartner, Preispolitik und Produktfahrplan. Deshalb gehören Klauseln zu Eigentümerwechsel, Preisgrenzen und Datenexport in jeden BI-Vertrag.
Was passiert mit Domo nach der Übernahme durch Progress?
Progress Software hat am 22.09.2026 nahezu alle Vermögenswerte des KI- und Datenplattformgeschäfts von Domo für 400 Mio. USD übernommen. Die Domo-Plattform wird Teil der Datenplattform-Angebote von Progress, laut Progress kommen über 2.400 Kundenunternehmen hinzu. Vertragspartner ist heute die Domo, LLC, die Domo-Seiten tragen den Hinweis auf das Progress-Portfolio. Bestandskunden sollten Vertragspartner, Produktfahrplan, Credit-Preise und Support schriftlich bestätigen lassen, bevor sie verlängern. Einen Vergleich mit anderen Werkzeugen bietet die Seite Power BI Alternativen.
Was ändert sich bei Tableau durch den Umbau bei Salesforce?
Salesforce hat laut TechTarget im Februar 2026 die eigenständige CEO-Rolle bei Tableau abgeschafft und Tableau in seine Daten- und KI-Organisation eingegliedert. Die Preise stehen inzwischen auf der Salesforce-Preisseite: Tableau Cloud ab 15 €, Tableau Next ab 40 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Prüfen Sie, wie lange Tableau Server weiterentwickelt wird und ob Angebote mit anderen Salesforce-Produkten gebündelt werden. Details zu Rollen und Preisen zeigt die Seite Tableau Preise.
Heißt Looker Studio jetzt Data Studio?
Ja, Google hat Looker Studio am 10.04.2026 wieder in Data Studio umbenannt. Die Editionen heißen Data Studio und Data Studio Pro. Bestehende Berichte, Datenquellen und Nutzer wechseln laut Google ohne Zutun. Looker bleibt die Enterprise-Plattform von Google Cloud mit zentralem semantischem Modell, Data Studio soll Looker eigenständig ergänzen. Für Verträge und interne Unterlagen heißt das: Beide Namen meinen dasselbe Berichtswerkzeug. Den Vergleich mit Microsoft zeigt die Seite Looker Studio oder Power BI.
Was bedeutet das Ende der Power BI Premium P-SKUs?
Microsoft verkauft keine neuen Power BI Premium Kapazitäten (P-SKUs) mehr, jedes bestehende Abonnement endet mit seiner Vertragslaufzeit. Danach laufen Arbeitsbereiche nur auf Microsoft Fabric F-SKUs weiter. Nach Ablauf gibt es eine Nachfrist von 30 Tagen, ab Tag 31 wird gedrosselt, ab Tag 91 weist die Kapazität alle Vorgänge zurück, die Daten bleiben gespeichert. Planen Sie den Umzug deshalb vor dem Verlängerungstermin. Die Kosten der Fabric-Kapazitäten und Lizenzen erklärt die Seite Power BI Kosten.
Welche Vertragsklauseln schützen bei einer Übernahme des BI-Anbieters?
Sechs Klauseln schützen Sie bei einer Übernahme des Anbieters: eine Change-of-Control-Klausel mit Mitteilungspflicht und Sonderkündigungsrecht, eine Zusage zum Produktfahrplan mit Mindestfrist für Abkündigungen, eine Preisgarantie mit Obergrenze je Verlängerung, eine Exitklausel mit Datenexport in gängigen Formaten, ein außerordentliches Kündigungsrecht bei wesentlichen Änderungen und die Wechselregeln des Data Act als Mindeststandard. Lassen Sie jede Zusage mit Fundstelle im Vertrag belegen. Wie Sie diese Punkte verhandeln, zeigt die Seite BI-Lizenzverhandlung. Dies ist keine Rechtsberatung.
Was regelt der Data Act beim Wechsel des BI-Anbieters?
Der Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854) gilt seit 12.09.2025 und regelt den Wechsel zwischen Cloud-Diensten. Der Anbieter hat nach Ihrer Mitteilung höchstens zwei Monate für die Vorbereitung, der Übergang dauert höchstens 30 Kalendertage, danach bleiben Ihre Daten mindestens 30 Kalendertage abrufbar. Ab dem 12.01.2027 dürfen keine Wechselentgelte mehr erhoben werden, bis dahin nur Kosten, die unmittelbar mit dem Wechsel zusammenhängen. Die Regeln betreffen vor allem Cloud-Dienste. Dies ist keine Rechtsberatung.
Darf ein BI-Anbieter nach einer Übernahme die Preise erhöhen?
Ja, ohne Preisgarantie im Vertrag darf der neue Eigentümer bei der nächsten Verlängerung neue Konditionen anbieten. Ein Beispiel ist Cubeware: insightsoftware, seit 2022 Eigentümer, kündigte für Verlängerungen 2025 einen Aufschlag von 4 % an, die Listenpreise für Neukäufe blieben gleich. Bei 7.260 € Jahresvolumen kostet ein jährlicher Aufschlag von 4 % in fünf Jahren 3.023 € mehr als ein Festpreis. Vereinbaren Sie deshalb eine Obergrenze je Verlängerung und eine Ankündigung von mindestens 60 Tagen.
Wie prüfe ich, ob mein BI-Anbieter stabil ist?
Die Stabilität eines BI-Anbieters prüfen Sie an Eigentümer, Vertragspartner, Produktfahrplan und Exportwegen. Fragen Sie, welche Gesellschaft den Vertrag schließt und wem sie gehört, etwa Finanzinvestor, Konzern oder börsennotiertes Unternehmen. Lassen Sie sich den Fahrplan für Ihre Betriebsform schriftlich geben und prüfen Sie, ob Wartungsfristen veröffentlicht sind, wie bei SAP BusinessObjects 4.3 mit Mainstream Maintenance bis Ende 2026. Testen Sie den Export im Pilot. Herstellergruppen mit Eigentümern vergleicht die Seite BI Anbieter.
Sollte ich ein BI-Tool meiden, das gerade übernommen wurde?
Nein, eine Übernahme allein ist kein Ausschlussgrund, sie verschiebt aber die Prüfpunkte. Ein Käufer kann mehr Mittel für Entwicklung und Support bringen, wie ThoughtSpot es 2023 beim Kauf von Mode Analytics für SQL, R und Python zugesagt hat. Er kann aber auch Preise, Fahrplan oder Vertragspartner ändern. Bewerten Sie übernommene Produkte mit denselben Kriterien wie alle anderen und ergänzen Sie Change of Control, Preisdeckel und Exitklausel. Die übrigen Kriterien zeigt die Seite BI auswählen.
Was bedeutet die Konsolidierung für Datenintegration und Datenstrecke?
Auch vor dem BI-Werkzeug, in der Datenstrecke, konsolidiert der Markt: Salesforce hat den Datenintegrationsanbieter Informatica am 18.11.2025 übernommen, Fivetran und dbt Labs haben ihre Fusion am 01.06.2026 abgeschlossen, Talend gehört seit 2023 zu Qlik. Wer Laden, Transformation und Berichte bei einem Konzern bündelt, gewinnt Integration, aber verliert Ausweichmöglichkeiten. Halten Sie Transformationen möglichst in offenen Formaten und dokumentieren Sie Kennzahlen außerhalb des Werkzeugs. Werkzeuge ohne Herstellerbindung zeigt die Seite Open Source BI Tools.
Was sollte ich jetzt tun, wenn mein BI-Anbieter verkauft wurde?
Nach einem Verkauf Ihres BI-Anbieters gehen Sie in fünf Schritten vor: Erfassen Sie Vertragspartner, Laufzeit und Kündigungsfrist. Fragen Sie den Anbieter schriftlich nach Fahrplan, Preispolitik und Support. Testen Sie den Export von Daten, Modellen und Berichten an einem Bereich. Nutzen Sie die nächste Verlängerung für Preisdeckel, Sonderkündigungsrecht und Exitklausel. Halten Sie eine kurze Liste möglicher Nachfolger bereit. Unterstützung bei Vergleich und Verhandlung bietet die BI-Auswahlberatung, ein kostenloses Erstgespräch ist möglich.
Ein BI-Werkzeug,
das Ihren Exit mitdenkt.
Find-Your-BI ist ein anbieterneutrales Angebot der Sectorlens GmbH, gegründet 2024 in Potsdam und beim BAFA registriert. Das BI Selection Portal ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Anforderungen sammeln, begründete Shortlist, Demos bewerten, Vertrag, alles nachvollziehbar dokumentiert. KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen.