BI für Dienstleister und Beratungen.
BI für Dienstleister verbindet Projekte, Zeiterfassung, Vertrieb und Buchhaltung zu einer Sicht auf Auslastung, Marge und Pipeline. Entscheidend sind Kennzahlen wie Auslastung, Projektmarge und abrechenbare Stunden. Prüfen Sie, ob das Werkzeug Zeiterfassung und Buchhaltung ohne Handexport zusammenführt.
- Für wen: Dienstleister in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
- Im Überblick: acht Kennzahlen mit Formeln, die typischen Datenquellen und die Steuerung nach Vertragsart.
- Vergleich und Vorgehen: sechs Werkzeuge im Vergleich, Rechtsfragen rund um Zeitdaten, Kosten und Vorgehen.
- Stand: Oktober 2026.
Warum bei Dienstleistern die Stunde zählt.
Dienstleister verkaufen Zeit und Wissen statt Ware. Die wichtigste Steuerungsgröße ist deshalb nicht der Bestand, sondern die fakturierbare Stunde.
Dienstleister-BI in einem Satz
Dienstleister-BI bezeichnet die Auswertung von Projekt-, Zeit-, Vertriebs-, Buchhaltungs- und Personaldaten in einem gemeinsamen Datenmodell mit einheitlich definierten Kennzahlen, damit projektgetriebene Unternehmen Auslastung, Marge, Pipeline und Kapazität auf derselben Grundlage steuern.
Beratungen, Agenturen, IT-Dienstleister, Ingenieurbüros und Kanzleien leben von Auslastung (dem Anteil fakturierbarer Stunden an der verfügbaren Zeit) und erzielten Stundensätzen. Die Daten dazu liegen nicht in einem ERP mit Lager und Produktion, sondern verteilt in Projektmanagement, Zeiterfassung, CRM und Buchhaltung. Jedes System kennt nur einen Ausschnitt. Erst eine BI-Schicht zeigt, welches Projekt wirklich Geld verdient und wo in drei Monaten Leerlauf droht.
Statt Ausschussquoten oder Lagerumschlag stehen fakturierbare Stunden, Realization Rate und Pipeline-Abdeckung im Mittelpunkt. Wer Dienstleister-BI wie eine verkleinerte Industrielösung aufbaut, bekommt Dashboards, die an der eigentlichen Steuerungsgröße vorbeigehen. Für kleinere Häuser lohnt zusätzlich ein Blick auf die Seite BI für Mittelstand und KMU.
Marktlage: Wachstum flacht ab, Auslastung sinkt
Der deutsche Beratungsmarkt erreichte laut Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU), zitiert in der Lünendonk-Liste vom 1. Juli 2026, im Jahr 2025 ein Volumen von 49,0 Milliarden Euro nach 48,7 Milliarden im Vorjahr. Für 2026 erwartet der BDU ein Plus von 4,5 Prozent. Die 20 größten deutschen Managementberatungen wuchsen 2025 um 4,1 Prozent, im Vorjahr waren es noch 7,5 Prozent.
Gleichzeitig sinkt die Auslastung. Der Professional Services Maturity Benchmark 2025 von SPI Research weist eine durchschnittliche fakturierbare Auslastung von 68,9 Prozent aus. Frühere SPI-Analysen sehen die höchste Profitabilität bei 70 bis 80 Prozent. Wenn Wachstum knapper wird, entscheidet die genaue Steuerung von Auslastung und Marge über das Ergebnis.
Quellen: Lünendonk-Liste Managementberatung 2026, Pressemitteilung, SPI Research zur fakturierbaren Auslastung. Die SPI-Werte beruhen auf einer internationalen Stichprobe.
Acht Kennzahlen, die Dienstleister-BI liefern muss.
Die ersten vier Kennzahlen steuern Auslastung und Marge, die zweiten vier Pipeline, Kapazität und Liquidität. Die Formeln folgen im nächsten Abschnitt.
Fakturierbare Auslastung
Fakturierbare Stunden im Verhältnis zur verfügbaren Zeit, je Person, Team und Standort. Die zentrale Steuerungsgröße, deren Bezugsgröße einheitlich festgelegt sein muss.
Realization Rate
Anteil der geleisteten Stunden, der am Ende tatsächlich abgerechnet wird. Zeigt Rabatte, Nacharbeit und nicht abrechenbare Zusatzleistungen.
Projektmarge
Projekterlös minus direkte Kosten im Verhältnis zum Erlös. Macht sichtbar, welche Projekte, Kunden und Leistungsarten Geld verdienen.
Effektiver Stundensatz
Abgerechneter Umsatz geteilt durch alle geleisteten Stunden. Liegt oft deutlich unter dem Listensatz und ist die ehrlichste Preis-Kennzahl.
Unfakturierte Leistung
Erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistung in Euro und Tagen. Hohe Werte binden Liquidität und deuten auf Abrechnungsprobleme hin.
Pipeline-Abdeckung
Gewichtete Pipeline im Verhältnis zur freien Kapazität der nächsten Monate. Zeigt früh, ob Auslastungslücken drohen.
Bench-Quote
Anteil der Kapazität, die keinem Projekt zugeordnet ist. Kurzfristig nötig für Akquise und Weiterbildung, dauerhaft ein Margenrisiko.
Days Sales Outstanding
Durchschnittliche Zahlungsdauer der Kunden in Tagen. Bei Dienstleistern mit großen Projekten ein wichtiger Frühindikator für Liquidität.
Formeln, Datenquellen und typische Fallstricke.
Viele Dienstleister haben fünf verschiedene Auslastungswerte im Umlauf. Legen Sie jede Definition einmal fest und lassen Sie sie von der Geschäftsführung freigeben.
| Kennzahl | Gängige Formel | Benötigte Daten | Häufiger Fallstrick |
|---|---|---|---|
| Fakturierbare Auslastung | Fakturierbare Stunden geteilt durch verfügbare Stunden | Zeiterfassung, Sollzeiten, Abwesenheiten | Bezugsgröße wechselt zwischen Sollzeit und Verfügbarkeit |
| Realization Rate | Abgerechnete Stunden geteilt durch geleistete Stunden | Zeiterfassung, Rechnungspositionen | Pauschalen und Festpreise nicht in Stunden umgerechnet |
| Projektmarge | Erlös minus direkte Kosten, geteilt durch Erlös | Rechnungen, Stundensätze, Fremdleistungen | Interne Kostensätze veraltet oder geschätzt |
| Effektiver Stundensatz | Abgerechneter Umsatz geteilt durch geleistete Stunden | Rechnungen, alle Projektstunden | Nicht erfasste Stunden fehlen im Nenner |
| Unfakturierte Leistung | Bewertete Stunden minus abgerechnete Leistung | Zeiterfassung, Abrechnung, Projektstatus | Festpreisprojekte ohne Fertigstellungsgrad |
| Pipeline-Abdeckung | Gewichtete Pipeline geteilt durch freie Kapazität | CRM-Chancen, Kapazitätsplanung | Wahrscheinlichkeiten werden nie gepflegt |
| Bench-Quote | Nicht verplante Stunden geteilt durch verfügbare Stunden | Ressourcenplanung, Zeiterfassung | Interne Projekte zählen als Auslastung |
| Days Sales Outstanding | Forderungen geteilt durch Umsatz mal Tage der Periode | Offene Posten, Umsatz | Abschlagsrechnungen verzerren den Wert |
Formeln in gängiger Praxis, Einschätzung von Find-Your-BI. Die Begriffe sind international verbreitet, einzelne Häuser definieren sie abweichend.
Welche Quellen Dienstleister-BI verbindet.
Sechs Systemklassen liefern die Daten. Bei kleinen Häusern übernimmt eine PSA-Software oft mehrere davon, die BI führt sie trotzdem zusammen.
Projekte und Ressourcen
Professional Services Automation (PSA, Software zur Steuerung von Projekten, Ressourcen und Abrechnung) wie Projektron BCS, MOCO, Productive oder Kantata liefert Projekte, Budgets, Planstunden und Skills.
Zeiterfassung
Integrierte Zeiterfassung oder eigene Werkzeuge wie Clockify oder Toggl liefern die Stunden je Person, Projekt und Tätigkeit. Ohne vollständige Zeiterfassung ist keine Auslastung messbar.
CRM und Pipeline
Salesforce, HubSpot oder Pipedrive liefern Chancen, Wahrscheinlichkeiten und erwartete Starttermine. Direkter Input für Pipeline-Abdeckung und Kapazitätsplanung.
Buchhaltung und Rechnungen
DATEV, Lexware oder sevDesk liefern Rechnungen, Kosten und offene Posten. Sie verbinden die Projektsicht mit Marge und Liquidität.
HR-System
Personio oder vergleichbare Systeme liefern Sollzeiten, Abwesenheiten, Eintritte und Kostensätze. Grundlage für verfügbare Stunden und Kapazität.
Tickets und Service
IT-Dienstleister binden zusätzlich Ticketsysteme wie Jira oder ServiceNow an. So lassen sich Reaktionszeiten, Vertragsvolumen und Aufwand je Kunde verbinden.
Nach Aufwand, Festpreis oder Pauschale steuern.
Die Vertragsart bestimmt, welche Kennzahl zählt. Eine gute Dienstleister-BI zeigt alle drei Modelle nebeneinander.
Abrechnung nach Aufwand und Festpreis
Bei Abrechnung nach Aufwand (Time and Material) zählen Auslastung, Realization Rate und effektiver Stundensatz. Jede nicht erfasste oder nicht abgerechnete Stunde ist verlorener Umsatz. Die BI sollte deshalb täglich zeigen, wo Stunden fehlen oder Rechnungen ausstehen.
Bei Festpreisprojekten zählt der Fertigstellungsgrad. Die BI vergleicht verbrauchte Stunden mit dem Budget und dem erreichten Projektfortschritt. Läuft der Verbrauch dem Fortschritt davon, sinkt die Marge, lange bevor die Schlussrechnung es zeigt. Hier lohnt eine wöchentliche Prognose der Restaufwände je Projekt.
Pauschalen, Retainer und Kapazitätsplanung
Bei monatlichen Pauschalen (Retainer), wie sie Agenturen und IT-Dienstleister häufig vereinbaren, zählt das Verhältnis von geleisteter Zeit zum vereinbarten Kontingent. Dauerhafte Überschreitungen sind ein Signal für Nachverhandlung, dauerhafte Unterschreitungen ein Risiko für die Verlängerung.
Über alle Modelle hinweg verbindet die Kapazitätsplanung Pipeline und Personal. Eine rollierende Sicht auf die nächsten drei bis sechs Monate zeigt, ob gewichtete Chancen die freie Kapazität decken, wo bestimmte Skills fehlen und wann Einstellungen nötig werden. Dafür müssen CRM, PSA und HR-System dieselben Personen, Teams und Zeiträume kennen. Wie Skills im HR-System gepflegt werden, zeigt unser Leitfaden Kompetenzmanagement Software.
Sechs BI-Werkzeuge für Dienstleister im Vergleich.
Preise und Funktionen beruhen auf den Angaben der Hersteller, Stand Oktober 2026. Die Spalte zur Passung ist eine Einschätzung von Find-Your-BI und keine Herstellerangabe. Einen breiteren Vergleich bietet der BI Software Vergleich.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Lizenzmodell | Hosting in DACH und EU | Passung bei Dienstleistern (Einschätzung Find-Your-BI) | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Microsoft Power BIMicrosoft, Redmond, Marktstart 2015 | Mittelstand | 12,10 € je Nutzer und Monat (Pro) | Pro Nutzer, optional Kapazität (Fabric, Premium) | Germany West Central, Switzerland North, Austria East (nur Power BI) | Beratungen jeder Größe mit Microsoft 365, viele Konnektoren zu CRM und Buchhaltung | Zum Portal → |
| TableauSalesforce, Seattle, gegründet 2003 | Enterprise | 75 USD je Creator und Monat (Standard) | Pro Nutzer in drei Rollen: Creator, Explorer, Viewer | Hyperforce-Regionen Deutschland, UK, Schweiz | Agenturen und Beratungen mit Fokus auf Visualisierung, auch für Kundenberichte | Zum Portal → |
| Qlik Cloud AnalyticsThoma Bravo, King of Prussia, gegründet 1993 in Lund | Enterprise | 300 USD je Monat (Starter, 10 Nutzer) | Kapazitätsbasiert nach Datenvolumen, nicht nach Nutzern | Cloud-Regionen unter anderem Deutschland und Irland | Größere Häuser mit vielen Lesenden und wenigen Berichtsautoren | Zum Portal → |
| Google LookerGoogle Cloud, gegründet 2012, LookML | Enterprise | In der Demo klären | Plattformlizenz plus Nutzertypen, Laufzeit 1 bis 3 Jahre | Frankfurt, Zürich, Berlin (Google Cloud) | Tech-Beratungen mit Cloud-Stack und eigenem Datenteam | Zum Portal → |
| MetabaseSan Francisco, Open Source seit 2015 | KMU | 0 USD (Open Source), Cloud ab 100 USD je Monat | Open Source (AGPL) oder Cloud-Plan mit 5 bis 10 Nutzern inklusive | Cloud-Region EU (Frankfurt) wählbar, Self-Hosting frei | Kleine IT-Dienstleister mit technischem Team und knappem Budget | Zum Portal → |
| HexPlattform für Datenteams, gegründet 2019 | KMU | Community-Plan kostenlos, bezahlte Pläne je Nutzer | Pro Nutzer, Free-Plan für den Einstieg | Beim Anbieter klären | Datenintensive Beratungen mit Analysten, die SQL und Python nutzen |
Preise nach Angaben der Hersteller, Stand Oktober 2026, ohne Mehrwertsteuer, Währungen nicht umgerechnet. Power BI Pro: Listenpreis für Deutschland, in den USA 14 USD seit 1. April 2025. Quellen: Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-BI, Microsoft, Tableau, Qlik, Looker, Metabase, Hex. Viele PSA-Lösungen bringen eigenes Reporting mit, das für operative Projektsichten oft genügt.
Fünf Prüffelder rund um Zeit- und Kundendaten.
Dienstleister-BI wertet Arbeitszeiten von Menschen aus. Klären Sie diese Punkte mit Datenschutz, Betriebsrat und Rechtsberatung. Dies ist keine Rechtsberatung.
Mitbestimmung bei Zeitdaten
Auslastung je Person ist eine Leistungsauswertung. Technische Einrichtungen, die geeignet sind, Verhalten oder Leistung zu überwachen, unterliegen der Mitbestimmung nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG. Eine Betriebsvereinbarung schafft Klarheit.
- Zweck und Ebenen festlegen
- Betriebsvereinbarung prüfen
Pflicht zur Zeiterfassung
Das Bundesarbeitsgericht hat am 13. September 2022 entschieden, dass Arbeitgeber die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten erfassen müssen. Arbeitszeit und Projektzeit sind nicht dasselbe, beide Daten sollten im Modell sauber getrennt bleiben.
- Arbeitszeit und Projektzeit trennen
- Zugriffe begrenzen
Beschäftigtendaten schützen
Stundensätze, Abwesenheiten und Kostensätze sind personenbezogen. Legen Sie Zwecke fest, aggregieren Sie für das Management auf Team- oder Projektebene und steuern Sie Detailzugriffe über Zeilenrechte.
- Zeilenrechte je Rolle
- Löschfristen festlegen
Kunden- und Mandatsdaten
Kanzleien, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer unterliegen besonderen Verschwiegenheitspflichten, etwa nach § 203 StGB. Prüfen Sie, welche Mandatsdaten in eine Cloud-BI dürfen und ob der Anbieter als mitwirkende Person verpflichtet ist.
- Mandatsbezug pseudonymisieren
- Anbieter vertraglich verpflichten
Auftragsverarbeitung und Hosting
Bei Cloud-BI braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO. Bevorzugen Sie Regionen in Deutschland oder der EU und klären Sie, wo KI-Funktionen Daten verarbeiten.
- Vertrag nach Artikel 28 DSGVO
- Region und KI-Verarbeitung prüfen
Die genannten Normen und Entscheidungen sind Beispiele für typische Prüffelder, keine abschließende Aufzählung. Im Einzelfall ist rechtlicher Rat einzuholen.
Von der Shortlist bis zum Vertrag: so unterstützt Find-Your-BI.
Ob Auslastung und Marge sauber zusammenlaufen, zeigt erst der Test mit Ihren Projekt- und Zeitdaten. Find-Your-BI ist anbieterneutral, Empfehlungen entstehen datenbasiert und nicht durch Provision. Drei Pakete decken den Weg von der ersten Vorauswahl bis zur begleiteten Entscheidung ab. Alle Preise sind einmalig und verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer (Stand Oktober 2026, Preise und Modelle).
BI-Matching
0 € einmalig
Aus Ihrer Unternehmens-URL entsteht in rund sechs Minuten eine begründete Vorauswahl aus über 200 BI-Systemen, ohne Anmeldung. So funktioniert das Matching.
- Top 20 BI-Systeme sichtbar
- Ausgewählte Referenzen je System
- Ergebnisse per E-Mail
- Kontaktdaten gehen nur mit Ihrer Einwilligung an bis zu fünf Anbieter
Matching mit Expertenbudget
900 € einmalig
Für Teams, die die Vorauswahl direkt in einen belastbaren Auswahlprozess überführen wollen. Ihre Daten gehen an keinen Anbieter.
- Individueller BI-Anforderungskatalog als Excel-Datei (XLSX)
- Analyse-Report als Präsentation (PDF)
- Beratungsbudget für Ihre Rückfragen
- Mehr Referenzen je System
End-to-End BI-Auswahl
8.000 € einmalig
Erfahrene BI-Experten begleiten die Auswahl methodisch, von der Bedarfs- und Marktanalyse bis zur Entscheidung. Enterprise-Matching und Selection Portal sind enthalten.
- Persönliche Beratung durch BI-Experten
- Bedarfs- und Marktanalyse, KI-assistiert
- Methodisches Vorgehen bis zur Entscheidung
- BI Selection Portal inklusive
Das BI Selection Portal gibt es auch einzeln: 1.000 € einmalig für ein Auswahlprojekt oder ab 200 € pro Monat für mehrere Projekte, jeweils mit Anforderungserhebung, Demo-Bewertung und auditierbarer Entscheidungsdokumentation. Amatus, der KI-Co-Pilot im Portal, ist optional zubuchbar. Er prüft Anforderungskataloge auf Lücken, wertet Anbieter-Demos aus und bereitet Vertragsreviews vor, mit Verarbeitung in Deutschland und ohne Training mit Ihren Projektdaten.
Was Dienstleister-BI wirklich kostet.
Lizenzwerte beruhen auf den Angaben der Hersteller, die Aufwandswerte rechnet Find-Your-BI mit angenommenen Beratertagen zu je 1.300 Euro (Durchschnittstagessatz laut BDU, Honorare im Consulting 2025, netto). Rechenbeispiel: Eine Beratung mit 10 Berichtsautoren und 40 Lesenden zahlt für 50 Power-BI-Pro-Lizenzen 50 mal 12,10 Euro mal 12 Monate, also 7.260 Euro im Jahr, ohne Mehrwertsteuer.
| Posten | Annahme | Spanne | Was zusätzlich anfällt |
|---|---|---|---|
| BI-LizenzPower BI | Pro 12,10 Euro je Nutzer und Monat | ab 12,10 € je Nutzer | Konnektoren zu PSA und Buchhaltung, Schulung |
| BI-LizenzMetabase | Open Source kostenlos, Cloud ab 100 USD je Monat | 0 bis 100 USD je Monat | Eigener Betrieb, Zeilenrechte erst ab Pro |
| DatenanbindungPSA, CRM, DATEV, HR | Konnektoren oder Schnittstellen, 4 bis 12 Beratertage | 5.200 bis 15.600 € | Schnittstellenpflege, Stammdatenabgleich |
| Datenmodell und DashboardsAuslastung, Marge, Pipeline | Kennzahlenmodell und sechs bis zehn Kernberichte, 8 bis 25 Beratertage | 10.400 bis 32.500 € | Workshops mit Geschäftsführung und Teamleitungen |
| BetriebLaufende Pflege | Anpassungen, neue Berichte, Monitoring, 1 bis 3 Beratertage pro Monat | 1.300 bis 3.900 € pro Monat | Neue Teams, Standorte und Leistungsarten |
Quellen: Microsoft Power BI Preise, Metabase Preise, Stand Oktober 2026. Ohne Mehrwertsteuer, Währungen nicht umgerechnet. Rechenbeispiel von Find-Your-BI: angenommene Beratertage × 1.300 € Durchschnittstagessatz laut BDU, Honorare im Consulting 2025, netto. Weitere Modelle erklärt der Beitrag Preise und Modelle.
In sechs Schritten zur Dienstleister-BI.
Ein Start mit Auslastung und Projektmarge schafft schnell Nutzen. Pipeline und Kapazitätsplanung folgen, sobald die Zeitdaten stimmen.
Kennzahlen definieren
Legen Sie Auslastung, Realization Rate und Projektmarge mit Formel, Bezugsgröße und Verantwortlichem fest und lassen Sie die Definitionen von der Geschäftsführung freigeben.
Zeiterfassung vollständig machen
Prüfen Sie, ob alle Stunden zeitnah und mit Projektbezug erfasst werden. Lücken in der Zeiterfassung verfälschen jede Auslastungszahl.
Quellen verbinden
Binden Sie PSA, Zeiterfassung, CRM, Buchhaltung und HR an und gleichen Sie Personen, Teams und Projekte als Stammdaten ab.
Betriebsrat und Datenschutz einbinden
Klären Sie Auswertungsebenen, Zugriffsrechte und Zwecke und halten Sie sie in einer Betriebsvereinbarung fest, bevor personenbezogene Dashboards live gehen.
Werkzeuge im Pilot testen
Bauen Sie in höchstens drei Werkzeugen dieselben Berichte auf denselben Daten. Das BI Selection Portal liefert eine begründete Shortlist.
Ausrollen und Routinen schaffen
Verankern Sie die Berichte in wöchentlichen Staffing- und Monatsrunden. Rollen und Phasen beschreibt unser Ratgeber BI einführen.
Von der Dienstleister-BI zur konkreten Auswahl.
Die Systeme dieser Seite als Profil.
Zu den hier genannten Systemen gibt es Profile im BI Katalog des Selection Portals. Sie sind der direkte Einstieg, wenn Sie ein System genauer ansehen möchten.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist BI für Dienstleister?
BI für Dienstleister verbindet Projekt-, Zeit-, Vertriebs-, Buchhaltungs- und Personaldaten in einem gemeinsamen Datenmodell. Beratungen, Agenturen, IT-Dienstleister und Kanzleien steuern damit Auslastung, Projektmarge, Pipeline und Kapazität auf derselben Grundlage.
Reicht das Reporting unserer PSA-Software?
Für operative Projektsichten wie Stunden je Projekt oder offene Aufgaben oft ja. Sobald Pipeline aus dem CRM, Rechnungen aus der Buchhaltung und Kapazitäten aus dem HR-System zusammenkommen sollen, stoßen Standardberichte an Grenzen. Eine BI-Schicht verbindet diese Quellen.
Wie misst man Auslastung richtig?
Teilen Sie fakturierbare Stunden durch eine einheitlich festgelegte Bezugsgröße, etwa die verfügbaren Stunden nach Abzug von Urlaub und Krankheit. Ohne feste Bezugsgröße entstehen mehrere Auslastungswerte für dieselbe Woche. Die Definition gehört schriftlich festgelegt und freigegeben.
Welche Auslastung ist gut?
Der Professional Services Maturity Benchmark 2025 von SPI Research weist im Schnitt 68,9 Prozent fakturierbare Auslastung aus. Frühere SPI-Analysen sehen die höchste Profitabilität bei 70 bis 80 Prozent. Der passende Zielwert hängt von Rolle, Seniorität und Geschäftsmodell ab.
Was ist der Unterschied zwischen Auslastung und Realization Rate?
Die Auslastung zeigt, wie viel der verfügbaren Zeit fakturierbar gearbeitet wurde. Die Realization Rate zeigt, wie viel der geleisteten Stunden tatsächlich abgerechnet wird. Ein voll ausgelastetes Team kann trotzdem eine schwache Realization Rate haben, etwa durch Rabatte oder Nacharbeit.
Welche Datenquellen braucht Dienstleister-BI?
Typisch sind PSA- oder Projektmanagement-Software, Zeiterfassung, CRM, Buchhaltung wie DATEV, ein HR-System und bei IT-Dienstleistern ein Ticketsystem. Entscheidend ist, dass Personen, Teams und Projekte in allen Systemen gleich geführt werden.
Welches BI-Werkzeug passt zu einer Beratung?
Viele Beratungen starten mit Power BI wegen niedrigem Einstieg und Microsoft-365-Nähe. Agenturen mit Fokus auf Visualisierung wählen oft Tableau, Tech-Beratungen mit Cloud-Stack Looker, kleine IT-Dienstleister mit technischem Team Metabase. Den Ausschlag gibt der Test mit eigenen Daten.
Darf der Arbeitgeber Auslastung je Mitarbeiter auswerten?
Grundsätzlich sind Auswertungen für die Projektsteuerung möglich, berühren aber Datenschutz und Mitbestimmung. Technische Einrichtungen zur Leistungsüberwachung unterliegen § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG. Eine Betriebsvereinbarung und Aggregation auf Teamebene schaffen Klarheit. Das ist keine Rechtsberatung.
Brauchen Dienstleister ein Data Warehouse?
Ab etwa drei Quellen wie PSA, CRM und Buchhaltung lohnt ein schlankes Cloud-Warehouse, um Stammdaten abzugleichen und Historie aufzubauen. Bei einer oder zwei Quellen reicht anfangs oft der direkte Konnektor im BI-Werkzeug.
Was kostet BI für eine Beratung mit 50 Mitarbeitenden?
50 Power-BI-Pro-Lizenzen kosten rund 7.260 Euro im Jahr. Im Rechenbeispiel von Find-Your-BI mit 1.300 Euro je Beratertag (Durchschnitt laut BDU, netto) kosten Datenanbindung sowie Kennzahlenmodell und Kernberichte bei 12 bis 37 Tagen zusammen 15.600 bis 48.100 Euro, dazu kommt laufende Pflege mit 1 bis 3 Tagen pro Monat, also 1.300 bis 3.900 Euro pro Monat.
Wie hilft BI bei der Kapazitätsplanung?
BI verbindet gewichtete Pipeline aus dem CRM mit freier Kapazität aus PSA und HR-System. Eine rollierende Sicht auf drei bis sechs Monate zeigt, wo Auslastungslücken drohen, welche Skills fehlen und wann Einstellungen nötig werden.
Die passende BI für Ihr Dienstleistungsgeschäft.
Geben Sie Ihre Unternehmens-URL ein, und das BI Selection Portal erstellt in rund sechs Minuten eine neutrale Shortlist aus über 200 Systemen, basierend auf Branche, Größe und Ausgangslage, inklusive Bewertung von Tech-Stack-Passung und Datenanbindung.
Werkzeuge vergleichen, Beratung einplanen.
Dienstleister brauchen oft ein günstiges Werkzeug mit schnellem Start. Diese Vergleiche und Kostenseiten helfen bei der Vorauswahl.