BI EU-Hosting: Wo liegen Ihre Daten
und wo rechnet die KI?
BI EU-Hosting heißt: Sie wählen bei Power BI, Tableau, Qlik und anderen Werkzeugen eine EU-Region und klären zusätzlich, wo KI-Funktionen rechnen, wer aus der Ferne zugreift und welchem Recht der Anbieter unterliegt. Der US CLOUD Act erfasst laut Gesetzestext Daten im Besitz oder unter der Kontrolle eines Anbieters unabhängig vom Speicherort.
- Für wen: BI-Verantwortliche, IT, Datenschutz und Einkauf im DACH-Mittelstand und in Konzernen, die Cloud-BI auswählen oder ein bestehendes Hosting prüfen.
- Im Überblick: 10 Werkzeuge im Auszug mit Region, KI-Verarbeitung und Eigenbetrieb, der Rechtsstand zu Datenschutzrahmen und CLOUD Act mit Datum, vier Betriebsmodelle und ein Fragenkatalog für den Vertrag als CSV. Keine Wertung, keine Rechtsberatung.
- Zahl: Germany West Central bietet laut Microsoft Power BI und alle Fabric-Workloads, Germany North nur Power BI (Microsoft Learn, Stand 02.11.2026).
- Weiter: Rechte und Schalter von Copilot: Copilot in Power BI Datenschutz. Verträge verhandeln: BI-Lizenzverhandlung. Betriebsform: Cloud BI oder On-Premises.
Wo liegen BI-Daten,
und was zählt außer dem Rechenzentrum?
BI-Daten liegen dort, wo Mandant, Site oder Konto angelegt wurden, der Speicherort ist aber nur eine von fünf Fragen: dazu kommen KI-Verarbeitung, Metadaten und Identitäten, Fernzugriff und das Recht des Anbieters. Die Betriebsform klären Sie zuerst mit Cloud BI oder On-Premises.
Was die Region festlegt
- Den Ort von Datenmodellen, Berichten und Zwischenspeichern, bei Power BI die Heimatregion des Mandanten oder die Region der Kapazität
- Bei Tableau Cloud und Qlik Cloud den Standort der Site, bei Snowflake und Databricks den von Konto und Workspace
Was die Region nicht festlegt
- Wo KI-Funktionen rechnen: Tableau Cloud leitet Agent-Anfragen laut Tableau in eine US-Region um, wenn Modell oder Kapazität in der Heimatregion fehlen
- Welche Metadaten und Identitäten außerhalb liegen: Azure Databricks speichert Benutzername, Name und E-Mail laut Microsoft in den USA
- Das Recht, dem der Anbieter unterliegt, und wer aus der Ferne zugreift, etwa im Support
Quellen: Microsoft Learn, Fabric-Heimatregion, Tableau Hilfe, Sicherheit in der Cloud, Tableau Hilfe, KI und Vertrauen, Microsoft Learn, Dienste mit laufenden Teilübermittlungen, abgerufen am 02.11.2026. Einordnung von Find-Your-BI.
In welcher Region speichern BI-Werkzeuge Daten,
und wo läuft die KI?
Zehn Werkzeuge, alphabetisch und ohne Wertung; Auswahlprinzip sind DACH-Bezug, belegte Herstellerangaben zur Region und jede Betriebsform. Fehlende Angaben stehen als „In der Demo klären“, weitere Werkzeuge finden Sie im BI-Software-Katalog und über das kostenlose BI-Matching.
| Werkzeug | Region und Datenhaltung | KI-Verarbeitung | Betrieb im eigenen Haus | Profil |
|---|---|---|---|---|
| Apache SupersetOpen Source | Kein Hersteller-Rechenzentrum: Der Standort ist der Ihrer eigenen Infrastruktur | Hängt von den Modellen ab, die Sie selbst einbinden, und liegt in Ihrer Verantwortung | Ja. Quellcode unter der Apache License 2.0 der Apache Software Foundation | Zum Profil → |
| DatabricksWorkspace auf AWS, Azure oder Google Cloud |
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| Nein. Workspaces laufen laut Databricks bei AWS, Azure oder Google Cloud | Zum Profil → |
| LookerGoogle Cloud |
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| In der Demo klären | Zum Profil → |
| MetabaseCloud oder selbst gehostet |
| In der Demo klären | Ja. Self-Hosting ist laut Metabase für manche Setups sinnvoll oder nötig, etwa bei Air-Gap | Zum Profil → |
| Microsoft Power BIFabric und Power BI Report Server |
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| Zum Profil → |
| Qlik SenseQlik Cloud Analytics |
| Bestimmte KI-Funktionen können laut Qlik Daten regionsübergreifend verarbeiten |
| Zum Profil → |
| SAP Analytics CloudSAP |
| Joule: Verarbeitungsort und Modellanbieter in der Demo klären | In der Demo klären | Zum Profil → |
| SnowflakeCloud-Datenplattform |
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| Nein. Konten laufen bei AWS, Azure oder Google Cloud | |
| TableauTableau Cloud und Tableau Server |
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| Zum Profil → |
| Zoho AnalyticsZoho |
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| In der Demo klären | Zum Profil → |
Herstellerseiten, abgerufen am 02.11.2026: Microsoft Learn, Regionen, Multi-Geo, Copilot-Einstellungen, Copilot für Power BI, Report Server, Tableau Hilfe und KI und Vertrauen, Qlik, Regionen und Preise, Databricks, Geos und AWS-Regionen, Snowflake, Regionen und Cross-Region-Inferenz, Google, Looker core, Looker original und Gemini in Looker, Metabase Cloud, Zoho, Rechenzentren und Ask Zia, SAP News vom 16.04.2026, Apache Superset. Vertiefung zu Datenplattformen: Databricks oder Snowflake und Data Warehouse für BI.
Was gilt für BI-Daten in EU-Rechenzentren
von US-Anbietern?
Die DSGVO gilt für personenbezogene Daten in Berichten unabhängig vom Rechenzentrum, und eine EU-Region ersetzt weder den Vertrag zur Auftragsverarbeitung noch die Prüfung von Fernzugriffen, Drittlandübermittlungen und fremdem Zugriffsrecht. Die vier Zeilen geben den Rechtsstand mit Datum wieder, keine Rechtsberatung.
| Thema | Was gilt | Prüffrage an den Anbieter |
|---|---|---|
| 1 · AuftragsverarbeitungArt. 28 DSGVO |
| Liegt die Liste der Unterauftragnehmer mit Ländern vor, und wie erfahren Sie von Änderungen? |
| 2 · DrittlandKapitel V DSGVO |
| Auf welcher Grundlage übermittelt der Anbieter, und was gilt, wenn sie wegfällt? |
| 3 · DatenschutzrahmenEU-US Data Privacy Framework |
| Ist der Anbieter auf der DPF-Liste, und welche Ersatzgrundlage gilt im Vertrag? |
| 4 · Fremdes ZugriffsrechtCLOUD Act und Data Act |
| Unterliegt der Anbieter oder ein Konzernunternehmen dem Recht eines Drittlands, und wie geht er mit Herausgabeverlangen um? |
Quellen, abgerufen am 02.11.2026: DSGVO, Verordnung (EU) 2016/679, EU-Kommission, Datenübermittlung in die USA, Amtsblatt, Rechtssache C-703/25 P, EDSA, Schreiben vom 31.07.2026, US Supreme Court, Nr. 25-332, Public Law 115-141, Division V, EU-Kommission, Data Act. Der Stand kann sich ändern, prüfen Sie ihn vor Vertragsabschluss. Keine Rechtsberatung, Details klären Datenschutz und Rechtsabteilung.
Was bringt die EU Data Boundary
bei Power BI und Fabric?
Die EU Data Boundary sichert laut Microsoft zu, Kundendaten und pseudonymisierte personenbezogene Daten in der EU und den EFTA-Staaten zu speichern und zu verarbeiten, bei Fabric aber nur bei passender Konfiguration und mit dokumentierten Ausnahmen.
| Thema | Was Microsoft angibt | Was Sie prüfen |
|---|---|---|
| 01 · Konfiguration |
| Heimatregion und alle Kapazitätsregionen vor dem Rollout in der Verwaltung prüfen |
| 02 · Multi-Geo |
| Welche Metadaten in der Heimatregion bleiben und wo die zweite Region liegt |
| 03 · Ausnahmen |
| Fernzugriff, Support und Customer Lockbox im Vertrag klären |
| 04 · KI-Schalter |
|
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Quellen: Microsoft Learn, EU Data Boundary, Konfiguration für Fabric, laufende Übermittlungen, Multi-Geo, Copilot-Einstellungen, abgerufen am 02.11.2026. Preise für Fabric-Kapazitäten: Microsoft Fabric Kosten.
Wann lohnt eine souveräne Cloud
oder der Betrieb im eigenen Haus?
Sie lohnt, wenn Ihre Risikobewertung verlangt, dass kein Anbieter mit Drittlandrecht Zugriff haben kann, oder wenn Regulierung es vorgibt; für andere Daten genügt oft die EU-Region mit Vertrag. Eine Empfehlung folgt aus den vier Modellen nicht.
| Modell | Was gilt | Kontrolle und Aufwand |
|---|---|---|
| 01 · EU-RegionHyperscaler in Deutschland oder der EU |
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| 02 · EU-BetriebSouveräne Cloud |
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| 03 · PrüfrahmenBSI C5 und C3A |
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| 04 · EigenbetriebOn-Premises oder Open Source |
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Quellen, abgerufen am 02.11.2026: AWS, Eröffnung der European Sovereign Cloud vom 14.01.2026, Qlik, Regionen, SAP News vom 16.04.2026, BSI, C5, BSI, Pressemitteilung zur C3A, Microsoft Learn, Copilot für Power BI, Microsoft Learn, Report Server. Einordnung von Find-Your-BI.
Welche Fragen gehören in den Vertrag
zu BI-Hosting?
Zwölf Fragen decken Region, KI, Zugriff, Recht und Ausstieg ab: Laden Sie die Tabelle als CSV, lassen Sie jeden Anbieter der Shortlist schriftlich antworten und bewerten Sie mit 0 bis 5 Punkten. Das Vorgehen beschreibt BI-Shortlist, die Verhandlung BI-Lizenzverhandlung.
| Thema | Prüffrage an den Anbieter | Nachweis |
|---|---|---|
| Region | In welcher Region liegen Mandant, Datenmodelle, Zwischenspeicher und Sicherungen, und können wir sie festlegen? | Regionsangabe je Datenart im Vertrag |
| Ausfallstandort | Wo liegen Sicherungen und der Standort für den Ausfall? | Angabe im Vertrag |
| Metadaten | Welche Metadaten, Protokolle und Benutzerkonten liegen außerhalb der Region? | Liste mit Ländern |
| KI-Verarbeitung | Wo laufen KI-Funktionen, bei welchem Modellanbieter, und wann weichen sie in andere Regionen aus? | Admin-Einstellung und Beschreibung |
| Fernzugriff | Wer greift aus welchen Ländern auf Daten zu, und wie wird der Zugriff freigegeben? | Zugriffsmodell, Lockbox oder Gleichwertiges |
| Unterauftragnehmer | Wer sind die Unterauftragnehmer, in welchen Ländern, und wie lange vorher kündigen sie Änderungen an? | Liste mit Stand, Einspruchsrecht |
| Drittland | Auf welcher Grundlage übermittelt der Anbieter in Drittländer, und was gilt bei Wegfall? | Klausel zu DPF und Standarddatenschutzklauseln |
| Rechtsraum | Welchem Recht unterliegen Anbieter und Konzern, und wie behandelt er Herausgabeverlangen von Behörden? | Transparenzbericht, Verfahrensklausel |
| Nachweise | Liegt ein aktuelles C5-Testat vor, mit welchem Umfang, und gibt es einen Nachweis nach C3A? | Testat mit Dienstumfang |
| Weisung und Löschung | Wird nur auf dokumentierte Weisung verarbeitet, und wie werden Daten bei Vertragsende gelöscht? | Löschkonzept, Frist |
| Ausstieg | Wie exportieren wir Daten, in welchem Format, mit welcher Frist und welchen Entgelten? | Exit-Klausel, Preisblatt |
| Protokolle | Welche KI-Protokolle entstehen, wie lange werden sie gespeichert, und wer sieht sie? | Protokollbeschreibung, Aufbewahrungsfrist |
Die Spalten für Antwort des Anbieters und Punkte sind leer. Die Datei öffnet in Excel oder LibreOffice.
Fragen von Find-Your-BI, Stand November 2026, gestützt auf Art. 28 DSGVO, die Data-Act-Vorgaben zum Anbieterwechsel (Entgelte für Wechsel und Datenübertragung entfallen laut EU-Kommission ab 12.01.2027) und die BSI-Kataloge C5 und C3A. Keine Rechtsberatung. Rechte und Schalter bei Copilot: Copilot in Power BI Datenschutz.
Typische Fehler bei
BI-Hosting.
Die häufigsten Fehler verwechseln Standort mit Rechtsraum und übersehen die KI-Verarbeitung.
Region gleich Souveränität
- Fehler: Eine Region in Deutschland gilt als Souveränität
- Folge: Sie sagt nichts darüber, welchem Recht der Anbieter unterliegt
- Besser: Fragen Sie nach Konzern und Herausgabeverlangen
KI-Verarbeitung ungeprüft
- Fehler: Daten liegen in Frankfurt, die KI rechnet in einer anderen Region
- Folge: Der Speicherort sagt nichts über den Ort der Verarbeitung
- Besser: Schalter und Standardwerte prüfen, bei Snowflake etwa den Kontoparameter
Nur Inhalte betrachtet
- Fehler: Nur Berichte und Modelle zählen als Daten
- Folge: Metadaten, Protokolle und Identitätsdaten können außerhalb liegen, etwa bei Multi-Geo oder Azure Databricks
- Besser: Lassen Sie sie auflisten
Unterauftragnehmer nicht beachtet
- Fehler: Keine Liste und kein Einspruchsrecht vereinbart
- Folge: Der Anbieter ändert die Kette still, obwohl Art. 28 Abs. 2 DSGVO Genehmigung und Information verlangt
- Besser: Liste mit Ländern und Einspruchsrecht festhalten
Datenschutzrahmen als sicher angenommen
- Fehler: Der Beschluss gilt als unumstritten
- Folge: Er ist angefochten und in der Prüfung
- Besser: Ersatzgrundlage und Prüftermin vereinbaren
Eigenbetrieb unterschätzt
- Fehler: On-Premises gilt als Selbstläufer
- Folge: Es hält die Daten im Haus, verlangt aber Updates, Sicherheit und Personal
- Besser: Den Aufwand mitrechnen
Einordnung von Find-Your-BI, Stand November 2026. Grundlagen laut den oben genannten Herstellerseiten und Rechtsquellen, abgerufen am 02.11.2026.
BI-Hosting festlegen:
in fünf Schritten zur Entscheidung.
Gehen Sie von den Daten aus, nicht vom Werkzeug, entlang der Auswahlstrecke unter BI auswählen.
Datenklassen festlegen
Ordnen Sie Berichte nach personenbezogenen, geheimen und regulierten Daten und legen Sie je Klasse das nötige Niveau fest.
Betriebsmodell wählen
EU-Region, souveräne Cloud oder Eigenbetrieb je Datenklasse, die Tabelle oben zeigt das Angebot.
KI-Verarbeitung klären
Schalter, Standardwerte und Modellanbieter erfragen und im Test prüfen, Methode unter BI Proof of Concept.
Vertrag prüfen
Fragenkatalog beantworten lassen, Unterauftragnehmer und Drittlandgrundlage festhalten.
Nachweise und Prüftermin
Testate ablegen und einen Termin setzen, an dem Sie Rechtsstand und Anbieterangaben erneut prüfen.
Unterstützung bieten BI-Auswahlberatung und BI-Partner finden. Netzwerk: Softwareauswahl und Vendor-Management.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Wo liegen meine Daten bei Power BI?
Ihre Daten liegen in der Heimatregion Ihres Mandanten oder, bei Kapazitäten in anderer Region, in der Kapazitätsregion. Die Heimatregion legt der erste Nutzer fest, der sich anmeldet, und das Hilfemenü zeigt sie unter „Your data is stored in“ an (Microsoft, Stand 02.11.2026). Bei Multi-Geo bleiben Teile der Metadaten wie Berechtigungen in der Heimatregion. Prüfen Sie die Region vor dem Rollout in der Verwaltung. Details zu Rechten bei Copilot finden Sie unter Copilot in Power BI Datenschutz.
Gibt es Power BI in einem Rechenzentrum in Deutschland?
Ja, Microsoft führt Germany West Central als Region mit Power BI und allen Fabric-Workloads, Germany North nur für Power BI (Stand 02.11.2026). In Germany North sind laut Microsoft der eigenständige Copilot und Copilot in Apps nicht verfügbar. Die Region ist nur ein Teil der Antwort: KI-Schalter, Metadaten und Fernzugriff prüfen Sie zusätzlich, und die Heimatregion Ihres Mandanten kann abweichen. Preise für Kapazitäten stehen unter Microsoft Fabric Kosten. Fragen Sie Ihren Partner nach der gewählten Kapazitätsregion.
Was ist die EU Data Boundary?
Die EU Data Boundary ist laut Microsoft die Zusage, Kundendaten und pseudonymisierte personenbezogene Daten für Dienste wie Azure, Power Platform und Microsoft 365 in der EU und den EFTA-Staaten zu speichern und zu verarbeiten. Für Fabric gilt das, wenn Mandant und alle Kapazitäten in einem EU-Rechenzentrum liegen. Ausnahmen sind etwa Fernzugriff, Sicherheitsbetrieb und Supportdaten. Vorschaudienste und Software im eigenen Haus sind nicht erfasst (Microsoft Learn, Stand 02.11.2026). Lassen Sie sich die Konfiguration schriftlich bestätigen.
Reicht eine EU-Region für die DSGVO?
Nein, eine EU-Region genügt nicht allein. Die DSGVO verlangt einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 und eine Grundlage nach Kapitel V, sobald Daten oder der Zugriff darauf ein Drittland berühren. Auch Fernzugriff aus einem Drittland gilt als Übermittlung. Prüfen Sie daher Unterauftragnehmer, Support und KI-Verarbeitung und halten Sie die Antworten im Vertrag fest. Keine Rechtsberatung, Details klärt Ihr Datenschutz (Stand 02.11.2026). Das gilt für jedes Werkzeug im Auszug.
Ist das EU-US Data Privacy Framework noch gültig?
Der Angemessenheitsbeschluss vom 10.07.2023 besteht nach den Angaben der EU-Kommission, ist aber angefochten. Das Gericht der EU wies die Klage Latombe am 03.09.2025 ab, das Rechtsmittel liegt beim EuGH (C-703/25 P). Am 31.07.2026 bat der Datenschutzausschuss die Kommission, die Folgen des US-Urteils Trump v. Slaughter zu prüfen (Stand 02.11.2026). Vereinbaren Sie deshalb eine Ersatzgrundlage im Vertrag und einen Termin, an dem Sie den Stand prüfen. Der Abschnitt zum Rechtsrahmen oben nennt die Quellen.
Was regelt der CLOUD Act, und betrifft er Daten in EU-Rechenzentren?
Der CLOUD Act vom 23.03.2018 verpflichtet Anbieter laut 18 U.S.C. § 2713 zur Herausgabe von Inhalten und Kundendaten in ihrem Besitz oder unter ihrer Kontrolle, unabhängig vom Speicherort. Er betrifft damit Anbieter, die US-Recht unterliegen, auch bei Rechenzentren in der EU. Art. 48 DSGVO erkennt Drittlandentscheidungen nur mit internationaler Übereinkunft an. Fragen Sie den Anbieter nach seinem Umgang mit Herausgabeverlangen. Keine Rechtsberatung (Stand 02.11.2026). Das Risiko bewertet Ihr Datenschutz je Datenklasse.
Wo verarbeitet die KI in BI-Werkzeugen meine Daten?
Das hängt vom Werkzeug und von Schaltern. Tableau Cloud weicht laut Tableau bei fehlendem Modell in die USA aus. Snowflake hält Kundendaten in der Kontoregion, Anfragen laufen je nach Parameter in andere Regionen. Looker verarbeitet über einen globalen Dienst, Qlik nennt regionsübergreifende Inferenz bei bestimmten KI-Funktionen (Hersteller, Stand 02.11.2026). Fragen Sie jeden Anbieter nach Standardwert und Admin-Schalter und testen Sie die Einstellung im Pilot. Die Tabelle oben nennt die Herstellerangaben je Werkzeug.
Welche EU-Regionen bieten Tableau Cloud und Qlik Cloud?
Tableau Cloud bietet in Europa die Regionen Deutschland, Schweiz, Vereinigtes Königreich und Europa, und die Site liegt in der gewählten Region. Qlik Cloud nennt Frankfurt, Dublin, London und Paris, der Administrator wählt die Region, und Qlik hostet Daten laut Hersteller nur dort (Herstellerseiten, Stand 02.11.2026). Ausfallstandorte unterscheiden sich, etwa Mailand für Frankfurt und Madrid für Dublin, und gehören in den Vertrag. Weitere Werkzeuge finden Sie im Katalog.
Was ist eine souveräne Cloud, und gibt es sie für BI?
Eine souveräne Cloud begrenzt Standort, Betreiber und Rechtsraum, etwa durch Betrieb ausschließlich in der EU. AWS hat die European Sovereign Cloud im Januar 2026 in Brandenburg eröffnet, Qlik plant dort eine eigene Cloud, und SAP nennt Betriebsmodelle mit Begrenzung auf die EU oder Deutschland. Copilot für Power BI unterstützt souveräne Clouds laut Microsoft nicht (Hersteller, Stand 02.11.2026). Den Funktionsumfang klären Sie je Werkzeug in der Demo. Eine Empfehlung folgt daraus nicht.
Was ist der Unterschied zwischen BSI C5 und C3A?
C5 beschreibt Sicherheitsanforderungen an Cloud-Dienste, die C3A vom 27.04.2026 behandelt Souveränität, also Rechtsraum, Kontrolle und Standort. Die C3A setzt laut BSI voraus, dass der Anbieter C5 erfüllt, und ist nicht verbindlich. Der Nachweis läuft über Audits, ein Leitfaden dazu ist laut BSI geplant (Stand 02.11.2026). Verlangen Sie das C5-Testat mit dem Umfang der Dienste, die Sie nutzen, und fragen Sie nach einem Nachweis zur C3A. Beide Kataloge sind keine Gesetze.
Welche Vertragsfragen gehören zu BI-Hosting?
Zwölf Themen gehören in jeden Vertrag: Region, Ausfallstandort, Metadaten, KI-Verarbeitung, Fernzugriff, Unterauftragnehmer, Drittlandgrundlage, Rechtsraum, Nachweise, Weisung und Löschung, Ausstieg und Protokolle. Der Fragenkatalog oben steht als CSV bereit, mit Spalten für Antwort und Punkte von 0 bis 5. Lassen Sie jeden Anbieter der Shortlist schriftlich antworten. Die Verhandlung selbst beschreibt BI-Lizenzverhandlung (Stand November 2026). Ergänzen Sie branchenspezifische Anforderungen, etwa aus Aufsichtsrecht oder Kundenverträgen, und lassen Sie die Antworten vom Datenschutz gegenzeichnen.
Wann ist On-Premises-BI sinnvoll?
On-Premises ist sinnvoll, wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen oder Regulierung Cloud-Betrieb ausschließt. Beispiele sind Power BI Report Server, Tableau Server, Qlik auf eigener Infrastruktur, Metabase und Apache Superset (Hersteller, Stand 02.11.2026). Dafür tragen Sie Betrieb, Updates und Sicherheit selbst, und Cloud-KI fehlt oft. Rechnen Sie den Personalaufwand mit ein. Eine Entscheidungshilfe bietet Cloud BI oder On-Premises. Entscheiden Sie je Datenklasse, nicht pauschal für das ganze Unternehmen.
Muss ich Unterauftragnehmer eines BI-Anbieters genehmigen?
Ja, der Auftragsverarbeiter braucht nach Art. 28 Abs. 2 DSGVO eine vorherige gesonderte oder allgemeine schriftliche Genehmigung für weitere Auftragsverarbeiter. Bei allgemeiner Genehmigung muss er Änderungen ankündigen, und Sie können widersprechen. Lassen Sie sich die Liste mit Ländern und Fristen geben, halten Sie sie im Vertrag fest und legen Sie fest, wer bei Ihnen Änderungsmitteilungen entgegennimmt. Keine Rechtsberatung (Stand 02.11.2026). Das gilt auch für Konzerngesellschaften des Anbieters.
Das passende BI-Werkzeug
für Ihre Hosting-Anforderungen.
Das BI Selection Portal ist das Werkzeug für die Softwareauswahl: Anforderungen sammeln, eine begründete Shortlist erhalten, Demos bewerten, den Vertrag prüfen und alles nachvollziehbar dokumentieren. KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen.