BI Trends im Radar.
Acht Entwicklungen und ihre Folgen für Ihre Auswahl.
BI Trends sind Entwicklungen bei Business-Intelligence-Software (BI), die Auswahl, Lizenz und Vertrag verändern. Im Oktober 2026 prägen acht Trends den Markt, von KI-Assistenten über das Auslaufen von Power BI Premium bis zur Pflicht zur KI-Kompetenz. Allgemein verfügbar ist nicht alles, in Ihre Auswahl gehören alle acht.
- Für wen: Geschäftsführung, IT, Controlling, Einkauf, Datenschutz und Betriebsrat im Mittelstand in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
- Was die Seite zeigt: acht Trends mit Reifegrad-Ampel, 12 Werkzeuge im Auszug, die Frist für Power BI Desktop, Folgen je Rolle und Größe, Prüffragen als CSV.
- Zahl: Generative KI liegt im BARC Trend Monitor 2026 auf Rang 13 von 20, Datenqualitätsmanagement auf Rang 1 (BARC, 1.579 Befragte, November 2025).
- Weiter: Vertiefung unter KI-Agenten in BI, Copilot Power BI Datenschutz und BI Marktkonsolidierung.
Viele Ankündigungen, wenig Klarheit.
Erst einordnen, dann kaufen.
Ein Trend-Radar ordnet Herstellernachrichten nach Reifegrad und Folge für Auswahl und Vertrag. So trennen Sie, was heute zählt, von dem, was erst angekündigt ist.
Ohne Trend-Radar
- Niemand weiß, welche KI-Funktion schon allgemein verfügbar ist.
- Das Ende von Power BI Premium fällt erst bei der Vertragsverlängerung auf.
- Fristen wie die für alte Power BI Desktop Versionen führen zu Fehlermeldungen.
Mit Trend-Radar
- Jeder Trend hat einen Status laut Hersteller mit Datum und eine Ampel.
- IT und Datenschutz entscheiden bewusst über Standardeinstellungen.
- Der Einkauf verhandelt Klauseln zu Eigentümerwechsel, Verbrauch und Ausstieg rechtzeitig.
Im BARC Trend Monitor 2026 liegen Datenqualitätsmanagement sowie Datensicherheit und Datenschutz mit je 7,9 von 10 Punkten vorn, Data & AI Governance folgt auf Rang 4 (6,9). Quelle: BARC, 1.579 Befragte, 12.11.2025.
Welche BI Trends zählen
für Ihre Softwareauswahl?
Jetzt nutzbar: allgemein verfügbar oder bereits geltendes Recht. Im Pilot prüfen: verfügbar, aber mit offenen Fragen zu Kosten, Rechten oder Qualität. Beobachten: angekündigt oder im Umbau.
| Trend | Reifegrad | Status laut Hersteller | Mehr dazu |
|---|---|---|---|
| T1 KI-Assistenten und agentische Analytics in BI | ≈ im Pilot prüfen | Fabric IQ, die Schicht für Datenantworten in Microsoft Fabric, im Copilot Chat allgemein verfügbar und standardmäßig an (23.09.2026) | KI-Agenten in BI, Copilot Power BI Datenschutz |
| T2 Power BI Premium läuft aus, Fabric-Kapazitäten werden Standard | ✓ jetzt nutzbar | Keine neuen P-SKUs, jede endet mit der Vertragslaufzeit; Fabric zero-provisioned angekündigt | Power BI Kosten |
| T3 Semantische Schicht als Grundlage für KI | ✓ jetzt nutzbar | Grundlage von Fabric IQ, Tableau Semantics und Preset Chatbot | BI Lastenheft Vorlage |
| T4 Datenqualität und Governance zuerst | ✓ jetzt nutzbar | Bei Anwendern Datenqualitätsmanagement Rang 1, Datensicherheit Rang 2, je 7,9 von 10 Punkten (BARC, 12.11.2025) | BI einführen |
| T5 Marktkonsolidierung | beobachten | Domo seit 22.09.2026 bei Progress; Wechselentgelte nach Data Act entfallen ab 12.01.2027 | BI Marktkonsolidierung |
| T6 Open Source BI und offene KI-Schnittstellen | ≈ im Pilot prüfen | MCP (Model Context Protocol, offener Standard für KI-Werkzeuge) bei Preset, Metabase, Qlik und Power BI | Open Source BI Tools |
| T7 KI-Verordnung Artikel 4: KI-Kompetenz im BI-Alltag | ✓ jetzt nutzbar | Gilt seit 02.02.2025, Aufsicht ab 02.08.2026 (EU-Kommission) | BI Glossar |
| T8 EU-Hosting und digitale Souveränität | ✓ jetzt nutzbar | Fabric komplett in Germany West Central und Switzerland North | Cloud BI oder On-Premises |
Quellen: Microsoft Learn, Fabric IQ, Microsoft Learn, Premium-Migration, Microsoft Azure Blog, Salesforce, Preset, Domo, TechTarget, EU-Kommission zum Data Act, EU-Kommission zu KI-Kompetenz, Microsoft Learn, Regionen, BARC, abgerufen am 24.10.2026.
Welche BI-Werkzeuge bringen
die Trends heute mit?
Der Auszug zeigt 12 Werkzeuge mit Bezug zum DACH-Raum, alphabetisch und ohne Wertung, von großen Plattformen über Self-Service und Planung bis Open Source. Maßgeblich ist der Status laut Hersteller. Weitere Werkzeuge führt der BI-Software-Katalog, Hersteller nach Typ zeigt BI Anbieter.
| Anbieter | Typ | Preis ab | KI-Funktion laut Hersteller | Status laut Hersteller | Trends | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Apache SupersetApache Software Foundation, Preset als Dienst | Open Source | frei, Preset Professional 20 USD je Nutzer und Monat | MCP-Server, Preset MCP | Superset: Doku der nächsten Version; Preset MCP laut Produktseite | T6 | Zum Profil → |
| BoardBoard International SA | Planung mit BI | auf Anfrage | Board Agents, zuerst FP&A und Controller | Global verfügbar ab 31.03.2026 (Pressemitteilung) | T1 | Zum Profil → |
| DomoTeil von Progress Software | Plattform | auf Anfrage, nach Credits | Agent Catalyst für eigene KI-Agenten | Auf der Produktseite beworben, Status in der Demo prüfen | T1, T5 | Zum Profil → |
| Google Data Studio und LookerGoogle | Plattform | Data Studio kostenlos | BigQuery-Agenten in Data Studio, Gemini in Looker | Laut Produktseite nutzbar; Name Data Studio seit 10.04.2026 | T1, T5, T8 | Zum Profil → |
| IBM Cognos AnalyticsIBM | Plattform | ab 10,60 USD je Nutzer und Monat | Agentische KI auf zertifizierten Datenmodellen | Auf der Produktseite beworben, Umfang je Edition prüfen | T1, T3 | Zum Profil → |
| MetabaseMetabase | Open Source | Open Source frei | KI-Fragen mit frei wählbarem Sprachmodell, MCP-Server | Laut Preisseite in Open Source und Starter enthalten | T3, T6 | Zum Profil → |
| Microsoft Power BIMicrosoft | Plattform | Pro 12,10 € je Nutzer und Monat | Copilot in Power BI, Fabric IQ im Copilot Chat, Authoring MCP Server | Fabric IQ allgemein verfügbar; MCP lokal allgemein verfügbar; Copilot ab F2; keine neuen P-SKUs | T1, T2, T3, T6, T8 | Zum Profil → |
| Qlik Cloud AnalyticsQlik | Self-Service | ab 300 USD je Monat (10 Nutzer) | Qlik Answers mit Agenten, MCP-Server | Laut Preisseite ab Starter enthalten | T1, T6 | Zum Profil → |
| SAP Analytics CloudSAP SE | ERP-nahe BI | auf Anfrage | Agentenbasierte Analysen, Joule Agents | Auf der Produktseite beworben, Status in der Demo prüfen | T1, T3 | Zum Profil → |
| TableauSalesforce | Self-Service | Tableau Next ab 40 € je Benutzer und Monat | Tableau Agent und Tableau Semantics | Laut Preisseite in Tableau Next enthalten | T1, T3, T5 | Zum Profil → |
| ThoughtSpotThoughtSpot | Self-Service | ab 25 USD je Nutzer und Monat | Spotter als KI-Analyst | Laut Preisseite keine Berechnung von LLM-Token (Large Language Model) | T1, T3 | Zum Profil → |
| Zoho AnalyticsZoho Corporation, Rechenzentren Amsterdam und Dublin | Cloud-BI | kostenlos für 2 Benutzer | Ask Zia als KI-Assistentin | Auf der Produktseite beworben | T1, T8 | Zum Profil → |
Auszug ohne Rangfolge. Herstellerangaben vom 24.10.2026, die Quelle ist im Namen jeder Zeile verlinkt, Zoho-Rechenzentren laut Zoho. Preise ohne Mehrwertsteuer, nicht umgerechnet. Direkter Vergleich im BI Software Vergleich.
Wie weit ist jeder Trend
und was folgt daraus?
Je Trend: Stand in zwei Sätzen, Reifegrad und Folge für Auswahl und Einkauf.
KI-Assistenten und agentische Analytics
Assistenten beantworten Fragen, Agenten führen mehrstufige Aufgaben aus. Fabric IQ liefert Power-BI-Daten im Copilot Chat, Copilot in Power BI braucht eine Kapazität ab F2; Anwender bewerten generative KI mit Rang 13 (5,5 Punkte), agentische KI mit Rang 19 (4,5).
- Folge: Agenten auf geprüftem Modell pilotieren, Admin-Einstellungen bewusst setzen. Mehr unter KI-Agenten in BI und Copilot Power BI Datenschutz.
Power BI Premium läuft aus, Fabric-Kapazitäten werden Standard
Microsoft verkauft keine neuen Premium-Kapazitäten (P-SKUs), jede endet mit ihrer Vertragslaufzeit; ab Tag 91 danach lehnt der Dienst alle Vorgänge ab. Fabric-Kapazitäten (F-SKUs) ersetzen sie, Abrechnung nach Verbrauch ist angekündigt, Surge Protection dämpft Lastspitzen.
- Folge: F-SKU vor dem Kündigen kaufen, Arbeitsbereiche umziehen. Rechnung unter Power BI Kosten.
Semantische Schicht als Grundlage für KI
Die semantische Schicht legt Kennzahlen, Beziehungen und Rechte zentral fest, damit alle Werkzeuge dieselbe Zahl liefern. Fabric IQ, Tableau Semantics und der Preset Chatbot bauen darauf auf.
- Folge: zentrale, versionierte Kennzahlen als Kriterium in die BI Lastenheft Vorlage aufnehmen.
Datenqualität und Governance zuerst
Im BARC Trend Monitor 2026 liegen Datenqualitätsmanagement auf Rang 1 und Datensicherheit auf Rang 2, beide mit 7,9 von 10 Punkten. Assistenten verstärken schlechte Daten, statt sie zu korrigieren.
- Folge: Datenverantwortliche und Prüfregeln vor jedem KI-Pilot festlegen, siehe BI einführen.
Marktkonsolidierung
Domo gehört seit 22.09.2026 zu Progress Software, Tableau seit Februar 2026 zur Daten- und KI-Organisation von Salesforce, Looker Studio heißt seit 10.04.2026 Data Studio. Der Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854) schafft ab 12.01.2027 Wechselentgelte ab.
- Folge: Klauseln zu Eigentümerwechsel und Export, siehe BI-Lizenzverhandlung und BI Marktkonsolidierung.
Open Source BI und offene KI-Schnittstellen
Über MCP verbinden sich KI-Assistenten mit BI-Werkzeugen. Metabase enthält den MCP-Server in der kostenlosen Open-Source-Edition, Preset bietet Preset MCP, für Apache Superset beschreibt die Doku der nächsten Version einen MCP-Server.
- Folge: Rechte und Protokoll je Schnittstelle prüfen, Vergleich unter Open Source BI Tools.
KI-Verordnung Artikel 4: KI-Kompetenz im BI-Alltag
Art. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt seit 02.02.2025 Maßnahmen zur KI-Kompetenz der Beschäftigten, beaufsichtigt seit 02.08.2026. Ein bestimmtes Niveau oder Zertifikat ist nicht vorgeschrieben.
- Folge: Nutzer von Copilot, Spotter oder Qlik Answers zu Grenzen der Antworten schulen und das intern dokumentieren.
EU-Hosting und digitale Souveränität
Microsoft betreibt Fabric komplett in Germany West Central und Switzerland North und speichert Kundendaten in der EU Data Boundary. Datenantworten von Fabric IQ laufen über Azure OpenAI in den USA oder der EU.
- Folge: Region, Unterauftragsverarbeiter und KI-Verarbeitungsort vertraglich festhalten, siehe Cloud BI oder On-Premises.
Quellen: Microsoft Learn, Premium-Migration, Microsoft Learn, Copilot, Surge Protection, EU Data Boundary, Google zu Data Studio, Metabase, Superset, EU-Kommission zu KI-Kompetenz, Stand 24.10.2026.
Frist: Power BI Desktop und
OneDrive/SharePoint.
Seit Oktober 2026 können Versionen von Power BI Desktop vom März 2026 oder älter nicht mehr nach OneDrive oder SharePoint speichern und von dort teilen. Microsoft verlangt ein Update auf die neueste Version. Lizenzkosten entstehen nicht, wohl aber Aufwand.
Alte Versionen verlieren Speichern und Teilen
- Versionen vom März 2026 oder älter.
- Speichern und Teilen über OneDrive und SharePoint.
- Private OneDrive-Konten unterstützt die Funktion nicht.
Teams mit fest paketierten Rechnern
- Rechner mit fest verteilter Desktop-Version.
- Externe Berater mit eigenem Gerät.
- Teams, die bewusst eine ältere Version halten.
Was die IT jetzt tut
- Installierte Versionen erfassen und aktualisieren.
- Store-Version mit automatischen Updates nutzen oder Paket monatlich erneuern.
- Ausnahmen mit Enddatum dokumentieren.
Was Berichtsersteller tun
- Versionsstand in Power BI Desktop prüfen.
- Gemeinsame Dateien in einer SharePoint-Bibliothek ablegen.
- Bei Fehlermeldung zuerst aktualisieren.
Microsoft veröffentlicht Power BI Desktop monatlich und unterstützt nur die neueste Version. Quellen: Microsoft Learn, OneDrive und SharePoint, Microsoft Learn, Power BI Desktop beziehen, Stand 24.10.2026. Lizenzfolgen unter Power BI Kosten.
Was bedeutet das für Sie?
Je Rolle: Trends mit Vorrang, eine Frage für die nächsten drei Monate, der nächste Schritt.
| Rolle | Trends mit Vorrang | Frage für die nächsten drei Monate | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| Geschäftsführung | T2, T5, T8 | Endet ein Premium-Vertrag, oder ändert sich der Eigentümer eines Anbieters? | Laufzeiten aller BI-Verträge zusammenführen, Prüfung vor der Verlängerung freigeben. |
| Controlling und Fachbereich | T1, T3, T4 | Liefern Copilot, Agenten und Berichte dieselbe Zahl für dieselbe Kennzahl? | Fünf Kernkennzahlen in Assistent und Bericht vergleichen. |
| IT | T1, T2, T6 und die Frist | Welche KI-Funktionen sind standardmäßig an, welche Desktop-Versionen laufen? | Admin-Einstellungen prüfen, Desktop aktualisieren, Umzug auf Fabric-Kapazität planen. |
| Einkauf | T2, T5, T8 | Welche Preise sind fest, welche hängen am Verbrauch? | Klauseln zu Eigentümerwechsel, Obergrenzen und Export verhandeln, siehe BI-Lizenzverhandlung. |
| Datenschutz und Betriebsrat | T1, T7, T8 | Wo verarbeitet ein Assistent Daten, und lassen sich Auswertungen über Beschäftigte ableiten? | KI-Schulungen dokumentieren. Bei Einrichtungen zur Verhaltens- oder Leistungskontrolle bestimmt der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mit, siehe Copilot Power BI Datenschutz. |
Keine Rechtsberatung. Quellen: § 87 BetrVG, EU-Kommission zu KI-Kompetenz, Microsoft Learn, Power BI Daten in Microsoft Copilot, Stand 24.10.2026.
Was bei Ihrer Größe zählt.
Drei Profile.
Die Größe bestimmt, welche Trends sofort Aufwand machen.
Einfach halten
Für kleine Teams zählen Frist, KI-Kompetenz und ein klarer Ausstieg mehr als Agenten.
- Desktop-Frist und Copilot-Einstellung zuerst.
- KI-Schulung kurz dokumentieren (T7).
- Agenten beobachten.
Fundament vor KI
Das semantische Modell entscheidet, ob Assistenten verlässliche Zahlen liefern. Ein Pilot mit klaren Kennzahlen lohnt.
- T4 und T3 vor T1: Daten und Kennzahlen zuerst.
- Einen Agenten im Pilot testen.
- Kapazität mit Obergrenze planen (T2).
Steuern und verhandeln
Übernahmen, Plattformbündel und Mitbestimmung wirken hier am stärksten. Das Radar gehört in die Vertragssteuerung.
- P-SKU-Ende und Fabric-Umzug planen (T2).
- Klauseln zu Eigentümerwechsel (T5).
- Betriebsrat früh einbinden (T1, T7).
Einstieg für kleine Teams etwa mit Power BI Pro für 12,10 € je Nutzer und Monat (Microsoft) oder dem kostenlosen Data Studio (Google), Stand 24.10.2026. Shortlists je Größe zeigt BI-Shortlist.
Zehn Prüffragen
zu den BI Trends.
Stellen Sie diese Fragen in jeder Demo und lassen Sie die Antworten schriftlich bestätigen. Weitere Fragen für ein formales Verfahren bietet die BI-Ausschreibung.
| Trend | Frage an den Anbieter | Nachweis |
|---|---|---|
| T1 | Welche KI-Funktionen sind standardmäßig aktiv, und wo schaltet ein Admin sie ab? | Einstellung live zeigen |
| T1 | Welche Aktionen darf ein KI-Agent ausführen, und wo wird jede Aktion protokolliert? | Protokoll einer Testaktion |
| T2 | Welche Kapazität brauchen wir nach dem Ende von Premium, und wie wird Verbrauch begrenzt? | Größenrechnung und Verbrauchsbericht |
| T3 | Wie werden Kennzahlen zentral definiert, versioniert und für Assistenten freigegeben? | Gleiche Zahl in Bericht und Assistent |
| T4 | Welche Werkzeuge für Datenqualität, Herkunft und Rechte sind enthalten? | Prüfregel an Beispieldaten |
| T5 | Was gilt bei einem Eigentümerwechsel für Preis, Laufzeit und Kündigung? | Vertragsklausel |
| T5 | In welchen Formaten exportieren Sie Daten, Modelle und Berichte? | Exportlauf |
| T6 | Gibt es einen MCP-Server oder eine offene API für KI-Assistenten, und mit welchen Rechten? | Dokumentation mit Status |
| T7 | Welche Schulungsunterlagen zu Ihren KI-Funktionen stellen Sie bereit? | Unterlagen und Grenzen der Funktion |
| T8 | In welcher Region verarbeiten Sie Daten und KI-Anfragen, und welche Ausnahmen gibt es? | Vertragsanlage oder Trust Center |
Spalten: Trend, Frage, Nachweis, Antwort Anbieter, Punkte 0 bis 5, mit Semikolon für Excel.
Grundlage sind die Herstellerangaben im Trend-Radar, Stand 24.10.2026, und der Data Act laut EU-Kommission. Wie Sie Antworten in einer Demo prüfen, zeigt BI Proof of Concept.
Sechs Fehler im Umgang
mit BI Trends.
Alle sechs lassen sich mit Radar und Prüffragen vermeiden.
Ankündigung mit Verfügbarkeit verwechseln
Viele KI-Funktionen sind Vorschau oder nur angekündigt. Fragen Sie nach Status und Datum laut Dokumentation.
Wegen eines Assistenten das Werkzeug wechseln
Generative KI liegt bei Anwendern auf Rang 13, Datenqualität auf Rang 1. Siehe Power BI Alternativen.
Standardeinstellungen übersehen
Datenantworten aus Power BI im Copilot Chat sind standardmäßig aktiviert. Wer nicht entscheidet, hat trotzdem entschieden.
P-SKU kündigen, bevor die F-SKU läuft
Microsoft rät ausdrücklich davon ab: Erst Fabric-Kapazität kaufen, Arbeitsbereiche umziehen und testen, dann die Premium-Kapazität kündigen.
Eigentümerwechsel ignorieren
Nach einer Übernahme ändern sich Vertragspartner, Fahrplan und manchmal Preise.
KI freischalten, ohne zu schulen
Art. 4 KI-Verordnung verlangt Maßnahmen zur KI-Kompetenz. Eine kurze, intern dokumentierte Schulung zu Grenzen der Antworten genügt oft als Anfang.
Quellen: BARC Trend Monitor 2026, Microsoft Learn, Fabric IQ, Microsoft Learn, Premium-Migration, EU-Kommission zu KI-Kompetenz, Stand 24.10.2026.
Wie oft sollten Sie
BI Trends prüfen?
Alle drei Monate genügt für den Überblick. Große Herstellernachrichten, etwa eine Übernahme, eine neue Lizenzregel oder eine standardmäßig aktivierte KI-Funktion, bewerten Sie innerhalb einer Woche.
Verantwortung festlegen
Eine Person aus IT oder Controlling führt das Radar mit Status, Datum und Quelle je Trend.
Alle drei Monate prüfen
Status und Ampel mit Dokumentation, Preisseiten und Pressemitteilungen der Anbieter abgleichen.
Große Nachrichten in einer Woche bewerten
Übernahmen, neue Lizenzregeln und standardmäßig aktivierte Funktionen sofort bewerten.
Folgen in Auswahl und Vertrag übertragen
Neue Anforderungen wandern ins Lastenheft und in die Prüffragen, siehe BI auswählen und BI-Shortlist.
Vor jeder Verlängerung neu bewerten
Sechs Monate vor Vertragsende Radar, Kosten und Alternativen gemeinsam prüfen. Unterstützung bietet die BI-Auswahlberatung, netzweit auch Softwareauswahl und Vendor-Management.
Zuletzt geprüft am 24.10.2026. Grundlage sind Dokumentation, Preisseiten und Pressemitteilungen von Microsoft, Salesforce, Qlik, ThoughtSpot, Google, Domo, SAP, IBM, Board, Metabase, Apache Superset und Zoho sowie der BARC Trend Monitor 2026.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Welche BI Trends sind im Herbst 2026 am wichtigsten?
Acht Trends prägen BI-Software im Herbst 2026: KI-Assistenten und agentische Analytics, das Auslaufen von Power BI Premium zugunsten von Fabric-Kapazitäten, die semantische Schicht, Datenqualität und Governance, Marktkonsolidierung, Open Source mit offenen KI-Schnittstellen, KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-Verordnung sowie EU-Hosting. Sofort handeln sollten Sie im Mittelstand bei Premium-Verträgen, Copilot-Einstellungen, Datenqualität und Schulungen. KI-Agenten und MCP-Schnittstellen gehören in einen Pilot, Übernahmen beobachten Sie und sichern sich mit Klauseln zu Eigentümerwechsel und Export vertraglich ab.
Greift Microsoft 365 Copilot auf Power-BI-Daten zu?
Ja, Microsoft 365 Copilot Chat beantwortet über Fabric IQ Fragen mit Daten aus Power-BI-Berichten und semantischen Modellen. Die Funktion ist allgemein verfügbar und standardmäßig aktiviert. Nötig sind eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz und lizenzierter Zugriff auf die Inhalte, Zeilen- und Objektrechte gelten weiter. Admins steuern den Zugriff im Microsoft 365 Admin Center unter der Einstellung für Fabric-Daten in Microsoft Copilot: für keine Nutzer, alle Nutzer oder bestimmte Gruppen. Details stehen unter Copilot Power BI Datenschutz.
Läuft Power BI Premium aus?
Ja, Microsoft verkauft keine neuen Power BI Premium Kapazitäten (P-SKUs) mehr, und jede bestehende läuft zum Ende ihrer Vertragslaufzeit aus. Verlängern lassen sich P-SKUs über Enterprise Agreements oder Microsoft Cloud Agreements nicht mehr. Nach dem Ende bleiben Inhalte 30 Tage zugänglich, ab Tag 31 wird gedrosselt, ab Tag 91 lehnt der Dienst alle Vorgänge ab. Die Migration auf eine Fabric-Kapazität ist nicht automatisch. Kaufen Sie zuerst die F-SKU, ziehen Sie Arbeitsbereiche um und kündigen Sie erst dann. Kosten zeigt Power BI Kosten.
Was gilt seit Oktober 2026 für Power BI Desktop?
Seit Oktober 2026 können Versionen von Power BI Desktop vom März 2026 oder älter nicht mehr nach OneDrive oder SharePoint speichern und von dort teilen. Microsoft verlangt ein Update auf die neueste Version und unterstützt ohnehin nur die aktuelle Ausgabe, die monatlich erscheint. Die Version aus dem Microsoft Store aktualisiert sich automatisch. Prüfen Sie fest paketierte Rechner, Geräte externer Berater und Teams, die bewusst eine ältere Version halten. Lizenzkosten entstehen dadurch nicht, wohl aber Aufwand in der Softwareverteilung.
Lohnt es sich, wegen KI das BI-Werkzeug zu wechseln?
Ein Wechsel nur wegen eines KI-Assistenten lohnt selten, weil fast alle Hersteller ähnliche Funktionen anbieten oder ankündigen. Anwender sehen das ähnlich: Im BARC Trend Monitor 2026 liegt generative KI auf Rang 13 von 20, Datenqualitätsmanagement auf Rang 1. Entscheidend bleiben semantisches Modell, Datenanbindung, Kosten und Betrieb. Prüfen Sie vor einem Wechsel, ob Ihr heutiges Werkzeug vergleichbare Funktionen bereits enthält oder per Kapazität freischaltet. Optionen zeigt die Seite Power BI Alternativen.
Was bedeutet die Übernahme von Domo durch Progress für Kunden?
Progress Software hat am 22.09.2026 im Wesentlichen alle Vermögenswerte des KI- und Datenplattformgeschäfts von Domo übernommen, Domo ist damit Teil des Progress-Portfolios. Für Kunden kann sich der Vertragspartner ändern, und Produktfahrplan sowie Preise liegen künftig bei Progress. Prüfen Sie, wer in Ihrem Vertrag steht, welche Laufzeit und Kündigungsrechte gelten und ob es eine Preisgarantie gibt. Lassen Sie sich den Produktfahrplan für die nächsten zwei Jahre schriftlich bestätigen. Mehr dazu unter BI Marktkonsolidierung.
Was ändert der Data Act beim Wechsel des BI-Anbieters?
Der Data Act, die Verordnung (EU) 2023/2854, gilt seit 12.09.2025 und verpflichtet Anbieter von Cloud-Diensten, Hürden beim Wechsel abzubauen. Ab 12.01.2027 dürfen sie keine Wechselentgelte mehr berechnen, auch keine Gebühren für den Datenabfluss. Bis dahin sind Kosten für den Wechsel noch zulässig. Für die BI-Auswahl heißt das: Lassen Sie Exportformate für Daten, Modelle und Berichte zeigen und regeln Sie Ausstieg und Fristen im Vertrag. Hinweise zur Betriebsform gibt Cloud BI oder On-Premises.
Was ist eine semantische Schicht, und warum braucht KI sie?
Eine semantische Schicht legt Kennzahlen, Beziehungen, Hierarchien und Rechte einmal zentral fest. Berichte, Assistenten und KI-Agenten greifen darauf zu und liefern so dieselbe Zahl für dieselbe Kennzahl. Microsoft nutzt semantische Modelle als Grundlage für Fabric IQ, Salesforce bietet Tableau Semantics in Tableau Next, Preset stützt seinen Chatbot darauf. Ohne gepflegte Schicht erfinden Assistenten eigene Rechenwege, und Zahlen weichen voneinander ab. Nehmen Sie sie deshalb als Kriterium in die BI Lastenheft Vorlage auf.
Was verlangt Artikel 4 der KI-Verordnung von BI-Anwendern?
Art. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 verpflichtet Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten zu ergreifen. Das gilt seit 02.02.2025, nationale Behörden beaufsichtigen es seit 02.08.2026. Nach dem Digital Omnibus ist kein bestimmtes Niveau vorgeschrieben, ein Zertifikat braucht es laut EU-Kommission nicht, eine interne Dokumentation der Schulungen genügt. Für BI heißt das: Wer Copilot, Spotter oder Qlik Answers nutzt, sollte wissen, woher Antworten stammen und wo ihre Grenzen liegen. Keine Rechtsberatung.
Wo lassen sich BI-Daten in der EU hosten?
Die meisten großen BI-Anbieter bieten Rechenzentren in der EU oder der Schweiz an. Microsoft betreibt Fabric mit allen Workloads in Germany West Central und Switzerland North und speichert Kundendaten im Rahmen der EU Data Boundary in EU und EFTA. Looker bietet unter anderem Frankfurt und Zürich, Zoho Amsterdam und Dublin. Prüfen Sie zusätzlich, wo KI-Funktionen rechnen: Datenantworten von Fabric IQ laufen über Azure OpenAI in den USA oder der EU. Mehr unter Cloud BI oder On-Premises.
Wie oft sollte ein Unternehmen BI Trends prüfen?
Alle drei Monate reicht für den Überblick über BI Trends. Große Herstellernachrichten wie eine Übernahme, eine neue Lizenzstufe oder eine standardmäßig aktivierte KI-Funktion sollten Sie innerhalb einer Woche bewerten. Eine Person aus IT oder Controlling führt das Radar und hält Status, Datum und Quelle fest, Einkauf und Datenschutz liefern zu. Spätestens sechs Monate vor einer Vertragsverlängerung prüfen Sie Radar, Kosten und Alternativen gemeinsam. Wie Sie daraus eine begründete Auswahl ableiten, zeigt BI auswählen.
Wie unterstützt Find-Your-BI bei der Einordnung von BI Trends?
Find-Your-BI ist ein anbieterneutrales Angebot der Sectorlens GmbH, gegründet 2024 in Potsdam und beim BAFA registriert. Das BI Selection Portal ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Sie sammeln Anforderungen, bilden eine begründete Shortlist, bewerten Demos und bereiten den Vertrag vor, alles nachvollziehbar dokumentiert. KI-Funktionen laufen dort mit eigenen, lokal betriebenen Modellen. Das kostenlose BI-Matching auf der Startseite liefert einen ersten Überblick, ein kostenloses Erstgespräch klärt die Ausgangslage. Mehr unter BI-Auswahlberatung.
BI Trends einordnen,
das passende Werkzeug wählen.
Im BI Selection Portal sammeln Sie Anforderungen, bilden eine begründete Shortlist, bewerten Demos und bereiten den Vertrag vor, alles nachvollziehbar dokumentiert. KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen.