BI Anbieter im Überblick.
Typen, Auszug und Auswahl für den DACH-Raum.
BI Anbieter sind Hersteller von Business-Intelligence-Software (BI), also von Werkzeugen für Berichte, Dashboards, Analyse und oft auch Planung. Im DACH-Raum stehen Plattformen großer Softwarehäuser neben Self-Service-Spezialisten, ERP-naher BI, Planungsanbietern, Open Source und Dashboard-Spezialisten. Welcher Typ passt, entscheiden Datenquellen, Nutzerzahl, Betriebsform und Budget.
- Für wen: IT-Leitung, Controlling und Geschäftsführung im Mittelstand in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die BI Systeme vergleichen und eine begründete Shortlist bilden wollen.
- Im Überblick: sieben Anbietertypen, 15 Hersteller im Auszug mit Sitz, Betrieb und Preis ab, Kriterien für die Wahl, Prüffragen als CSV-Vorlage, Kostenblöcke und sechs Auswahlschritte. Kein Ranking.
- Zahl: 77 % der Befragten nannten Finanzen und Controlling als Bereich, der BI nutzt, vor dem Vertrieb mit 59 % (BARC, BI & Analytics Survey 23, 1.951 Befragte, Oktober 2022).
- Weiter: einzelne Werkzeuge im BI Software Vergleich, Visualisierung und Monitoring unter Dashboard Software, Grundlagen unter Was ist Business Intelligence.
Viele Hersteller, wenige Vergleichsmaßstäbe.
Erst der Typ, dann das Produkt.
Vom globalen Softwarehaus bis zum Controlling-Spezialisten aus Nürnberg: Wer BI Tools vergleicht, trifft auf Anbieter mit sehr unterschiedlichen Wurzeln. Manche kommen aus der ERP-Welt (Enterprise Resource Planning, die zentrale Software für Finanzen, Einkauf und Produktion), manche aus der Finanzplanung, manche aus der Open-Source-Gemeinschaft. Wer zuerst den Anbietertyp klärt, spart Demos, die zu nichts führen.
Ohne Anbieterüberblick
- Die Suche beginnt bei dem Werkzeug, das ein Kollege kennt.
- Ein Planungsanbieter wird für reines Dashboarding eingeladen, ein Dashboard-Werkzeug für die Budgetplanung.
- Preise pro Nutzer, pro Kapazität und nach Verbrauch werden ohne eigenen Nutzermix verglichen.
- Hosting-Region, Partner und Eigentümer kommen erst nach der Entscheidung zur Sprache.
Mit Anbieterüberblick
- Die Shortlist enthält zwei bis vier Hersteller aus dem passenden Typ.
- Betriebsform, Lizenzlogik und Vertragspartner sind vor der ersten Demo bekannt.
- Spezialisten und Plattformen beantworten dieselben Prüffragen.
- Die Entscheidung ist für Geschäftsführung, Datenschutz und Betriebsrat nachvollziehbar.
BARC beobachtet, dass BI-Spezialisten in Auswahlverfahren zwar verstärkt geprüft werden, im Ergebnis aber oft gegen Suite- und Hyperscaler-Anbieter verlieren (BARC, BI & Analytics Survey 23, Oktober 2022). Ein Überblick über die Typen hilft, diese Wahl bewusst zu treffen.
Welche Arten von BI Anbietern
gibt es im DACH-Raum?
Sieben Typen helfen, ein Segment zu wählen, bevor einzelne BI Systeme verglichen werden. Die Zuordnung folgt der Selbstbeschreibung der Hersteller, ein Anbieter kann mehrere Typen berühren. Eine Einordnung nach Werkzeugkategorien bieten die BI-Software-Kategorien.
| Anbietertyp | Beispiele im Auszug | Typische Stärke | Typische Grenze | Passt, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Plattformen großer Softwarehäuser | Microsoft Power BI, Looker (Google), IBM Cognos Analytics | Breite Integration in Cloud, Office und Datenplattform des Herstellers, viele Partner. | Vielschichtige Lizenzlogik mit Zusatzkapazitäten, der Hersteller setzt die Richtung. | Sie bereits stark auf Microsoft 365, Google Cloud oder IBM setzen und viele Lesende versorgen. |
| Self-Service-Spezialisten | Qlik, Tableau, ThoughtSpot, Pyramid Analytics, Zoho Analytics | Fachbereiche erkunden Daten selbst, visuell oder mit Fragen in Alltagssprache. | Ohne zentrales Datenmodell entstehen schnell widersprüchliche Kennzahlen. | Analysten und Fachbereiche eigene Fragen stellen sollen. Mehr dazu unter Self-Service BI Tools. |
| ERP-nahe BI | SAP Analytics Cloud, Power BI Apps für Business Central | Fertige Datenmodelle und Berichte für das ERP des Herstellers, kurze Wege zu Buchhaltung und Logistik. | Fremde Quellen brauchen zusätzliche Anbindung, die Herstellerbindung wächst. | Ihr ERP gesetzt ist und die meisten Kennzahlen dort entstehen. |
| Planung und CPM mit BI | Board, Jedox | CPM (Corporate Performance Management) verbindet Budget, Forecast, Konsolidierung und Berichte in einem Modell. | Für reines Dashboarding meist zu umfangreich, Einführung mit Fachberatung. | Controlling Excel-Planung ablösen und Berichte auf dieselben Zahlen stützen will. |
| Open Source | Apache Superset (verwaltet über Preset) | Keine Lizenzkosten, Betrieb in eigener Umgebung, Region frei wählbar. | Betrieb, Updates und Sicherheit liegen beim eigenen Team oder einem Dienstleister. | Ein technisches Team im Haus ist. Vergleich unter Open Source BI Tools. |
| Embedded- und Dashboard-Spezialisten | Domo, graphomate, ThoughtSpot Embedded | Embedded Analytics bettet Auswertungen in eigene Anwendungen ein, Erweiterungen bringen einheitliche Notation. | Oft Ergänzung zu einer Plattform, eigene Lizenzlogik. | Kennzahlen in Portalen, Produkten oder bestehenden BI-Werkzeugen erscheinen sollen. Siehe Dashboard Software. |
| DACH-Anbieter | Bissantz (DeltaMaster), graphomate, Jedox, Board (Schweiz) | Deutschsprachige Teams, Nähe zum Controlling, Vertragspartner in der Region. | Kleinere Partnernetze als globale Plattformen, Spezialisierung auf bestimmte Aufgaben. | Vertrag und Support im deutschsprachigen Raum wichtig sind. |
Die Typen sind keine Qualitätsstufen. Weitere Anbieter je Typ, etwa Oracle Analytics oder Cubeware, zeigt der BI-Software-Katalog. Quellen der Zuordnung: Produktseiten der Hersteller, abgerufen am 24.10.2026, und Microsoft Learn zu Power BI Apps für Business Central.
Welche BI Anbieter gibt es?
15 Hersteller im Auszug.
Dieser Auszug zeigt 15 BI Anbieter, alphabetisch sortiert, ohne Bewertung und ohne Rangfolge. Auswahlprinzip: Bezug zum DACH-Raum, jeder der sieben Anbietertypen vertreten, internationale und deutschsprachige Hersteller gemischt, Angaben mit Herstellerquelle. Preise stehen nur dort, wo der Hersteller sie veröffentlicht, sonst gilt auf Anfrage. Weitere BI Hersteller finden Sie im BI-Software-Katalog und über das kostenlose BI-Matching.
| Anbieter | Typ | Preis ab | Sitz | Betrieb | Schwerpunkt laut Hersteller | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Apache SupersetApache Software Foundation, Preset als verwalteter Dienst | Open Source | Software frei (Apache-Lizenz 2.0), Preset Professional 20 USD je Nutzer und Monat | Projekt der Apache Software Foundation (USA) | Selbst betrieben oder als Preset Cloud | Datenexploration und Visualisierung, Editor ohne Code und SQL-Umgebung | Zum Profil → |
| BoardBoard International SA | Planung und BI | auf Anfrage | Chiasso (Schweiz) und Boston, Board Deutschland GmbH in Frankfurt am Main | Cloud auf Microsoft Azure oder On-Premise | Planungsplattform mit Analyse und Berichten. Profil unter Board Erfahrungen | Zum Profil → |
| DeltaMasterBissantz & Company GmbH | DACH-Anbieter | auf Anfrage | Nürnberg, Hamburg, Spreitenbach (Schweiz) | Lokal oder in der Cloud, etwa mit Azure Analysis Services als Quelle | Software für Reporting, Analyse und Planung mit Fokus Controlling | Zum Profil → |
| DomoDomo, Teil von Progress Software | Embedded und Dashboard | auf Anfrage, Abrechnung nach Credits | Progress Software, Burlington (USA) | Cloud | Daten- und KI-Plattform, unbegrenzte Nutzer | Zum Profil → |
| graphomategraphomate GmbH | Dashboard und Visualisierung | suite ab 8 € je User und Monat (Paket 25 User) | Kiel | Erweiterung in Power BI, Tableau, SAP Analytics Cloud und Microsoft 365 | Dashboards nach IBCS (International Business Communication Standards), charts, matrix und bubbles IBCS-zertifiziert | Zum Profil → |
| IBM Cognos AnalyticsIBM | Plattform | Standard ab 10,60 USD je Nutzer und Monat | Armonk (USA) | On-Premises, von IBM gehostet, Container oder Cloud Pak for Data | Berichtswesen und Dashboards für große Organisationen. Preise unter IBM Cognos Kosten | Zum Profil → |
| JedoxJedox GmbH | Planung und BI | auf Anfrage, je Nutzer und Monat, jährliche Abrechnung | Freiburg im Breisgau | SaaS auf Microsoft Azure oder eigene Kubernetes-Umgebung | Planung, Forecast, Konsolidierung und Berichte, Add-in für Excel 365 | Zum Profil → |
| LookerGoogle | Plattform | auf Anfrage, jährliche Zusicherung | Google, Mountain View (USA) | Cloud, Regionen unter anderem Frankfurt und Zürich | Semantisches Modell als Code (LookML), Einbettung in eigene Anwendungen | Zum Profil → |
| Microsoft Power BIMicrosoft | Plattform | Pro 12,10 € je Nutzer und Monat, jährliche Abrechnung | Redmond (USA) | Cloud mit Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, lokal mit Power BI-Berichtsserver | Berichte und Dashboards nah an Excel und Microsoft 365. Rechnung unter Power BI Kosten | Zum Profil → |
| Pyramid AnalyticsPyramid Analytics | Self-Service | auf Anfrage | Amsterdam | On-Premise, Private Cloud, hybrid oder von Pyramid betrieben | Analyse, Berichte und Dashboards auf einer Plattform, Preis nach Nutzung | Zum Profil → |
| Qlik Cloud AnalyticsQlik | Self-Service | Starter ab 300 USD je Monat (10 Nutzer, jährlich) | King of Prussia (USA) | Qlik Cloud, Betrieb auf eigener Infrastruktur auf Anfrage | Assoziative Analyse, Pläne nach Datenvolumen, ab Standard ohne Kosten für weitere Nutzer | Zum Profil → |
| SAP Analytics CloudSAP SE | ERP-nahe BI | auf Anfrage | Walldorf | Cloud | BI, Planung und Predictive Analytics in einer Lösung für SAP-Landschaften. Mehr unter SAP Analytics Cloud Erfahrungen | Zum Profil → |
| TableauSalesforce | Self-Service | Viewer ab 15 €, Creator 75 USD je Nutzer und Monat | Seattle, Konzernsitz Salesforce in San Francisco (USA) | Tableau Cloud oder Tableau Server | Visuelle Analyse mit drei Rollen: Creator, Explorer, Viewer. Preise unter Tableau Preise | Zum Profil → |
| ThoughtSpotThoughtSpot | Self-Service | Essentials ab 25 USD je Nutzer und Monat (jährlich) | Mountain View (USA) | Cloud, dazu eine Embedded-Variante | Fragen in Alltagssprache mit KI-Agenten, Token für Sprachmodelle laut Hersteller nicht berechnet | Zum Profil → |
| Zoho AnalyticsZoho Corporation | Self-Service | kostenloser Tarif für 2 Benutzer, weitere Tarife mit regionalen Preisen | Chennai (Indien) | Cloud mit Rechenzentren in Amsterdam und Dublin oder lokal | Cloud-BI für kleine und mittlere Teams, Tarife nach Nutzern und Zeilen | Zum Profil → |
Angaben laut Impressum, Unternehmens- und Preisseiten der Hersteller (im Namen verlinkt), abgerufen am 24.10.2026, Preise ohne Mehrwertsteuer, Währungen nicht umgerechnet. Superset-Betrieb über Preset, Domo laut Pressemitteilung zur Übernahme durch Progress, Looker-Regionen laut Google, Tableau-Preise wie auf der Seite Tableau Preise. Lizenzlogik und Hosting weiterer Werkzeuge vergleicht der BI Software Vergleich.
Woran erkennen Sie
den passenden BI-Anbieter?
Funktionen wie Diagramme, Filter und Export bieten fast alle Hersteller. Den Unterschied machen sechs Fragen, die über Kosten, Betrieb und Zukunftssicherheit entscheiden. Das ausführliche Vorgehen beschreibt BI auswählen.
Passt der Anbieter zu Ihren Systemen?
Prüfen Sie, ob ERP, CRM und Buchhaltung über fertige Konnektoren angebunden werden oder ein Data Warehouse nötig ist, also eine zentrale Datenbank für Auswertungen.
- Microsoft nennt Power BI Apps für Dynamics 365 Business Central
- Board führt einen SAP-Connector als Erweiterung
Wonach rechnet der Hersteller ab?
Pro Nutzer, nach Rollen, nach Datenvolumen oder nach Verbrauch: Die Logik entscheidet, ob 50 Lesende günstig oder teuer werden.
- Qlik rechnet nach Datenvolumen, ab Standard ohne Kosten für weitere Nutzer
- Domo rechnet nach Credits, Tableau nach drei Rollen
Wo laufen Software und Daten?
Cloud, eigener Server oder beides: Klären Sie Betriebsform und Rechenzentrumsregion früh. Die Abwägung beschreibt Cloud BI oder On-Premises.
- Power BI nennt Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Zoho nennt Rechenzentren in Amsterdam und Dublin
Wer darf welche Zahlen sehen?
Zeilenrechte (Row Level Security, also Rechte bis auf einzelne Datensätze) und ein zentrales Kennzahlenmodell gehören in jeden Test. Begriffe erklärt das BI Glossar.
- Fragen Sie, in welcher Stufe Zeilenrechte enthalten sind
Wer führt die Software bei Ihnen ein?
Oft übernimmt ein Implementierungspartner Einführung und Betrieb, seine Erfahrung zählt oft mehr als die Funktionsliste. Kriterien nennt BI-Partner finden.
- Referenzen in Ihrer Branche und Größe erfragen
Wie stabil ist der Hersteller?
Übernahmen verändern Fahrpläne und Verträge. Progress hat das Daten- und KI-Plattformgeschäft von Domo am 22.09.2026 für 400 Millionen US-Dollar übernommen.
- Fragen Sie nach Datenexport in offenen Formaten
- Regeln Sie Kündigung und Datenrückgabe im Vertrag
Quellen: Microsoft Learn, Business Central, Board, Preisgestaltung, Qlik, Preise, Domo, Preise, Microsoft Learn, Regionen, Zoho, Rechenzentren, Progress, Pressemitteilung, abgerufen am 24.10.2026.
Welche BI Tools eignen sich
für das Controlling?
Das Controlling ist der häufigste Nutzer von BI: In der BARC-Umfrage nannten 77 % der Befragten Finanzen und Controlling als Einsatzbereich. Vier Anforderungen trennen die Anbieter. Weitere Einordnungen für den Finanzbereich bietet BI für Finanzwesen.
Einheitliche Managementberichte
Abweichungsberichte mit festen Farben und Skalen sind im Controlling üblich.
- graphomate nennt IBCS-zertifizierte Erweiterungen für Power BI, Tableau und SAP Analytics Cloud
- Bissantz richtet DeltaMaster auf Controlling und Managementberichte aus
Budget und Forecast im selben Modell
Wer planen will, braucht Rückschreiben in das Datenmodell, nicht nur Lesen.
- Board, Jedox und SAP Analytics Cloud verbinden Planung und Berichte laut Hersteller
- Klären Sie, ob Planung eine eigene Lizenzstufe ist
Arbeiten in gewohnter Oberfläche
Viele Controller arbeiten weiter in Excel, ein Add-in senkt den Schulungsaufwand.
- Jedox nennt ein Add-in für Excel 365
- Board führt ein Office-Add-in als Erweiterung
- Wann sich der Wechsel lohnt, zeigt Excel durch BI ersetzen
Zahlen direkt aus der Buchhaltung
Je näher der Anbieter am ERP ist, desto weniger Aufbereitung ist nötig.
- SAP Analytics Cloud für SAP-Landschaften
- Power BI Apps für Business Central, Details unter BI für Business Central
Quellen: BARC, BI & Analytics Survey 23 (1.951 Befragte, Oktober 2022), graphomate, Jedox, Board, Preisgestaltung, abgerufen am 24.10.2026.
Sechs Fehler bei der Wahl
des BI Anbieters.
Die meisten Fehlentscheidungen entstehen durch eine falsch gestellte Frage, nicht durch ein schlechtes Produkt.
Den bekanntesten Namen wählen
Der bekannteste Hersteller passt nicht automatisch zu 40 Nutzern ohne Datenteam. Klären Sie zuerst den Anbietertyp.
Einstiegspreise direkt vergleichen
12,10 € je Nutzer bei Power BI Pro und 300 USD je Monat bei Qlik Starter folgen verschiedenen Logiken. Rechnen Sie mit Ihrem Nutzermix und Ihrer Datenmenge.
Planung und Dashboard verwechseln
Ein Dashboard-Werkzeug ersetzt keine Budgetplanung, ein Planungswerkzeug ist für Kennzahlen-Monitore oft zu groß.
Den Partner nicht mitbewerten
Die Einführung liegt oft bei einem Partner. Bewerten Sie dessen Referenzen und Team mit.
Hosting und Betriebsrat zu spät klären
Region, Auftragsverarbeitung und Leistungsdaten gehören vor den Pilot, sonst verzögert sich die Freigabe um Wochen.
Den Ausstieg nicht regeln
Eigentümer ändern sich, wie bei Domo. Halten Sie Datenexport, Kündigung und Preis nach dem ersten Jahr im Vertrag fest. IBM etwa verlängert das Abo zum dann gültigen Preis.
Vertragspunkte vertieft die BI-Lizenzverhandlung. Quellen: Microsoft, Qlik, IBM, abgerufen am 24.10.2026.
Welches BI-Tool ist
am kosteneffizientesten?
Kosteneffizient ist das Werkzeug mit den niedrigsten Gesamtkosten für Ihren Nutzermix über drei Jahre, nicht das mit dem niedrigsten Einstiegspreis. Acht der 15 Hersteller im Auszug nennen einen Preis oder einen kostenlosen Einstieg. Die Lizenz ist dabei selten der größte Block. Ein Rechenbeispiel über drei Jahre bietet BI-Projekt Kosten, Preismodelle erklärt Preise und Modelle.
| Kostenblock | Was den Preis treibt | Preislogik nach Angaben der Hersteller | Im Angebot nachfragen |
|---|---|---|---|
| Lizenz oder Abolaufend | Lesende, Autoren, Rollen, Funktionsstufe. | Power BI Pro 12,10 € je Nutzer, ThoughtSpot Essentials ab 25 USD je Nutzer, IBM Cognos Standard ab 10,60 USD je Nutzer, graphomate suite 8 € je User bei 25 Usern, jeweils je Monat | Preis nach dem ersten Jahr, Mindestlaufzeit, Staffeln für Nutzer. |
| Kapazität und Verbrauchlaufend | Datenvolumen, Rechenleistung, Abfragen. | Qlik Starter ab 300 USD je Monat mit 10 GB, Standard ab 825 USD mit 25 GB; Domo nach Credits; Microsoft Fabric als Kapazität mit Reservierung | Folgen bei Überschreitung, Skalierung. |
| Betrieb und Infrastrukturlaufend | Cloud oder eigener Server, Updates. | Superset ohne Lizenzkosten, aber mit eigenem Betrieb; Preset Professional 20 USD je Nutzer und Monat | Wer patcht, wer überwacht, welche Region. |
| Datenanbindung und Modelleinmalig und laufend | Quellen, Datenqualität, Kennzahlen. | Projektleistung des Partners, selten im Listenpreis | Fertige Konnektoren, Festpreis oder Aufwand. |
| Berichte und Planungeinmalig | Fachbereiche, Planungsmodelle, Notation. | Bei Board und Jedox Teil des Projekts, Preise auf Anfrage | Umfang der ersten Ausbaustufe, Abnahme. |
| Schulung und Supporteinmalig und laufend | Rollen, Key User, Supportstufe. | Board führt Premium-Support als eigenes Angebot | Reaktionszeiten, Sprache, Ansprechpartner. |
Preise nach Angaben der Hersteller, abgerufen am 24.10.2026, ohne Mehrwertsteuer: Microsoft, ThoughtSpot, IBM, graphomate, Qlik, Domo, Preset, Board. Das Budget für Beratung schätzt BI Beratung Kosten ein.
Zehn Prüffragen
an jeden BI Anbieter.
