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BI-Software-Kategorien · BI EU-Hosting

BI EU-Hosting: Wo liegen Ihre Daten
und wo rechnet die KI?

BI EU-Hosting heißt: Sie wählen bei Power BI, Tableau, Qlik und anderen Werkzeugen eine EU-Region und klären zusätzlich, wo KI-Funktionen rechnen, wer aus der Ferne zugreift und welchem Recht der Anbieter unterliegt. Der US CLOUD Act erfasst laut Gesetzestext Daten im Besitz oder unter der Kontrolle eines Anbieters unabhängig vom Speicherort.

  • Für wen: BI-Verantwortliche, IT, Datenschutz und Einkauf im DACH-Mittelstand und in Konzernen, die Cloud-BI auswählen oder ein bestehendes Hosting prüfen.
  • Im Überblick: 10 Werkzeuge im Auszug mit Region, KI-Verarbeitung und Eigenbetrieb, der Rechtsstand zu Datenschutzrahmen und CLOUD Act mit Datum, vier Betriebsmodelle und ein Fragenkatalog für den Vertrag als CSV. Keine Wertung, keine Rechtsberatung.
  • Zahl: Germany West Central bietet laut Microsoft Power BI und alle Fabric-Workloads, Germany North nur Power BI (Microsoft Learn, Stand 02.11.2026).
  • Weiter: Rechte und Schalter von Copilot: Copilot in Power BI Datenschutz. Verträge verhandeln: BI-Lizenzverhandlung. Betriebsform: Cloud BI oder On-Premises.

Zur Anbieter Tabelle ↓

Was die Region festlegt

Wo liegen BI-Daten,
und was zählt außer dem Rechenzentrum?

BI-Daten liegen dort, wo Mandant, Site oder Konto angelegt wurden, der Speicherort ist aber nur eine von fünf Fragen: dazu kommen KI-Verarbeitung, Metadaten und Identitäten, Fernzugriff und das Recht des Anbieters. Die Betriebsform klären Sie zuerst mit Cloud BI oder On-Premises.

Was die Region festlegt

  • Den Ort von Datenmodellen, Berichten und Zwischenspeichern, bei Power BI die Heimatregion des Mandanten oder die Region der Kapazität
  • Bei Tableau Cloud und Qlik Cloud den Standort der Site, bei Snowflake und Databricks den von Konto und Workspace

Was die Region nicht festlegt

  • Wo KI-Funktionen rechnen: Tableau Cloud leitet Agent-Anfragen laut Tableau in eine US-Region um, wenn Modell oder Kapazität in der Heimatregion fehlen
  • Welche Metadaten und Identitäten außerhalb liegen: Azure Databricks speichert Benutzername, Name und E-Mail laut Microsoft in den USA
  • Das Recht, dem der Anbieter unterliegt, und wer aus der Ferne zugreift, etwa im Support

Quellen: Microsoft Learn, Fabric-Heimatregion, Tableau Hilfe, Sicherheit in der Cloud, Tableau Hilfe, KI und Vertrauen, Microsoft Learn, Dienste mit laufenden Teilübermittlungen, abgerufen am 02.11.2026. Einordnung von Find-Your-BI.

Werkzeuge im Auszug · Stand November 2026

In welcher Region speichern BI-Werkzeuge Daten,
und wo läuft die KI?

Zehn Werkzeuge, alphabetisch und ohne Wertung; Auswahlprinzip sind DACH-Bezug, belegte Herstellerangaben zur Region und jede Betriebsform. Fehlende Angaben stehen als „In der Demo klären“, weitere Werkzeuge finden Sie im BI-Software-Katalog und über das kostenlose BI-Matching.

WerkzeugRegion und DatenhaltungKI-VerarbeitungBetrieb im eigenen HausProfil
Apache SupersetOpen SourceKein Hersteller-Rechenzentrum: Der Standort ist der Ihrer eigenen InfrastrukturHängt von den Modellen ab, die Sie selbst einbinden, und liegt in Ihrer VerantwortungJa. Quellcode unter der Apache License 2.0 der Apache Software FoundationZum Profil →
DatabricksWorkspace auf AWS, Azure oder Google Cloud
  • AWS-Regionen u. a. Frankfurt, Irland, London und Paris
  • Die Geo Europa umfasst laut Databricks EWR, Schweiz und Vereinigtes Königreich
  • Azure Databricks speichert Identitätsdaten laut Microsoft in den USA
  • Designated Services verarbeiten Inhalte laut Databricks in der Geo des Workspaces, außer bei bestimmten Diensten
  • Cross-Geo-Verarbeitung ist für Geos außerhalb von USA und EU standardmäßig aktiv und abschaltbar
  • Ob Ihre Geo darunter fällt, in der Demo klären
Nein. Workspaces laufen laut Databricks bei AWS, Azure oder Google CloudZum Profil →
LookerGoogle Cloud
  • Looker (Google Cloud core): u. a. Frankfurt, Berlin und Zürich
  • Looker (original) gehostet: Frankfurt bei Google Cloud und AWS, bei Azure ohne Frankfurt
  • Gemini in Looker: Daten in Ruhe bleiben in der Instanzregion
  • Verarbeitung und maschinelles Lernen laufen über einen globalen Dienst
  • Prompts werden standardmäßig nicht protokolliert
In der Demo klärenZum Profil →
MetabaseCloud oder selbst gehostet
  • Metabase Cloud: u. a. EU (Frankfurt), US East, São Paulo, Singapur und Sydney
  • Die Region ist bei der Anmeldung wählbar und später änderbar
In der Demo klärenJa. Self-Hosting ist laut Metabase für manche Setups sinnvoll oder nötig, etwa bei Air-GapZum Profil →
Microsoft Power BIFabric und Power BI Report Server
  • Heimatregion des Mandanten, im Hilfemenü angezeigt
  • Germany West Central: Power BI und alle Fabric-Workloads, Germany North: nur Power BI
  • Weitere Kapazitätsregionen über Multi-Geo, Teile der Metadaten bleiben in der Heimatregion
  • Copilot: Mandantenschalter standardmäßig an
  • Außerhalb von EU Data Boundary und USA ist Verarbeitung außerhalb der Region standardmäßig aus
  • Souveräne Clouds sind nicht unterstützt
  • Ja, mit dem Power BI Report Server im eigenen Rechenzentrum
  • Lizenziert über SQL Server oder Fabric ab F64 mit Reservierung
Zum Profil →
Qlik SenseQlik Cloud Analytics
  • Der Administrator wählt die Region: Frankfurt (Ausfallstandort Mailand), Dublin und London (Madrid), Paris
  • Qlik hostet Daten laut Hersteller nur in der gewählten Region
  • Schweden gilt nur für Anonymous Access
Bestimmte KI-Funktionen können laut Qlik Daten regionsübergreifend verarbeiten
  • Betrieb auf eigener IT-Infrastruktur über ein individuelles Angebot
  • Geplant ist eine Qlik European Sovereign Cloud auf der AWS European Sovereign Cloud in Brandenburg
Zum Profil →
SAP Analytics CloudSAP
  • SAP nennt für SAP Cloud Infrastructure Betriebsmodelle, die Verarbeitung und Speicherung auf definierte Regionen begrenzen
  • Beispiele sind die EU oder nur Deutschland
  • Rechenzentrum des Mandanten in der Demo klären
Joule: Verarbeitungsort und Modellanbieter in der Demo klärenIn der Demo klärenZum Profil →
SnowflakeCloud-Datenplattform
  • Frankfurt auf AWS und Google Cloud
  • Außerdem Zürich, Stockholm, Irland, London und Paris auf AWS
  • Azure bietet keine Region in Deutschland
  • Cortex: Kundendaten bleiben in der Region des Kontos
  • Anfragen können je nach Kontoparameter in andere Regionen laufen
  • Für neue Organisationen ab 09.03.2026 ist ANY_REGION der Standard
Nein. Konten laufen bei AWS, Azure oder Google Cloud
TableauTableau Cloud und Tableau Server
  • Tableau Cloud: Region je Site wählbar, in Europa Deutschland, Schweiz, Vereinigtes Königreich und Europa
  • Sicherungen liegen in der gewählten Region
  • Tableau Agent nutzt die nächste Azure-OpenAI-Instanz nach Data-Cloud-Region
  • Bei fehlendem Modell oder fehlender Kapazität weicht er in die USA aus
  • Zero Data Retention laut Tableau
  • Ja, mit Tableau Server
  • Ab Version 2025.3 verbindet sich der Agent dort direkt mit Ihrem LLM-Anbieter ohne Einstein Trust Layer
Zum Profil →
Zoho AnalyticsZoho
  • Das Rechenzentrum folgt dem bei der Anmeldung gewählten Land
  • In Europa Amsterdam (primär) und Dublin (sekundär)
  • Ask Zia: Prompts und Metadaten wie Spaltennamen gehen an das gewählte Sprachmodell
  • Als PII markierte Spalten gehen nie an das Modell
  • Region der Modelle in der Demo klären
In der Demo klärenZum Profil →

Herstellerseiten, abgerufen am 02.11.2026: Microsoft Learn, Regionen, Multi-Geo, Copilot-Einstellungen, Copilot für Power BI, Report Server, Tableau Hilfe und KI und Vertrauen, Qlik, Regionen und Preise, Databricks, Geos und AWS-Regionen, Snowflake, Regionen und Cross-Region-Inferenz, Google, Looker core, Looker original und Gemini in Looker, Metabase Cloud, Zoho, Rechenzentren und Ask Zia, SAP News vom 16.04.2026, Apache Superset. Vertiefung zu Datenplattformen: Databricks oder Snowflake und Data Warehouse für BI.

Rechtsrahmen · Stand 02.11.2026

Was gilt für BI-Daten in EU-Rechenzentren
von US-Anbietern?

Die DSGVO gilt für personenbezogene Daten in Berichten unabhängig vom Rechenzentrum, und eine EU-Region ersetzt weder den Vertrag zur Auftragsverarbeitung noch die Prüfung von Fernzugriffen, Drittlandübermittlungen und fremdem Zugriffsrecht. Die vier Zeilen geben den Rechtsstand mit Datum wieder, keine Rechtsberatung.

ThemaWas giltPrüffrage an den Anbieter
1 · AuftragsverarbeitungArt. 28 DSGVO
  • Der Anbieter darf laut Art. 28 Abs. 2 keinen weiteren Auftragsverarbeiter ohne vorherige gesonderte oder allgemeine schriftliche Genehmigung einsetzen
  • Bei allgemeiner Genehmigung muss er jede Änderung ankündigen, und Sie können widersprechen
  • Nach Art. 28 Abs. 3 Buchst. a verarbeitet er nur auf dokumentierte Weisung, auch bei Übermittlungen an ein Drittland
Liegt die Liste der Unterauftragnehmer mit Ländern vor, und wie erfahren Sie von Änderungen?
2 · DrittlandKapitel V DSGVO
  • Eine Übermittlung in ein Drittland ist nach Art. 44 nur zulässig, wenn die Bedingungen des Kapitels V eingehalten sind
  • Grundlage ist ein Angemessenheitsbeschluss (Art. 45) oder sind geeignete Garantien wie Standarddatenschutzklauseln (Art. 46)
  • Auch der Fernzugriff aus einem Drittland auf Daten in der EU gilt als Übermittlung, so Microsoft in der Dokumentation zur EU Data Boundary
Auf welcher Grundlage übermittelt der Anbieter, und was gilt, wenn sie wegfällt?
3 · DatenschutzrahmenEU-US Data Privacy Framework
  • Der Angemessenheitsbeschluss (EU) 2023/1795 vom 10.07.2023 erlaubt laut EU-Kommission den freien Datenfluss an Unternehmen in den USA, die am Rahmen teilnehmen
  • Gegen ihn läuft ein Rechtsmittel: Philippe Latombe hat gegen das Urteil des Gerichts der EU vom 03.09.2025 (T-553/23) am 31.10.2025 Rechtsmittel beim EuGH eingelegt (C-703/25 P, Amtsblatt C/2025/6610)
  • Am 31.07.2026 bat der Europäische Datenschutzausschuss die Kommission zu prüfen, ob das Urteil des US Supreme Court vom 29.06.2026 (Trump v. Slaughter) die Funktionsweise des Beschlusses berührt
  • Er stützt sich darauf, dass der Beschluss die Unabhängigkeit der FTC erwähnt
Ist der Anbieter auf der DPF-Liste, und welche Ersatzgrundlage gilt im Vertrag?
4 · Fremdes ZugriffsrechtCLOUD Act und Data Act
  • Der US CLOUD Act (Public Law 115-141, Division V, vom 23.03.2018) verpflichtet Anbieter in 18 U.S.C. § 2713 zur Herausgabe von Inhalten und Kundendaten in ihrem Besitz oder unter ihrer Kontrolle, unabhängig davon, ob sie in den USA oder außerhalb liegen
  • Art. 48 DSGVO erkennt Entscheidungen von Drittlandsgerichten nur an oder lässt sie nur vollstrecken, wenn eine internationale Übereinkunft sie stützt
  • Der Data Act (seit 12.09.2025 anwendbar) schützt in Kapitel VII nicht personenbezogene Daten in der EU vor unrechtmäßigem Zugriff aus Drittländern
Unterliegt der Anbieter oder ein Konzernunternehmen dem Recht eines Drittlands, und wie geht er mit Herausgabeverlangen um?

Quellen, abgerufen am 02.11.2026: DSGVO, Verordnung (EU) 2016/679, EU-Kommission, Datenübermittlung in die USA, Amtsblatt, Rechtssache C-703/25 P, EDSA, Schreiben vom 31.07.2026, US Supreme Court, Nr. 25-332, Public Law 115-141, Division V, EU-Kommission, Data Act. Der Stand kann sich ändern, prüfen Sie ihn vor Vertragsabschluss. Keine Rechtsberatung, Details klären Datenschutz und Rechtsabteilung.

Microsoft Power BI und Fabric

Was bringt die EU Data Boundary
bei Power BI und Fabric?

Die EU Data Boundary sichert laut Microsoft zu, Kundendaten und pseudonymisierte personenbezogene Daten in der EU und den EFTA-Staaten zu speichern und zu verarbeiten, bei Fabric aber nur bei passender Konfiguration und mit dokumentierten Ausnahmen.

ThemaWas Microsoft angibtWas Sie prüfen
01 · Konfiguration
  • Fabric liegt in der Grenze, wenn Mandant und alle Kapazitäten in einem EU-Rechenzentrum angelegt sind
  • Die Heimat-Geo bestimmt der erste Nutzer, der sich anmeldet
  • Eine Kapazität in einer anderen Region lässt einen Teil der Kundendaten in der Heimat-Geo
Heimatregion und alle Kapazitätsregionen vor dem Rollout in der Verwaltung prüfen
02 · Multi-Geo
  • Bei Kapazitäten in anderen Regionen bleiben Push-Datensätze, Berichts-Metadaten, Berechtigungen und Anmeldedaten von Semantikmodellen in der Heimatregion
  • Q&A-Einstellungen unterstützt Multi-Geo nicht
  • Gespeicherte Daten werden in eine zweite Region derselben Azure-Geografie repliziert
Welche Metadaten in der Heimatregion bleiben und wo die zweite Region liegt
03 · Ausnahmen
  • Fernzugriff durch Microsoft-Personal außerhalb der Grenze ist möglich, mit Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und optional Customer Lockbox
  • Sicherheitsbetrieb läuft weltweit, Supportdaten können außerhalb liegen, Beratungsdaten liegen in den USA
  • Vorschaudienste und Software im eigenen Haus fallen nicht darunter
Fernzugriff, Support und Customer Lockbox im Vertrag klären
04 · KI-Schalter
  • Die Copilot-Einstellungen für Verarbeitung und Speicherung außerhalb der Region sind standardmäßig aus
  • Sie betreffen nur Kapazitäten außerhalb von EU Data Boundary und USA
  • Daten von Fabric Data Agents können die Grenze verlassen, wenn Sie sie an Dienste außerhalb von Fabric anbinden

Quellen: Microsoft Learn, EU Data Boundary, Konfiguration für Fabric, laufende Übermittlungen, Multi-Geo, Copilot-Einstellungen, abgerufen am 02.11.2026. Preise für Fabric-Kapazitäten: Microsoft Fabric Kosten.

Vier Betriebsmodelle

Wann lohnt eine souveräne Cloud
oder der Betrieb im eigenen Haus?

Sie lohnt, wenn Ihre Risikobewertung verlangt, dass kein Anbieter mit Drittlandrecht Zugriff haben kann, oder wenn Regulierung es vorgibt; für andere Daten genügt oft die EU-Region mit Vertrag. Eine Empfehlung folgt aus den vier Modellen nicht.

ModellWas giltKontrolle und Aufwand
01 · EU-RegionHyperscaler in Deutschland oder der EU
  • Power BI in Germany West Central, Tableau Cloud in Deutschland oder Qlik Cloud in Frankfurt halten die Daten in der Region
  • Der Anbieter oder sein Konzern kann weiter US-Recht unterliegen, deshalb gehören CLOUD Act und Fernzugriff in die Prüfung
  • Geringster Aufwand
  • Rechtsraum des Anbieters bleibt offen
02 · EU-BetriebSouveräne Cloud
  • AWS meldete die European Sovereign Cloud im Januar 2026 als allgemein verfügbar, erste Region in Brandenburg
  • Betrieb ausschließlich durch in der EU ansässige EU-Einwohner, unabhängig von den bestehenden AWS-Regionen
  • Qlik plant dort eine eigene Cloud, SAP beschreibt Betriebsmodelle (SAP Sovereign Cloud) mit Begrenzung auf die EU oder Deutschland
  • Copilot für Power BI unterstützt souveräne Clouds laut Microsoft nicht
  • Mehr Kontrolle über Betreiber und Standort
  • Funktionsumfang je Werkzeug in der Demo klären
03 · PrüfrahmenBSI C5 und C3A
  • Der Katalog C5 des BSI beschreibt Sicherheitsanforderungen an Cloud-Dienste, die aktuelle Fassung heißt C5:2026
  • Die C3A vom 27.04.2026 behandelt Souveränität, etwa Rechtsraum und Kontrolle durch EU-Unternehmen, ist laut BSI nicht verbindlich und setzt C5 voraus
  • Einstieg für den Mittelstand: Leitfaden Digitale Souveränität und Cloud
  • Nachweise im Vertrag verlangen
  • Audit-Leitfaden zur C3A ist laut BSI geplant
04 · EigenbetriebOn-Premises oder Open Source
  • Power BI Report Server, Tableau Server, Qlik auf eigener Infrastruktur, Metabase und Apache Superset laufen in Ihrem Rechenzentrum
  • Die Daten bleiben bei Ihnen, Betrieb, Updates und Sicherheit auch. Die EU Data Boundary gilt für Software im eigenen Haus nicht
  • Mehr dazu: Cloud BI oder On-Premises und Open Source BI Tools
  • Höchste Kontrolle
  • Höchster Eigenaufwand, Cloud-KI fehlt oft

Quellen, abgerufen am 02.11.2026: AWS, Eröffnung der European Sovereign Cloud vom 14.01.2026, Qlik, Regionen, SAP News vom 16.04.2026, BSI, C5, BSI, Pressemitteilung zur C3A, Microsoft Learn, Copilot für Power BI, Microsoft Learn, Report Server. Einordnung von Find-Your-BI.

Praxisbaustein · Fragenkatalog für den Vertrag

Welche Fragen gehören in den Vertrag
zu BI-Hosting?

Zwölf Fragen decken Region, KI, Zugriff, Recht und Ausstieg ab: Laden Sie die Tabelle als CSV, lassen Sie jeden Anbieter der Shortlist schriftlich antworten und bewerten Sie mit 0 bis 5 Punkten. Das Vorgehen beschreibt BI-Shortlist, die Verhandlung BI-Lizenzverhandlung.

ThemaPrüffrage an den AnbieterNachweis
RegionIn welcher Region liegen Mandant, Datenmodelle, Zwischenspeicher und Sicherungen, und können wir sie festlegen?Regionsangabe je Datenart im Vertrag
AusfallstandortWo liegen Sicherungen und der Standort für den Ausfall?Angabe im Vertrag
MetadatenWelche Metadaten, Protokolle und Benutzerkonten liegen außerhalb der Region?Liste mit Ländern
KI-VerarbeitungWo laufen KI-Funktionen, bei welchem Modellanbieter, und wann weichen sie in andere Regionen aus?Admin-Einstellung und Beschreibung
FernzugriffWer greift aus welchen Ländern auf Daten zu, und wie wird der Zugriff freigegeben?Zugriffsmodell, Lockbox oder Gleichwertiges
UnterauftragnehmerWer sind die Unterauftragnehmer, in welchen Ländern, und wie lange vorher kündigen sie Änderungen an?Liste mit Stand, Einspruchsrecht
DrittlandAuf welcher Grundlage übermittelt der Anbieter in Drittländer, und was gilt bei Wegfall?Klausel zu DPF und Standarddatenschutzklauseln
RechtsraumWelchem Recht unterliegen Anbieter und Konzern, und wie behandelt er Herausgabeverlangen von Behörden?Transparenzbericht, Verfahrensklausel
NachweiseLiegt ein aktuelles C5-Testat vor, mit welchem Umfang, und gibt es einen Nachweis nach C3A?Testat mit Dienstumfang
Weisung und LöschungWird nur auf dokumentierte Weisung verarbeitet, und wie werden Daten bei Vertragsende gelöscht?Löschkonzept, Frist
AusstiegWie exportieren wir Daten, in welchem Format, mit welcher Frist und welchen Entgelten?Exit-Klausel, Preisblatt
ProtokolleWelche KI-Protokolle entstehen, wie lange werden sie gespeichert, und wer sieht sie?Protokollbeschreibung, Aufbewahrungsfrist

Die Spalten für Antwort des Anbieters und Punkte sind leer. Die Datei öffnet in Excel oder LibreOffice.

Fragen von Find-Your-BI, Stand November 2026, gestützt auf Art. 28 DSGVO, die Data-Act-Vorgaben zum Anbieterwechsel (Entgelte für Wechsel und Datenübertragung entfallen laut EU-Kommission ab 12.01.2027) und die BSI-Kataloge C5 und C3A. Keine Rechtsberatung. Rechte und Schalter bei Copilot: Copilot in Power BI Datenschutz.

Typische Fehler

Typische Fehler bei
BI-Hosting.

Die häufigsten Fehler verwechseln Standort mit Rechtsraum und übersehen die KI-Verarbeitung.

01 · Standort

Region gleich Souveränität

  • Fehler: Eine Region in Deutschland gilt als Souveränität
  • Folge: Sie sagt nichts darüber, welchem Recht der Anbieter unterliegt
  • Besser: Fragen Sie nach Konzern und Herausgabeverlangen
02 · KI

KI-Verarbeitung ungeprüft

  • Fehler: Daten liegen in Frankfurt, die KI rechnet in einer anderen Region
  • Folge: Der Speicherort sagt nichts über den Ort der Verarbeitung
  • Besser: Schalter und Standardwerte prüfen, bei Snowflake etwa den Kontoparameter
03 · Metadaten

Nur Inhalte betrachtet

  • Fehler: Nur Berichte und Modelle zählen als Daten
  • Folge: Metadaten, Protokolle und Identitätsdaten können außerhalb liegen, etwa bei Multi-Geo oder Azure Databricks
  • Besser: Lassen Sie sie auflisten
04 · Vertrag

Unterauftragnehmer nicht beachtet

  • Fehler: Keine Liste und kein Einspruchsrecht vereinbart
  • Folge: Der Anbieter ändert die Kette still, obwohl Art. 28 Abs. 2 DSGVO Genehmigung und Information verlangt
  • Besser: Liste mit Ländern und Einspruchsrecht festhalten
05 · Rechtsstand

Datenschutzrahmen als sicher angenommen

  • Fehler: Der Beschluss gilt als unumstritten
  • Folge: Er ist angefochten und in der Prüfung
  • Besser: Ersatzgrundlage und Prüftermin vereinbaren
06 · Betrieb

Eigenbetrieb unterschätzt

  • Fehler: On-Premises gilt als Selbstläufer
  • Folge: Es hält die Daten im Haus, verlangt aber Updates, Sicherheit und Personal
  • Besser: Den Aufwand mitrechnen

Einordnung von Find-Your-BI, Stand November 2026. Grundlagen laut den oben genannten Herstellerseiten und Rechtsquellen, abgerufen am 02.11.2026.

Vom Datenbestand zum Vertrag

BI-Hosting festlegen:
in fünf Schritten zur Entscheidung.

Gehen Sie von den Daten aus, nicht vom Werkzeug, entlang der Auswahlstrecke unter BI auswählen.

01

Datenklassen festlegen

Ordnen Sie Berichte nach personenbezogenen, geheimen und regulierten Daten und legen Sie je Klasse das nötige Niveau fest.

02

Betriebsmodell wählen

EU-Region, souveräne Cloud oder Eigenbetrieb je Datenklasse, die Tabelle oben zeigt das Angebot.

03

KI-Verarbeitung klären

Schalter, Standardwerte und Modellanbieter erfragen und im Test prüfen, Methode unter BI Proof of Concept.

04

Vertrag prüfen

Fragenkatalog beantworten lassen, Unterauftragnehmer und Drittlandgrundlage festhalten.

05

Nachweise und Prüftermin

Testate ablegen und einen Termin setzen, an dem Sie Rechtsstand und Anbieterangaben erneut prüfen.

Unterstützung bieten BI-Auswahlberatung und BI-Partner finden. Netzwerk: Softwareauswahl und Vendor-Management.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Wo liegen meine Daten bei Power BI?

Ihre Daten liegen in der Heimatregion Ihres Mandanten oder, bei Kapazitäten in anderer Region, in der Kapazitätsregion. Die Heimatregion legt der erste Nutzer fest, der sich anmeldet, und das Hilfemenü zeigt sie unter „Your data is stored in“ an (Microsoft, Stand 02.11.2026). Bei Multi-Geo bleiben Teile der Metadaten wie Berechtigungen in der Heimatregion. Prüfen Sie die Region vor dem Rollout in der Verwaltung. Details zu Rechten bei Copilot finden Sie unter Copilot in Power BI Datenschutz.

Gibt es Power BI in einem Rechenzentrum in Deutschland?

Ja, Microsoft führt Germany West Central als Region mit Power BI und allen Fabric-Workloads, Germany North nur für Power BI (Stand 02.11.2026). In Germany North sind laut Microsoft der eigenständige Copilot und Copilot in Apps nicht verfügbar. Die Region ist nur ein Teil der Antwort: KI-Schalter, Metadaten und Fernzugriff prüfen Sie zusätzlich, und die Heimatregion Ihres Mandanten kann abweichen. Preise für Kapazitäten stehen unter Microsoft Fabric Kosten. Fragen Sie Ihren Partner nach der gewählten Kapazitätsregion.

Was ist die EU Data Boundary?

Die EU Data Boundary ist laut Microsoft die Zusage, Kundendaten und pseudonymisierte personenbezogene Daten für Dienste wie Azure, Power Platform und Microsoft 365 in der EU und den EFTA-Staaten zu speichern und zu verarbeiten. Für Fabric gilt das, wenn Mandant und alle Kapazitäten in einem EU-Rechenzentrum liegen. Ausnahmen sind etwa Fernzugriff, Sicherheitsbetrieb und Supportdaten. Vorschaudienste und Software im eigenen Haus sind nicht erfasst (Microsoft Learn, Stand 02.11.2026). Lassen Sie sich die Konfiguration schriftlich bestätigen.

Reicht eine EU-Region für die DSGVO?

Nein, eine EU-Region genügt nicht allein. Die DSGVO verlangt einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 und eine Grundlage nach Kapitel V, sobald Daten oder der Zugriff darauf ein Drittland berühren. Auch Fernzugriff aus einem Drittland gilt als Übermittlung. Prüfen Sie daher Unterauftragnehmer, Support und KI-Verarbeitung und halten Sie die Antworten im Vertrag fest. Keine Rechtsberatung, Details klärt Ihr Datenschutz (Stand 02.11.2026). Das gilt für jedes Werkzeug im Auszug.

Ist das EU-US Data Privacy Framework noch gültig?

Der Angemessenheitsbeschluss vom 10.07.2023 besteht nach den Angaben der EU-Kommission, ist aber angefochten. Das Gericht der EU wies die Klage Latombe am 03.09.2025 ab, das Rechtsmittel liegt beim EuGH (C-703/25 P). Am 31.07.2026 bat der Datenschutzausschuss die Kommission, die Folgen des US-Urteils Trump v. Slaughter zu prüfen (Stand 02.11.2026). Vereinbaren Sie deshalb eine Ersatzgrundlage im Vertrag und einen Termin, an dem Sie den Stand prüfen. Der Abschnitt zum Rechtsrahmen oben nennt die Quellen.

Was regelt der CLOUD Act, und betrifft er Daten in EU-Rechenzentren?

Der CLOUD Act vom 23.03.2018 verpflichtet Anbieter laut 18 U.S.C. § 2713 zur Herausgabe von Inhalten und Kundendaten in ihrem Besitz oder unter ihrer Kontrolle, unabhängig vom Speicherort. Er betrifft damit Anbieter, die US-Recht unterliegen, auch bei Rechenzentren in der EU. Art. 48 DSGVO erkennt Drittlandentscheidungen nur mit internationaler Übereinkunft an. Fragen Sie den Anbieter nach seinem Umgang mit Herausgabeverlangen. Keine Rechtsberatung (Stand 02.11.2026). Das Risiko bewertet Ihr Datenschutz je Datenklasse.

Wo verarbeitet die KI in BI-Werkzeugen meine Daten?

Das hängt vom Werkzeug und von Schaltern. Tableau Cloud weicht laut Tableau bei fehlendem Modell in die USA aus. Snowflake hält Kundendaten in der Kontoregion, Anfragen laufen je nach Parameter in andere Regionen. Looker verarbeitet über einen globalen Dienst, Qlik nennt regionsübergreifende Inferenz bei bestimmten KI-Funktionen (Hersteller, Stand 02.11.2026). Fragen Sie jeden Anbieter nach Standardwert und Admin-Schalter und testen Sie die Einstellung im Pilot. Die Tabelle oben nennt die Herstellerangaben je Werkzeug.

Welche EU-Regionen bieten Tableau Cloud und Qlik Cloud?

Tableau Cloud bietet in Europa die Regionen Deutschland, Schweiz, Vereinigtes Königreich und Europa, und die Site liegt in der gewählten Region. Qlik Cloud nennt Frankfurt, Dublin, London und Paris, der Administrator wählt die Region, und Qlik hostet Daten laut Hersteller nur dort (Herstellerseiten, Stand 02.11.2026). Ausfallstandorte unterscheiden sich, etwa Mailand für Frankfurt und Madrid für Dublin, und gehören in den Vertrag. Weitere Werkzeuge finden Sie im Katalog.

Was ist eine souveräne Cloud, und gibt es sie für BI?

Eine souveräne Cloud begrenzt Standort, Betreiber und Rechtsraum, etwa durch Betrieb ausschließlich in der EU. AWS hat die European Sovereign Cloud im Januar 2026 in Brandenburg eröffnet, Qlik plant dort eine eigene Cloud, und SAP nennt Betriebsmodelle mit Begrenzung auf die EU oder Deutschland. Copilot für Power BI unterstützt souveräne Clouds laut Microsoft nicht (Hersteller, Stand 02.11.2026). Den Funktionsumfang klären Sie je Werkzeug in der Demo. Eine Empfehlung folgt daraus nicht.

Was ist der Unterschied zwischen BSI C5 und C3A?

C5 beschreibt Sicherheitsanforderungen an Cloud-Dienste, die C3A vom 27.04.2026 behandelt Souveränität, also Rechtsraum, Kontrolle und Standort. Die C3A setzt laut BSI voraus, dass der Anbieter C5 erfüllt, und ist nicht verbindlich. Der Nachweis läuft über Audits, ein Leitfaden dazu ist laut BSI geplant (Stand 02.11.2026). Verlangen Sie das C5-Testat mit dem Umfang der Dienste, die Sie nutzen, und fragen Sie nach einem Nachweis zur C3A. Beide Kataloge sind keine Gesetze.

Welche Vertragsfragen gehören zu BI-Hosting?

Zwölf Themen gehören in jeden Vertrag: Region, Ausfallstandort, Metadaten, KI-Verarbeitung, Fernzugriff, Unterauftragnehmer, Drittlandgrundlage, Rechtsraum, Nachweise, Weisung und Löschung, Ausstieg und Protokolle. Der Fragenkatalog oben steht als CSV bereit, mit Spalten für Antwort und Punkte von 0 bis 5. Lassen Sie jeden Anbieter der Shortlist schriftlich antworten. Die Verhandlung selbst beschreibt BI-Lizenzverhandlung (Stand November 2026). Ergänzen Sie branchenspezifische Anforderungen, etwa aus Aufsichtsrecht oder Kundenverträgen, und lassen Sie die Antworten vom Datenschutz gegenzeichnen.

Wann ist On-Premises-BI sinnvoll?

On-Premises ist sinnvoll, wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen oder Regulierung Cloud-Betrieb ausschließt. Beispiele sind Power BI Report Server, Tableau Server, Qlik auf eigener Infrastruktur, Metabase und Apache Superset (Hersteller, Stand 02.11.2026). Dafür tragen Sie Betrieb, Updates und Sicherheit selbst, und Cloud-KI fehlt oft. Rechnen Sie den Personalaufwand mit ein. Eine Entscheidungshilfe bietet Cloud BI oder On-Premises. Entscheiden Sie je Datenklasse, nicht pauschal für das ganze Unternehmen.

Muss ich Unterauftragnehmer eines BI-Anbieters genehmigen?

Ja, der Auftragsverarbeiter braucht nach Art. 28 Abs. 2 DSGVO eine vorherige gesonderte oder allgemeine schriftliche Genehmigung für weitere Auftragsverarbeiter. Bei allgemeiner Genehmigung muss er Änderungen ankündigen, und Sie können widersprechen. Lassen Sie sich die Liste mit Ländern und Fristen geben, halten Sie sie im Vertrag fest und legen Sie fest, wer bei Ihnen Änderungsmitteilungen entgegennimmt. Keine Rechtsberatung (Stand 02.11.2026). Das gilt auch für Konzerngesellschaften des Anbieters.

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