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BI-Software-Kategorien · Predictive Analytics BI

Predictive Analytics BI.
Wann die BI-Prognose reicht und wann ein Modell nötig ist.

Predictive Analytics BI reicht von der Prognoselinie im Bericht bis zu AutoML auf der Datenplattform. Die BI-Prognose genügt für wenige Kennzahlen mit sauberer Historie im festen Takt. Ein eigenes Modell lohnt bei vielen Zeitreihen, bekannten Einflussgrößen oder Betrieb im Prozess. Entscheidend ist der Test gegen eine einfache Vergleichsprognose.

  • Für wen: Controlling, BI-Verantwortliche und IT im DACH-Mittelstand und in Konzernen, die Absatz, Umsatz oder Kosten vorhersagen wollen und klären müssen, ob ihr BI-Werkzeug dafür genügt.
  • Im Überblick: 10 Werkzeuge im Auszug mit Prognosefunktion, Datenvoraussetzungen und Reifegrad laut Hersteller, Entscheidung in vier Stufen, Prüfung der Prognosegüte, Rechenbeispiel und eine Checkliste als CSV. Keine Wertung.
  • Zahl: Tableau braucht mindestens fünf Datenpunkte für einen Trend und für Saisonalität zwei Saisons, bei Monatsdaten also 24 Punkte (Tableau Hilfe, Stand 02.11.2026).
  • Weiter: Planung und Forecast im Finanzbereich: BI für Finanzwesen. Saubere Daten als Voraussetzung: Datenqualität in der BI. Fragen in natürlicher Sprache an Daten: BI mit KI fragen.

Zur Anbieter Tabelle ↓

Was BI-Werkzeuge können

Was ist Predictive Analytics in der BI,
und was leisten BI-Werkzeuge selbst?

Predictive Analytics leitet aus vergangenen Werten künftige ab, in der BI meist als Zeitreihenprognose für Absatz, Umsatz, Kosten oder Bestand. Die Spanne reicht von der Prognoselinie im Bericht über AutoML der Plattformen bis zum eigenen Modell.

Was BI-Bordmittel heute übernehmen

  • Prognoselinie mit wählbarer Länge und Konfidenzintervall im Liniendiagramm (Power BI, Analytics-Bereich)
  • Automatische Wahl unter bis zu acht Modellen mit und ohne Saison (Tableau, Exponential Smoothing)
  • Auffälligkeiten in Zeitreihen markieren, mit Empfindlichkeit und Erklärungsfeldern (Power BI, Anomalien)
  • Modelle automatisch trainieren und vergleichen, ohne Code (Qlik Predict) oder mit Code (Fabric AutoML, Databricks AutoML)
  • Prognose als SQL-Funktion im Warehouse (Snowflake, BigQuery, Databricks), die ein BI-Werkzeug nur anzeigt

Wofür Sie mehr brauchen

  • Viele Zeitreihen gleichzeitig, etwa Artikel mal Standort, mit eigener Pflege je Reihe
  • Einflussgrößen wie Preis, Aktion oder Wetter, deren künftige Werte bekannt sein müssen
  • Betrieb im Prozess: regelmäßig nachtrainieren, Abweichungen überwachen, Ergebnisse zurückschreiben
  • Erklärbare Treiber für die Fachabteilung und Dokumentation der Modellwahl
  • Planung mit Versionen, Szenarien und Freigabe, die über eine Prognose hinausgeht

Quellen: Microsoft Learn, Analytics-Bereich in Power BI, Tableau Hilfe, So funktioniert die Prognose, Qlik Hilfe, Qlik Predict, Microsoft Learn, AutoML in Fabric, jeweils abgerufen am 02.11.2026. Einordnung von Find-Your-BI. Zu Dashboards mit KI: Dashboard Software. Begriffe: BI Glossar. Abgrenzung zu Planung: BI für Finanzwesen.

Werkzeuge im Auszug · Stand November 2026

Welche BI-Werkzeuge bieten
Prognosefunktionen?

Zehn Werkzeuge im Auszug, alphabetisch und ohne Wertung. Auswahlprinzip: Bezug zum DACH-Raum, belegte Herstellerdokumentation und jede Bauart von der BI-Plattform bis zum Data Warehouse; Reifegrad nur, wo ihn die Herstellerseite nennt.

WerkzeugPrognosefunktionVoraussetzungen laut HerstellerReifegrad und Kosten laut HerstellerProfil
DatabricksAutoML und ai_forecast
  • AutoML-Prognose als Experiment
  • SQL-Funktion ai_forecast mit Prognoseintervall
  • AutoML: Runtime 10.0 ML oder neuer, Serverless als Standard
  • Auto-ARIMA nur bei regelmäßigem Takt
  • ai_forecast: Pro oder Serverless SQL Warehouse
  • ai_forecast Version 1 ist Public Preview, Version 2 Beta
  • AutoML: Doku nennt keinen Reifegrad
  • Kosten in der Demo klären (Verbrauch, Cloud)
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Data Studiofrüher Looker Studio
  • Trendlinien im Zeitreihendiagramm
  • Linear, polynomial, exponentiell, gleitender Durchschnitt
  • Nur für Zeitreihen- und Streudiagramme
  • Eine Prognose künftiger Werte nennt die Hilfeseite nicht
  • Reifegrad: nicht genannt
  • Eigene Prognosen kommen aus der Datenquelle, etwa BigQuery
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Google BigQueryBigQuery ML
  • AI.FORECAST mit dem eingebauten Modell TimesFM
  • Ohne eigenes Training, auch mit Kovariaten
  • TimesFM 3.0: höchstens 2.048 Datenpunkte, Horizont bis 1.024 Schritte
  • TimesFM 2.5: höchstens 15.360 Datenpunkte, Horizont bis 10.000 Schritte
  • TimesFM 3.0 Vorschau, Prognose mit Kovariaten Pre-GA
  • Abrechnung nach BigQuery-ML-Tarif
  • TimesFM 3.0 ab 01.12.2026 tokenbasiert
Microsoft FabricAutoML (flaml.AutoML)
  • Automatisches Training für Zeitreihenprognosen
  • Verfahren wie AutoARIMA, Prophet, SeasonalNaive, Temporal Fusion Transformer
  • Nachverfolgung mit MLflow
  • Code in Notebooks (Python)
  • Trainingsdaten als Pandas- oder Spark-Tabelle
  • Aufgabe Zeitreihenprognose wählbar
Microsoft Power BIAnalytics-Bereich
  • Prognose mit wählbarer Länge und Konfidenzintervall
  • Trendlinie und Anomalieerkennung
  • Nur im Liniendiagramm, Zeitdaten nötig
  • Anomalien mit Empfindlichkeit und Erklärungsfeldern
  • Reifegrad: Doku nennt keinen
  • Lizenz für Prognose nicht gesondert genannt, Lizenzen unter Power BI Kosten
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Qlik CloudQlik Predict
  • Experimente ohne Code
  • Zeitreihen mit Gruppen und Kovariaten
  • Bereitstellung und Integration in Qlik-Sense-Apps
  • Numerisches Ziel mit mehr als 11 verschiedenen Werten
  • Datum in gleichmäßigem Takt, bis zu zwei Gruppen
  • Prognosefenster bis 180 Schritte, Trainingsdaten bis 1 GiB
  • Qlik Predict ist laut Qlik eine kostenpflichtige Zusatzfunktion
  • Premium ab 2.750 USD je Monat (jährlich) enthält begrenzte Basisfunktionen
  • Enterprise in der Demo klären
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SAP Analytics CloudSmart Predict
  • Prognoseszenarien für Zeitreihen
  • Additives Modell aus Trend, Periodik und Fluktuation, optional mit Einflussvariablen
  • Historie mit Datum im festen Takt, ein Zielwert je Zeitpunkt
  • Prognoselänge im Verhältnis 5 zu 1 zur Historie empfohlen
  • Reifegrad: Schulungsseite nennt keinen
  • Lizenz und Preis in der Demo klären
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SnowflakeML-Funktion Forecasting
  • Prognosemodell als Objekt im Warehouse
  • Mehrere Reihen gleichzeitig, optional mit Einflussgrößen
  • Mindestens 12 Zeilen je Zeitreihe, bei 2 bis 11 nur Naivprognose
  • Einflussgrößen brauchen künftige Werte im ganzen Horizont
  • Modelle sind unveränderlich
  • Reifegrad: Doku nennt keinen
  • Rechenzeit über das Virtual Warehouse, Betrag in der Demo klären
TableauPrognose
  • Automatische Wahl unter bis zu acht Exponential-Smoothing-Modellen
  • Qualitätsanzeige gegen eine Naivprognose
  • Mindestens fünf Datenpunkte für den Trend
  • Saisonalität: zwei Saisons oder eine Saison plus fünf Perioden
  • Nicht bei mehrdimensionalen Quellen
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Zoho AnalyticsPrognose
  • Modelle ARIMA, STL, ETS, Regression und VAR
  • Automatische Wahl, Einflussfaktoren möglich
  • Mindestens sieben Datenpunkte laut Hilfe (eine Fehlerhilfe nennt mehr als fünf)
  • Linien-, Balken-, Streu-, Flächendiagramme, Pivot mit 20 Reihen
  • Laut Zoho in allen kostenpflichtigen Plänen
  • Reifegrad: Doku nennt keinen
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Herstellerseiten, abgerufen am 02.11.2026: Databricks, AutoML Prognose und ai_forecast, Google, Zeitreihendiagramm, Google, AI.FORECAST, Microsoft Learn, AutoML in Fabric und Analytics-Bereich, Qlik, Zeitreihenexperimente und Preise, SAP Learning, Zeitreihenmodelle in Smart Predict, Snowflake, Forecasting, Tableau Hilfe, Prognose, Zoho, Prognose. Preise ohne Mehrwertsteuer, nicht umgerechnet. Nicht jede Funktion steht in jeder Edition oder Region zur Verfügung, das ist in der Demo zu klären. Weitere Werkzeuge: BI-Software-Katalog und kostenloses BI-Matching.

Vier Stufen

Wann reicht die BI-Prognose,
wann brauchen wir ein eigenes Modell?

Die BI-Prognose reicht für wenige Kennzahlen mit ausreichender Historie im festen Takt, deren Ergebnis nur angezeigt wird. Darüber entscheiden vier Stufen nach Zahl der Zeitreihen, Einflussgrößen und Betrieb.

Stufe 1 · Im Bericht

Prognoselinie und Trend

  • Passt zu: ein bis wenige Kennzahlen, Monats- oder Wochenwerte, Anzeige im Dashboard
  • Beispiele laut Hersteller: Power BI Prognose im Liniendiagramm, Tableau Prognose, Zoho Prognose
  • Grenze: Anzeige und Einzelreihen, für viele Reihen, Einflussgrößen oder Rückschreiben Stufe 2 bis 4
  • Prüffrage: Schlägt die Prognose den Vorjahreswert im Rückblick?
Stufe 2 · Auf der Plattform

AutoML und SQL-Prognose

  • Passt zu: dutzende bis tausende Reihen, Daten liegen schon im Warehouse oder Lakehouse
  • Beispiele laut Hersteller: Qlik Predict, Snowflake Forecasting, BigQuery AI.FORECAST, Databricks, Fabric AutoML
  • Grenze: Nachtrainieren, Rechte und Kosten müssen betrieben werden, Modelle sind teils unveränderlich
  • Prüffrage: Wer trainiert nach und wer sieht, wenn die Güte sinkt?
Stufe 3 · Eigenes Modell

Data Science mit Code

  • Passt zu: besondere Treiber, Hierarchien, Aktionen, Sonderfälle wie Ausfälle oder Lieferketten
  • Voraussetzung: Fachkräfte für Modellierung, Überwachung und Dokumentation
  • Grenze: höchster Aufwand, Ergebnis muss erklärbar und betreibbar bleiben
  • Prüffrage: Bringt das Modell messbar weniger Fehler als Stufe 2?
Stufe 4 · Planung

Planungslösung statt Prognose

  • Passt zu: Budget, Forecast-Versionen, Szenarien und Freigaben im Finanzbereich
  • Eine Prognose liefert dabei den Startwert, die Planung hält Versionen und Verantwortliche
  • Grenze: Planung ist eine eigene Produktklasse, nicht Teil der Prognosefunktion
  • Prüffrage und Einordnung: BI für Finanzwesen

Einordnung von Find-Your-BI (Grenzen der Stufen), Stand November 2026. Funktionen laut Herstellerseiten in der Werkzeugtabelle, abgerufen am 02.11.2026. Wenn Fragen in natürlicher Sprache dazukommen sollen: BI mit KI fragen, zu Agenten: KI-Agenten in der BI.

Praxisbaustein · Entscheidungshilfe

Reicht BI-Prognose oder brauchen wir ein Modell?
Checkliste zum Herunterladen.

Je Thema eine Prüffrage; laden Sie die Tabelle als CSV und tragen Sie Antwort und Verantwortlichen ein. Wenige Reihen, kurze Horizonte und reine Anzeige sprechen für Stufe 1, viele Reihen, Einflussgrößen und Betrieb für Stufe 2 oder 3.

ThemaPrüffrageNachweis
ZielWelche Entscheidung stützt die Prognose, und wie oft wird sie gebraucht?Beschreibung der Entscheidung
UmfangWie viele Zeitreihen sind zu prognostizieren (Artikel, Standorte, Kostenstellen)?Zahl der Reihen
HistorieWie viele regelmäßige Perioden liegen vor, und decken sie mindestens zwei Saisonzyklen ab?Anzahl Perioden je Reihe
TaktLiegen die Werte im gleichen Abstand ohne Lücken und Doppelte vor?Prüfung der Zeitachse
DatenqualitätSind Ausreißer, Stornos, Umstellungen und Systemwechsel dokumentiert?Liste der Sonderfälle
EinflussgrößenGibt es Treiber wie Preis, Aktion oder Feiertage, und sind ihre künftigen Werte bekannt?Liste der Treiber mit Quelle
VergleichWelche einfache Prognose (letzter Wert, Vorjahreswert) muss das Verfahren schlagen?Fehler der Vergleichsprognose
Rückblick-TestWurde mit zurückgehaltenen Perioden getestet, mit welchem Fehlermaß?Testprotokoll
ErgebnisnutzungWird die Prognose nur angezeigt oder in Plan und Prozess zurückgeschrieben?Beschreibung des Ziels
ErklärbarkeitMuss die Fachabteilung den Treiber der Prognose nachvollziehen können?Anforderung der Fachabteilung
BetriebWer trainiert nach, wie oft, und wer wird bei sinkender Güte informiert?Betriebsplan mit Verantwortlichem
Rechte und DatenWelche Daten gehen in welche Plattform und Region, und gelten die Zeilenrechte?Auftragsverarbeitung und Rechtekonzept
KostenWelche Lizenz-, Kapazitäts- und Beratungskosten fallen an, und wer trägt sie?Kostenaufstellung

Die Spalten für Antwort und Verantwortlichen sind leer. Die Datei öffnet in Excel oder LibreOffice.

Fragen von Find-Your-BI, Stand November 2026. Weitere Kriterien sammelt die BI Lastenheft Vorlage, die Erprobung mit eigenen Daten beschreibt BI Proof of Concept.

Datenvoraussetzungen

Welche Daten braucht eine Prognose
in der BI?

Eine Prognose braucht eine Historie im festen Takt, die für die Saison lang genug ist. Die Mindestwerte der Hersteller sind Untergrenzen für das Rechnen, keine Garantie für brauchbare Ergebnisse.

ThemaWas giltWas Sie prüfen
01 · Länge und TaktHistorie und Zeitachse
  • Mindestwerte je Werkzeug stehen in der Tabelle oben, etwa Tableau fünf Punkte für den Trend, Snowflake 12 Zeilen
  • Saisonalität braucht bei Tableau zwei Saisons, SAP empfiehlt Historie zu Prognoselänge 5 zu 1, also 30 Monate für 6 Monate
  • Databricks Auto-ARIMA, Qlik und SAP verlangen einen gleichmäßigen Takt
  • Reichen mindestens zwei Saisonzyklen, und passt die Prognoselänge?
  • Lücken und Doppelte sind der häufigste Grund für Fehler beim ersten Lauf
  • Fehlende Perioden bewusst als Null oder Lücke festlegen
  • Wochen, Monate und Quartale nicht mischen, Zeitzonen und Stichtage einheitlich führen
02 · QualitätBereinigte, dokumentierte Werte
  • BARC Trend Monitor 2026: Datenqualitätsmanagement auf Rang 1 mit 7,9 von 10 Punkten
  • Stornos, Umstellungen und Ausreißer vorher klären, sonst lernt das Modell sie als Muster
  • Mehr dazu in Datenqualität in der BI
  • Sondereffekte als eigene Kennzeichen führen
  • Kennzahlendefinition einmal festlegen, siehe Semantic Layer
  • Stammdaten ändern sich, Zuordnungen historisieren
03 · EinflussgrößenTreiber mit bekannter Zukunft
  • Einflussgrößen helfen nur, wenn ihre künftigen Werte bekannt sind
  • Snowflake verlangt Werte der Features für den ganzen Horizont, SAP nennt dieselbe Bedingung
  • Ein Preisplan oder Aktionskalender erfüllt sie, das künftige Wetter nicht
  • Feiertage und Kalender sind sicher bekannt
  • Aktionen nur, wenn sie geplant und freigegeben sind
  • Externe Werte als eigene Prognose ausweisen

Quellen: Tableau Hilfe, SAP Learning, Zeitreihenmodelle in Smart Predict, Snowflake, Forecasting, Qlik, Zeitreihenexperimente, Zoho, Prognose, Databricks, AutoML Prognose, jeweils abgerufen am 02.11.2026; BARC, Trend Monitor 2026, 12.11.2025. Anbindung der Quellen: Datenintegration für BI, Warehouse: Data Warehouse für BI.

Güte prüfen

Wie prüft man die Güte
einer Prognose?

Prüfen Sie jede Prognose im Rückblick gegen eine einfache Vergleichsprognose, in jedem Werkzeug nach demselben Prinzip.

01

Gegen die Naivprognose testen

  • Naivprognose: der nächste Wert entspricht dem aktuellen, Tableau zeigt dazu eine Qualitätsanzeige
  • Tableau bewertet GOOD bei weniger als halbem Naivfehler, OK bei weniger, POOR bei mehr
  • Fehlermaß MASE: 1,0 bedeutet keine Verbesserung, 0,5 etwa den halben Fehler
  • Ein Modell, das den letzten Wert nicht schlägt, ist keine Prognose
02

Mit zurückgehaltenen Perioden prüfen

  • Nur mit älteren Daten trainieren, mit den neueren, unbekannten Werten vergleichen
  • SAP teilt chronologisch: die ersten 75 Prozent trainieren, der Rest validiert
  • Zufällige Aufteilung verfälscht Zeitreihen
03

Das passende Fehlermaß wählen

  • MAE und RMSE messen den Fehler in der Einheit der Kennzahl
  • MAPE ist ein Prozentwert, laut Tableau bei Nullwerten nicht definiert, bei manchen Vergleichen unzuverlässig
  • Ein Maß wählen, das die Fachabteilung versteht, und für alle Läufe gleich halten
04

Konfidenzband nicht überbewerten

  • Laut Tableau spielt bei geringer Qualität die Genauigkeit der Konfidenzbänder keine Rolle
  • Ein schmales Band sagt nichts, wenn das Verfahren die Reihe nicht trifft
  • Zuerst die Güte prüfen, dann das Band

Quellen: Tableau Hilfe, Prognosebeschreibung, SAP Learning, Zeitreihenmodelle in Smart Predict, abgerufen am 02.11.2026. Einordnung von Find-Your-BI. Die Definition der Forecast-Genauigkeit im Controlling steht in BI für Finanzwesen.

Grenzen und Fehlinterpretation

Typische Fehler bei
Prognosen in der BI.

Die häufigsten Fehler sind Prognosen ohne Vergleichsmaßstab, zu kurze Historie für die Saison und Prognosen, die als Plan gelesen werden.

01 · Maßstab

Kein Vergleich mit dem Naivwert

  • Fehler: Die Linie sieht plausibel aus, ein Vergleich fehlt
  • Folge: Die Prognose schlägt den Vorjahreswert womöglich nicht
  • Besser: Vor der Freigabe gegen eine Vergleichsprognose testen
02 · Saison

Zu wenig Historie

  • Fehler: Weniger als zwei Saisons in der Historie
  • Folge: Das Verfahren erkennt keine Saison
  • Besser: Mindestens zwei Saisons laden, bei Monatsdaten nennt Tableau 24 Punkte
03 · Sondereffekte

Ausreißer als Muster gelernt

  • Fehler: Aktion, Ausfall oder Umstellung steckt unmarkiert in der Historie
  • Folge: Das Modell projiziert den Sonderfall in die Zukunft
  • Besser: Sonderfälle kennzeichnen
04 · Plan

Prognose als Plan gelesen

  • Fehler: Eine Prognose wird wie ein Plan behandelt
  • Folge: Was zu erwarten ist, wird mit dem verwechselt, was passieren soll
  • Besser: Prognose und Plan in getrennten Versionen halten
05 · Alterung

Modell nie nachtrainiert

  • Fehler: Das Modell wird nach dem ersten Lauf nicht mehr aktualisiert
  • Folge: Laut Snowflake werden Modelle nicht auf neue Daten aktualisiert
  • Besser: Takt und Verantwortliche festlegen, Snowflake empfiehlt täglich, wöchentlich oder monatlich neu zu trainieren
06 · Einflussgrößen

Treiber ohne bekannte Zukunft

  • Fehler: Ein Treiber ohne bekannte künftige Werte wird verwendet
  • Folge: Die Prognose wird dadurch nicht besser
  • Besser: Nur Größen verwenden, die zum Prognosezeitpunkt bekannt sind

Einordnung von Find-Your-BI, Stand November 2026. Grundlagen laut Tableau Hilfe und Snowflake Dokumentation, abgerufen am 02.11.2026.

Kosten · Rechenbeispiel von Find-Your-BI

Was kostet Predictive Analytics
im Mittelstand?

Das Rechenbeispiel für eine Absatzprognose zeigt 3.900 € bis 78.000 € Beratung je Stufe: angenommene Beratertage × 1.300 € (BDU, Honorare im Consulting 2025), netto, ohne Lizenzen, Kapazität und Betrieb. Die Tage sind eine Annahme von Find-Your-BI, keine Messung.

StufeAngenommene BeratertageRechnungBeratung einmalig
Stufe 1 Prognose im BerichtPower BI, Tableau, Zoho3 bis 5 Tage für Datenprüfung, Prognoselinie, Rückblick-Test3 × 1.300 € bis 5 × 1.300 €3.900 € bis 6.500 €
Stufe 2 AutoML oder SQL-PrognoseQlik, Snowflake, BigQuery, Databricks, Fabric15 bis 25 Tage für Datenaufbereitung, Experimente, Rückblick-Test, Anbindung15 × 1.300 € bis 25 × 1.300 €19.500 € bis 32.500 €
Stufe 3 Eigenes Modell mit BetriebData Science, Plattform40 bis 60 Tage für Modellierung, Test, Überwachung, Dokumentation40 × 1.300 € bis 60 × 1.300 €52.000 € bis 78.000 €
Lizenz und Verbrauchje WerkzeugQlik Premium ab 2.750 USD je Monat laut Preisseite, 12 Monate12 × 2.750 USD33.000 USD je Jahr
PlanungslösungStufe 4Lizenz und Einführung in der Demo klärenKostentreiber: Nutzer, Modelle, VersionenIn der Demo klären

Quellen: BDU, Honorare im Consulting 2025 (durchschnittlicher Tagessatz 1.300 € in 2025), Qlik, Preise, abgerufen am 02.11.2026. Kostentreiber: Zahl der Zeitreihen, Trainingshäufigkeit, Rechenzeit der Plattform und Nachtrainieren. Tarife von Snowflake, BigQuery, Databricks und Fabric richten sich nach Verbrauch oder Kapazität, siehe Databricks oder Snowflake und Microsoft Fabric Kosten. Praxistipp: Verhandeln Sie Verbrauchsgrenzen im Vertrag, siehe BI-Lizenzverhandlung. Weitere Kostenblöcke: BI-Projekt Kosten.

Vom Ziel zur Freigabe

Prognose einführen:
in fünf Schritten zur Freigabe.

Beginnen Sie mit einer Kennzahl und einem Horizont und erweitern Sie erst nach bestandenem Test, entlang der Auswahlstrecke unter BI auswählen.

01

Ziel und Horizont festlegen

Welche Entscheidung stützt die Prognose, wie weit voraus, in welchem Takt? Felder: Absatz im Handel (BI für Handel und E-Commerce), Auslastung in der Produktion (BI für Produktion und Industrie), Liquidität im Finanzbereich (BI für Finanzwesen).

02

Daten prüfen

Historie, Takt, Sonderfälle und Einflussgrößen mit der Checkliste klären, Datenqualität nach Datenqualität in der BI.

03

Vergleichswert und BI-Prognose

Naivprognose und Vorjahreswert berechnen, dann die Prognose des BI-Werkzeugs darüber legen.

04

Rückblick-Test

Mit zurückgehaltenen Perioden testen, Fehlermaß festlegen und die Güte dokumentieren, Methode unter BI Proof of Concept.

05

Stufe wählen und betreiben

Reicht Stufe 1 nicht, Stufe 2 mit AutoML erproben. Danach Nachtrainieren, Überwachung und Verantwortliche festlegen.

Unterstützung bieten BI-Auswahlberatung und BI-Partner finden. Netzwerk: Softwareauswahl und Vendor-Management.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Was ist Predictive Analytics in der BI?

Predictive Analytics in der BI bedeutet, aus historischen Werten künftige zu schätzen, meist als Zeitreihenprognose für Absatz, Umsatz, Kosten oder Bestand. Die Spanne reicht von der Prognoselinie im Bericht über AutoML auf der Datenplattform bis zum eigenen Modell. Der Wert hängt an Historie, Takt und Datenqualität, nicht an der Werkzeugwahl. Die zehn Zeilen der Werkzeugtabelle zeigen, was Hersteller dafür dokumentieren, Stand 02.11.2026. Grundbegriffe finden Sie im BI Glossar. Beginnen Sie klein: eine Kennzahl, ein Horizont, ein Rückblick-Test.

Kann Power BI Prognosen erstellen?

Ja, Power BI bietet im Analytics-Bereich eine Prognose mit wählbarer Länge und Konfidenzintervall, sie ist laut Microsoft nur für Liniendiagramme verfügbar und braucht Zeitdaten. Dazu kommt die Anomalieerkennung mit Empfindlichkeit und Erklärungsfeldern, ebenfalls nur im Liniendiagramm (Microsoft Learn, abgerufen am 02.11.2026). Für viele Reihen, Einflussgrößen oder Betrieb nennt Microsoft AutoML in Fabric, das Code in Notebooks verlangt. Kosten der Kapazität stehen unter Microsoft Fabric Kosten. Die Anomalieerkennung ersetzt keine Prognose, sie markiert nur auffällige Werte in der Vergangenheit.

Welche BI-Werkzeuge haben eine Prognosefunktion?

Eine dokumentierte Prognosefunktion haben unter anderem Power BI, Tableau, Zoho Analytics, Qlik Cloud mit Qlik Predict, SAP Analytics Cloud mit Smart Predict sowie die Plattformen Databricks, Snowflake, Google BigQuery und Microsoft Fabric (Herstellerseiten, abgerufen am 02.11.2026). Data Studio zeigt laut Hilfeseite Trendlinien, eine Prognose künftiger Werte nennt sie nicht. Voraussetzungen und Reifegrad je Werkzeug finden Sie in der Tabelle oben. Alternativen zu Tableau beschreibt Tableau Alternativen. Nicht jede Funktion steht in jeder Edition oder Region bereit, das ist in der Demo zu klären.

Wie viele Daten braucht eine Prognose?

Tableau braucht mindestens fünf Datenpunkte für einen Trend und für Saisonalität zwei Saisons oder eine Saison plus fünf Perioden, bei Monatsdaten also 24 Punkte. Snowflake verlangt mindestens 12 Zeilen je Reihe, Zoho sieben Datenpunkte, SAP empfiehlt 30 Monate Historie für 6 Monate Prognose (Herstellerseiten, Stand 02.11.2026). Diese Werte sind Untergrenzen für das Rechnen. Für brauchbare Ergebnisse zählen zusätzlich Takt und Datenqualität, siehe Datenqualität in der BI. Bei Wochen- oder Tagesdaten verändern sich die Saisonlängen, bei Tableau etwa sieben Tage für Tagesdaten.

Wann reicht eine BI-Prognose, und wann brauche ich ein eigenes Modell?

Eine BI-Prognose reicht für wenige Kennzahlen mit mindestens zwei Saisonzyklen Historie, festem Takt und reiner Anzeige im Dashboard. Ein Modell auf der Plattform oder ein eigenes lohnt bei vielen Zeitreihen, bekannten Einflussgrößen oder wenn das Ergebnis in Prozess oder Planung zurückfließt. Die Checkliste oben als CSV führt die Fragen auf. Entscheidend bleibt, ob die Prognose in einem Rückblick-Test eine einfache Vergleichsprognose schlägt (Einordnung von Find-Your-BI, Stand November 2026). Ein Pilot mit einer Kennzahl zeigt in wenigen Tagen, ob Stufe 1 trägt.

Wie prüfe ich die Genauigkeit einer Prognose?

Vergleichen Sie die Prognose im Rückblick mit den tatsächlichen Werten und mit einer Naivprognose, bei der der nächste Wert dem letzten entspricht. Tableau zeigt dafür GOOD, OK oder POOR relativ zur Naivprognose und nennt Fehlermaße wie MAE, RMSE, MASE und MAPE, wobei MAPE bei Nullwerten nicht definiert ist (Tableau Hilfe, abgerufen am 02.11.2026). Trainieren Sie nur mit älteren Daten und testen Sie mit den jüngsten. Die Controlling-Kennzahl steht in BI für Finanzwesen.

Was ist AutoML in der BI?

AutoML trainiert und vergleicht mehrere Modelle automatisch und wählt das beste nach einer Gütekennzahl. Qlik Predict bietet das ohne Code, Fabric AutoML und Databricks AutoML arbeiten mit Code in Notebooks bzw. Experimenten (Herstellerseiten, abgerufen am 02.11.2026). Fabric listet für Zeitreihen Verfahren wie AutoARIMA, Prophet und Temporal Fusion Transformer. AutoML ersetzt weder die Datenprüfung noch den Rückblick-Test, es spart nur das manuelle Ausprobieren der Verfahren. Planen Sie dafür Zeit für Datenaufbereitung und Test ein, denn sie macht den größeren Teil des Aufwands aus.

Kann man mit Qlik Prognosen erstellen?

Ja, Qlik Cloud bietet mit Qlik Predict Zeitreihenexperimente ohne Code. Das Ziel muss numerisch sein und mehr als 11 verschiedene Werte haben, das Datum im gleichmäßigen Takt vorliegen, das Prognosefenster reicht bis 180 Schritte (Qlik Hilfe, abgerufen am 02.11.2026). Qlik nennt Predict eine kostenpflichtige Zusatzfunktion, Premium enthält begrenzte Basisfunktionen. Preise der Stufen stehen unter Qlik Sense Preise. Trainingsdaten dürfen laut Qlik bis zu 1 GiB groß sein, bis zu zwei Gruppen lassen sich je Experiment bilden, und jede Gruppe wird als eigene Reihe behandelt. Hyperparameter-Optimierung unterstützt der Experimenttyp nicht.

Wie macht man eine Absatzprognose mit BI?

Eine Absatzprognose entsteht in fünf Schritten: Ziel und Horizont festlegen, Daten prüfen, Vergleichswert und BI-Prognose berechnen, Rückblick-Test durchführen, Stufe wählen und betreiben. Für wenige Artikel genügt die Prognoselinie im Liniendiagramm, für viele Artikel mit Standorten sind AutoML oder SQL-Prognosen im Warehouse üblich. Branchenbezug im Handel finden Sie unter BI für Handel und E-Commerce. Die Schritte stehen im Ablauf oben. Wichtig ist der Vergleich mit dem Vorjahreswert, denn er zeigt, ob das Verfahren mehr kann, als Saisonmuster zu wiederholen. Aktionen und Preise gehören als bekannte Einflussgrößen in die Daten.

Was kostet Predictive Analytics im Mittelstand?

Das Rechenbeispiel von Find-Your-BI liegt bei 3.900 € bis 6.500 € Beratung für eine Prognose im Bericht, 19.500 € bis 32.500 € für eine AutoML-Lösung und 52.000 € bis 78.000 € für ein eigenes Modell mit Betrieb. Annahme: 3 bis 5, 15 bis 25 bzw. 40 bis 60 Beratertage zu 1.300 € laut BDU, netto, ohne Lizenzen. Qlik Premium kostet ab 2.750 USD je Monat (Qlik, 02.11.2026). Weitere Kosten: BI-Projekt Kosten.

Ersetzt eine BI-Prognose die Planung?

Nein, eine Prognose liefert einen Schätzwert unter unveränderten Bedingungen, die Planung legt Ziele, Versionen, Szenarien und Verantwortliche fest. Eine BI-Prognose kann den Startwert für den Forecast liefern, den das Controlling dann anpasst. Planungslösungen mit Rückschreiben und Freigabe sind eine eigene Produktklasse. Wann BI genügt und wann Planungssoftware dazukommt, erklärt BI für Finanzwesen. Beide ergänzen sich: Die Prognose zeigt die Richtung, die Planung hält Entscheidungen fest und macht Abweichungen später erklärbar. Wer Versionen und Freigaben braucht, sollte die Planungsfrage getrennt von der Prognosefrage klären und beides im Auswahlprozess prüfen.

Kann ich Prognosen direkt im Data Warehouse rechnen?

Ja, mehrere Plattformen bieten Prognosen als Funktion, die ein BI-Werkzeug nur anzeigt: Snowflake mit der ML-Funktion Forecasting, BigQuery mit AI.FORECAST und TimesFM, Databricks mit ai_forecast, dort Version 1 als Public Preview und Version 2 als Beta (Herstellerseiten, abgerufen am 02.11.2026). Das spart Datenbewegung, verlangt aber SQL-Kenntnisse und Kostenkontrolle. Grundlagen zum Warehouse: Data Warehouse für BI, Vergleich: Databricks oder Snowflake. Die BI-Schicht greift dann auf Ergebnistabellen zu, und Rechte gelten wie für andere Tabellen. Prüfen Sie vorab Region und Kosten je Lauf, bei BigQuery gilt für TimesFM 3.0 ab 01.12.2026 tokenbasierte Abrechnung.

Warum ist meine Prognose unbrauchbar oder nur eine Gerade?

Meist sind Historie, Takt oder Saison das Problem: zu wenige Punkte, Lücken oder keine zwei Saisonzyklen, sodass das Verfahren nur einen Trend findet. Tableau weist darauf hin, dass für Saisonalität genügend Datenpunkte nötig sind und dass bei geringer Qualität das Konfidenzband keine Rolle spielt (Tableau Hilfe, abgerufen am 02.11.2026). Prüfen Sie zuerst Länge und Takt der Reihe und vergleichen Sie dann gegen die Naivprognose. Datenfragen behandelt Datenqualität in der BI.

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