Stellen Sie allen Anbietern auf der Shortlist dieselben Fragen und bewerten Sie die Antworten mit 0 bis 5 Punkten. Die Vorlage lässt sich als CSV herunterladen und in eine Ausschreibung übernehmen. Wie daraus ein vollständiger Fragenkatalog wird, zeigt die BI-Ausschreibung.
| Prüffeld | Frage an den Anbieter | Warum sie zählt |
|---|---|---|
| Lizenz | Wie viel kostet die Stufe, die unsere Mindestanforderungen enthält, für unseren Nutzermix über drei Jahre? | Einstiegspreise enthalten oft nicht alle nötigen Funktionen. |
| Preisentwicklung | Zu welchem Preis verlängert sich der Vertrag nach dem ersten Jahr? | Manche Abos verlängern sich zum dann gültigen Listenpreis. |
| Betrieb | Welche Betriebsformen gibt es und in welcher Region liegen Daten und Sicherungen? | Datenschutz und Betriebsrat brauchen die Antwort vor dem Pilot. |
| Datenquellen | Welche Konnektoren zu unserem ERP, CRM und unserer Buchhaltung sind im Standard enthalten? | Fehlende Konnektoren werden zu Projektaufwand. |
| Rechte | Ab welcher Stufe gibt es Zeilenrechte und Single Sign-on? | Rechte liegen oft in höheren Stufen. |
| KI | Wo werden KI-Anfragen verarbeitet und wie werden sie abgerechnet? | Token, Kapazität oder Pauschale verändern die Kosten. |
| Partner | Welcher Partner im DACH-Raum führt ein und welche Referenzen in unserer Größe gibt es? | Die Einführung entscheidet über den Erfolg. |
| Support | Welche Reaktionszeiten und welche Sprache gelten im Support? | Deutschsprachiger Support ist nicht überall Standard. |
| Fahrplan | Welche Funktionen werden in den nächsten zwölf Monaten eingestellt oder ersetzt? | Produktwechsel binden Budget. |
| Exit | Wie exportieren wir Daten, Modelle und Berichte bei Vertragsende? | Ein geregelter Ausstieg schützt bei Übernahmen und Preissprüngen. |
Die Datei enthält alle zehn Fragen mit Spalten für die Antwort des Anbieters und Punkte von 0 bis 5.
Die Fragen eignen sich auch als Gerüst für die BI Lastenheft Vorlage und als Prüfplan für den BI Proof of Concept. Die Preisverlängerung zum dann gültigen Preis nennt etwa IBM, abgerufen am 24.10.2026.
Wie vergleichen Sie BI Systeme?
In 6 Schritten zum passenden Anbieter.
Die Schritte folgen der Methodik von Find-Your-BI. Den ausführlichen Weg beschreibt BI auswählen.
Anforderungen festhalten
Beschreiben Sie Fragen, Nutzergruppen, Datenquellen und Pflichten wie Zeilenrechte oder Planung. Eine Gliederung bietet die BI Lastenheft Vorlage.
Anbietertyp bestimmen
Ordnen Sie Ihre Lage einem der sieben Typen zu: Plattform, Self-Service, ERP-nahe BI, Planung, Open Source, Embedded oder DACH-Spezialist.
Shortlist bilden
Wählen Sie zwei bis vier Hersteller aus dem passenden Typ. Wie das je Unternehmensgröße aussieht, zeigt die BI-Shortlist.
Prüffragen stellen
Senden Sie allen Anbietern dieselben zehn Prüffragen und bewerten Sie die Antworten mit Punkten. Bei größeren Vorhaben hilft eine BI-Ausschreibung.
Mit eigenen Daten testen
Lassen Sie die besten zwei Anbieter dieselben Berichte auf Ihren Daten bauen. Ein Drehbuch dafür liefert der BI Proof of Concept.
Vertrag verhandeln
Klären Sie Preis nach dem ersten Jahr, Region, Support und Exit, bevor Sie unterschreiben. Hinweise gibt die BI-Lizenzverhandlung.
Wer Unterstützung bei der Auswahl sucht, findet sie unter BI-Auswahlberatung und netzwerkweit unter Softwareauswahl und Vendor-Management.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist ein BI Anbieter?
Ein BI Anbieter ist ein Hersteller von Business-Intelligence-Software, also von Werkzeugen für Berichte, Dashboards, Datenanalyse und teilweise Planung. Die Software holt Daten aus ERP, CRM, Buchhaltung und Tabellen, bereitet sie in einem Datenmodell auf und zeigt Kennzahlen für Fachbereiche und Geschäftsführung. BI Anbieter unterscheiden sich in Herkunft, Lizenzlogik und Betriebsform: Es gibt Plattformen großer Softwarehäuser, Self-Service-Spezialisten, ERP-nahe BI, Planungsanbieter, Open Source und Dashboard-Spezialisten. Viele Hersteller arbeiten im DACH-Raum mit Implementierungspartnern zusammen, die Einführung und Betrieb übernehmen.
Welche BI Anbieter gibt es im DACH-Raum?
Im DACH-Raum sind globale und regionale BI Anbieter aktiv. Zu den globalen zählen Microsoft mit Power BI, Salesforce mit Tableau, Qlik, SAP mit SAP Analytics Cloud, IBM mit Cognos Analytics, Google mit Looker und ThoughtSpot. Aus dem DACH-Raum stammen etwa Bissantz aus Nürnberg mit DeltaMaster, graphomate aus Kiel, Jedox aus Freiburg im Breisgau und Board aus Chiasso in der Schweiz. Der Auszug auf dieser Seite zeigt 15 Hersteller ohne Rangfolge, weitere Systeme finden Sie im BI-Software-Katalog von Find-Your-BI.
Was ist der Unterschied zwischen BI Tools und BI Systemen?
Die Begriffe werden meist gleich verwendet. BI Tool betont oft ein einzelnes Werkzeug, etwa für Dashboards oder Ad-hoc-Analysen. BI System meint eher die Gesamtlösung aus Datenanbindung, Datenmodell, Berichten, Rechten und Betrieb, manchmal mit Data Warehouse und Planung. Für die Auswahl zählt weniger der Begriff als die Frage, welche Bausteine Sie brauchen. Wer nur Kennzahlen visualisieren will, kommt mit einem Werkzeug aus. Wer Daten aus mehreren Quellen vereinheitlichen und planen will, braucht eine Plattform mit Datenmodell und klaren Zuständigkeiten.
Welches BI-Tool ist am kosteneffizientesten?
Am kosteneffizientesten ist das BI-Tool mit den niedrigsten Gesamtkosten für Ihren Nutzermix über drei Jahre. Power BI Pro kostet laut Microsoft 12,10 € je Nutzer und Monat und ist in Microsoft 365 E5 enthalten. Qlik Cloud Analytics rechnet nach Datenvolumen und verlangt ab Standard nichts für weitere Nutzer, was bei vielen Lesenden günstiger sein kann. Apache Superset hat keine Lizenzkosten, braucht aber eigenen Betrieb. Rechnen Sie Lizenz, Kapazität, Einführung, Schulung und Betrieb zusammen, bevor Sie Einstiegspreise vergleichen.
Welche BI Tools eignen sich für das Controlling?
Für das Controlling eignen sich BI Tools mit Planung, Excel-Nähe und einheitlicher Berichtsnotation. Planung und Berichte in einem Modell verbinden laut Hersteller Board, Jedox und SAP Analytics Cloud. Jedox nennt ein Add-in für Excel 365, Board ein Office-Add-in. Bissantz richtet DeltaMaster auf Reporting, Analyse und Planung im Controlling aus. graphomate ergänzt Power BI, Tableau und SAP Analytics Cloud um Diagramme nach IBCS, einer Notation für Managementberichte. Welche Kombination passt, hängt von ERP, Planungstiefe und Excel-Gewohnheiten ab.
Welche BI Anbieter haben ihren Sitz in Deutschland?
Aus dem Auszug haben vier Hersteller ihren Sitz in Deutschland: Bissantz & Company in Nürnberg mit DeltaMaster, graphomate in Kiel, Jedox in Freiburg im Breisgau und SAP mit SAP Analytics Cloud in Walldorf. Board hat den Hauptsitz in Chiasso in der Schweiz und Boston, für Deutschland und Österreich ist die Board Deutschland GmbH in Frankfurt am Main zuständig. Viele internationale Hersteller haben deutsche Niederlassungen, Vertragspartner kann trotzdem eine Gesellschaft im Ausland sein. Prüfen Sie den Vertragspartner im Angebot.
Welche BI Anbieter bieten On-Premises an?
Mehrere BI Anbieter bieten neben der Cloud einen Betrieb auf eigenen Servern an. Microsoft nennt den Power BI-Berichtsserver als lokale Lösung, IBM bietet Cognos Analytics on-premises und in Containern an, Tableau gibt es als Tableau Server. Board nennt Cloud auf Microsoft Azure oder On-Premise, Pyramid Analytics On-Premise, Private Cloud und hybrid, Zoho Analytics eine lokale Variante. Apache Superset wird ohnehin selbst betrieben. SAP Analytics Cloud und ThoughtSpot sind Cloud-Angebote. Die Abwägung beschreibt die Seite Cloud BI oder On-Premises.
Welche BI Anbieter veröffentlichen ihre Preise?
Acht der 15 Hersteller im Auszug nennen einen Preis oder einen kostenlosen Einstieg. Microsoft nennt 12,10 € je Nutzer und Monat für Power BI Pro, Tableau 15 € für Viewer, Qlik 300 USD je Monat für Starter, ThoughtSpot 25 USD je Nutzer, IBM 10,60 USD je Standard-Nutzer, graphomate 8 € je User bei 25 Usern. Superset ist frei, Zoho bietet einen kostenlosen Tarif für zwei Benutzer. Board, DeltaMaster, Domo, Jedox, Looker, Pyramid Analytics und SAP Analytics Cloud nennen Preise auf Anfrage.
Was hat sich bei Domo geändert?
Progress Software hat das Daten- und KI-Plattformgeschäft von Domo übernommen. Laut Pressemitteilung von Progress wurde die Übernahme am 22. September 2026 abgeschlossen, der Kaufpreis lag bei 400 Millionen US-Dollar. Die Domo-Preisseite nennt Domo inzwischen als Teil des Progress-Portfolios. Domo rechnet weiter nach Credits ab, also nach Verbrauch für Speichern, Aktualisieren und Workflows, mit unbegrenzten Nutzern. Wer Domo einsetzt oder prüft, sollte Vertragspartner, Produktfahrplan und Support mit Progress klären und den Datenexport vertraglich regeln.
Brauche ich für BI einen Implementierungspartner?
Für kleine Vorhaben mit wenigen Datenquellen reicht oft das eigene Team. Sobald mehrere Quellen, ein zentrales Datenmodell, Zeilenrechte oder Planung dazukommen, übernehmen meist Implementierungspartner die Einführung. Viele Hersteller vertreiben im DACH-Raum über Partner, deren Erfahrung den Erfolg stark beeinflusst. Bewerten Sie Partner deshalb mit eigenen Kriterien: Referenzen in Ihrer Branche, Team vor Ort, Festpreis oder Aufwand und Zuständigkeit im Support. Kriterien und Ablauf beschreibt die Seite BI-Partner finden auf find-your-bi.de.
Wie viele BI Anbieter sollten auf die Shortlist?
Zwei bis vier BI Anbieter sind für eine Shortlist eine handhabbare Zahl. Mit weniger fehlt der Vergleich, mit mehr werden Demos und Tests zu aufwendig. Wählen Sie die Anbieter aus dem Typ, der zu Ihrer Lage passt, und stellen Sie allen dieselben Prüffragen. Die besten zwei lassen Sie im Proof of Concept auf Ihren eigenen Daten dieselben Berichte bauen. So vergleichen Sie Ergebnisse statt Präsentationen. Passende Beispiele je Unternehmensgröße zeigt die Seite BI-Shortlist.
Was ist der Unterschied zwischen BI Software und Dashboard Software?
Dashboard Software ist eine Teilmenge von BI Software. Sie konzentriert sich auf Visualisierung und Monitoring von Kennzahlen, oft mit Aktualisierung in kurzen Abständen. BI Software umfasst zusätzlich Datenanbindung, Datenmodell, Berichtswesen, Rechte und je nach Anbieter Planung oder Analysen in Alltagssprache. Viele BI Anbieter liefern beides, Spezialisten wie graphomate ergänzen bestehende Plattformen um Darstellung nach IBCS. Welche Werkzeuge sich für reines Dashboarding im Mittelstand eignen, beschreibt die Seite Dashboard Software auf find-your-bi.de.
Wie hilft Find-Your-BI bei der Wahl des BI Anbieters?
Find-Your-BI ist ein Angebot der Sectorlens GmbH, gegründet 2024 in Potsdam und beim BAFA registriert. Das kostenlose BI-Matching gleicht Ihre Anforderungen mit BI Anbietern ab und liefert eine begründete Shortlist. Das BI Selection Portal ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Sie sammeln Anforderungen, bilden eine begründete Shortlist, bewerten Demos und bereiten den Vertrag vor, alles nachvollziehbar dokumentiert. KI-Funktionen laufen dort mit eigenen, lokal betriebenen Modellen. Ein kostenloses Erstgespräch ist möglich.
Der passende BI Anbieter
für Ihre Ausgangslage.
Im BI Selection Portal sammeln Sie Anforderungen, bilden eine begründete Shortlist, bewerten Demos und bereiten den Vertrag vor, alles nachvollziehbar dokumentiert. KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen.