BI Shortlist nach Unternehmensgröße.
3 bis 5 Anbieter, begründet ausgewählt.
Eine BI-Shortlist (Business Intelligence) ist die begründete Auswahl von drei bis fünf Anbietern, die in Demo und Pilot gegeneinander antreten. Die Namen je Unternehmensgröße sind ein Startpunkt, kein Ranking: Ihre Anforderungen, Datenquellen und Ihr Betriebsmodell entscheiden, welche Namen bleiben.
- Kleine Unternehmen bis 49 Beschäftigte: starten mit Power BI, Metabase und Zoho Analytics.
- Mittelstand mit 50 bis 249 Beschäftigten: prüft Power BI, Qlik Cloud Analytics, Tableau und Metabase Pro.
- Ab 250 Beschäftigten: gehören Power BI mit Fabric, Tableau, Qlik Cloud Analytics Premium, Looker und SAP Analytics Cloud auf die Liste.
- Größenklassen: folgen der EU-Empfehlung 2003/361.
Weniger Anbieter,
bessere Entscheidung.
Eine Shortlist begrenzt den Aufwand für Demo, Pilot und Vertrag auf die Anbieter, die Ihre Anforderungen tatsächlich erfüllen. Die Standish Group wertete 2020 nur 31 % der Softwareprojekte als voll erfolgreich (wiedergegeben auf BI-Projektkosten). Sie senken dieses Risiko früh, wenn Sie die Auswahl nach festen Kriterien treffen und die Begründung festhalten.
Ohne Shortlist
- Zehn Anbieter halten Demos, aber niemand bewertet sie nach denselben Kriterien.
- Der bekannteste Name gewinnt, weil Entscheider ihn schon kennen.
- Lizenzpreise werden verglichen, Betrieb, Schulung und Datenmodell fehlen in der Rechnung.
- Fachbereiche sehen Demos mit Beispieldaten des Anbieters statt mit eigenen Zahlen.
- Der Vertrag entsteht unter Zeitdruck mit dem Anbieter, der zuletzt übrig bleibt.
Mit Shortlist
- Drei bis fünf Anbieter erfüllen die Muss-Kriterien aus dem Lastenheft und sind dokumentiert ausgewählt.
- Jeder Anbieter bekommt dasselbe Demo-Drehbuch mit Ihren Daten und Ihren Berichten.
- Kosten werden über drei Jahre gerechnet, inklusive Lizenz, Einführung und Betrieb.
- Ausgeschiedene Anbieter haben eine nachvollziehbare Begründung für Geschäftsführung, Betriebsrat und Revision.
- Für Vertrag und Preisverhandlung bleiben zwei bis drei echte Alternativen.
Quelle: Standish Group, CHAOS Report 2020, wiedergegeben auf BI-Projektkosten, Stand Oktober 2026.
Sieben Anbieter,
die auf Shortlists landen.
Auszug aus dem BI-Software-Vergleich. Alle Preise stammen von den Herstellerseiten (abgerufen am 19.10.2026), netto, in der Währung des Herstellers. Wo kein Listenpreis existiert, steht „auf Anfrage“.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Passt für | Preislogik | Kernstärke | Beachten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Power BIMicrosoft, Marktstart 2015 | Mittelstand | ab 12,10 € je Nutzer und Monat, jährlich | Klein bis groß, Microsoft Umfeld | Lizenz je Nutzer, bei vielen Lesenden Fabric Kapazität | Verbreitung, Self-Service, Nähe zu Excel | Lesen ohne Pro Lizenz erst ab Kapazität F64 |
| TableauSalesforce, Gründung 2003 | Enterprise | ab 15 $ je Nutzer und Monat, nur Jahresvertrag | Mittelstand bis groß, visuelle Analyse | Lizenz je Nutzer, Editionen Standard bis Next | Visuelle Datenexploration | Kein Monatsvertrag möglich |
| Qlik Cloud AnalyticsQlik, Gründung 1993 | Mittelstand | ab 825 $ im Monat, jährlich, ab 25 GB | Mittelstand mit vielen Nutzern | Kapazität statt Preis je Nutzer | Assoziative Analyse, Leser ohne Zusatzkosten | Datenvolumen wächst in 25 GB Stufen |
| MetabaseMetabase, Gründung 2015 | KMU | 0 $ Open Source, Cloud ab 100 $ im Monat | Kleine Teams, Produktteams, Einbettung | Basisgebühr plus Nutzer ab Nutzer 6 oder 11 | Einfacher Einstieg, offene Lizenz | Open Source verlangt eigenen Betrieb |
| Zoho AnalyticsZoho, Gründung 1996 | KMU | Free Plan, Bezahlpläne laut Preisseite | Kleine Unternehmen, schneller Einstieg | Plan nach Nutzern und Zeilen | Free Plan für 2 Nutzer und 10.000 Zeilen | Zeilenlimits je Plan, bis 50 Mio. im Enterprise Plan |
| LookerGoogle, Gründung 2012 | Enterprise | auf Anfrage | Größere Unternehmen mit Google Cloud | Angebot, Laufzeit 1 bis 3 Jahre | Gemeinsames Datenmodell für alle Berichte | Kein Listenpreis, Angebot nötig |
| SAP Analytics CloudSAP, Gründung 2015 | Enterprise | auf Anfrage | Unternehmen mit SAP Systemen | Angebot, Laufzeit 3 bis 12 Monate | Nähe zu SAP Daten und Planung | Kein Listenpreis |
Preise laut Herstellerseiten, Stand Oktober 2026: Microsoft, Tableau, Qlik, Metabase, Zoho, Google Looker. Gründungsjahre und Laufzeiten laut BI-Software-Vergleich.
Drei Größenklassen,
drei Ausgangslisten.
Die Größenklassen folgen der EU-Empfehlung 2003/361: Kleine Unternehmen haben weniger als 50 Beschäftigte und bis zu 10 Mio. € Umsatz, mittlere weniger als 250 Beschäftigte und bis zu 50 Mio. € Umsatz (EU-Kommission, abgerufen Oktober 2026). Die Listen unten sind Startpunkte. Ihr Lastenheft entscheidet, welche Anbieter bleiben.
Power BI, Metabase, Zoho Analytics
Niedrige Einstiegskosten, wenig IT-Kapazität
Bei zehn Nutzern kostet Power BI Pro 1.452 € im Jahr (12,10 € × 10 × 12, Rechnung auf Power BI Kosten). Metabase Open Source hat keine Lizenzkosten, braucht aber eigenen Betrieb. Zoho Analytics bietet einen Free Plan für zwei Nutzer.
- Muss: Anbindung an Excel, ERP-Export und Buchhaltung ohne eigenes Data Warehouse
- Prüfen: Wer pflegt die Berichte, wenn der Ersteller im Urlaub ist?
- Mehr dazu: BI für Mittelstand und KMU und Open-Source-BI-Tools
Power BI Pro: 1.452 € im Jahr bei 10 Nutzern
Power BI, Qlik Cloud Analytics, Tableau, Metabase Pro
Mehr Nutzer, mehrere Datenquellen, erste Governance
Bei 100 Nutzern kostet Power BI Pro 14.520 € im Jahr. Qlik Cloud Analytics Standard beginnt bei 825 $ im Monat, das sind 9.900 $ im Jahr, ohne Preis je Nutzer. Metabase Pro kostet 6.210 $ im Jahr für zehn Nutzer plus 130 $ je weiteren Nutzer.
- Muss: Rollen und Rechte, Zeilenebenen-Sicherheit, zentrale Datenmodelle
- Prüfen: Lizenz je Nutzer gegen Kapazitätsmodell rechnen
- Mehr dazu: Power BI vs Tableau vs Qlik und Power BI Alternativen
Bei 100 Nutzern: 14.520 € (Power BI Pro) oder ab 9.900 $ (Qlik Standard) im Jahr
Power BI mit Fabric, Tableau, Qlik Premium, Looker, SAP Analytics Cloud
Governance, Skalierung, Plattformstrategie
Ab rund 445 Lesenden rechnet sich laut Rechnung auf Power BI Kosten eine reservierte Fabric Kapazität F64 gegenüber Pro Lizenzen. Qlik Cloud Analytics Premium beginnt bei 2.750 $ im Monat. Looker und SAP Analytics Cloud gibt es nur auf Anfrage.
- Muss: Mandantenfähigkeit, Audit, Anbindung an Data Warehouse und Katalog
- Prüfen: Konzernvorgaben zu Cloud, Region und Identitätsmanagement
- Mehr dazu: BI-Software-Vergleich
Fabric F64 reserviert: 64.541 € im Jahr (Berechnung Find-Your-BI)
Quellen: EU-Kommission, KMU-Definition, Microsoft, Qlik, Metabase. Berechnungen von Find-Your-BI auf Power BI Kosten, Stand Oktober 2026.
Sechs Kriterien,
die eine Shortlist trennen.
Im BARC Trend Monitor 2026 (1.579 Befragte) führen Datenqualität und Datensicherheit mit je 7,9 Punkten, Self-Service Analytics erreicht 6,5 Punkte (wiedergegeben im BI-Software-Vergleich). Entscheiden Sie deshalb zuerst über Daten und Betrieb, erst danach über Oberfläche und Optik.
Welche Systeme müssen angebunden werden?
Listen Sie jede Quelle mit Eigentümer und Aktualisierungsrhythmus auf. Ein Anbieter, der drei Ihrer fünf Quellen nur über Umwege erreicht, scheidet früh aus.
- ERP, CRM, Buchhaltung, Excel
- Direktverbindung oder Data Warehouse
- Aktualisierung täglich oder stündlich
Wer baut die Berichte?
Entscheidend ist, ob Fachbereiche eigene Auswertungen bauen können oder jede Änderung zur IT geht. Das bestimmt Schulungsaufwand und Lizenzmix.
- Rollen: Ersteller, Leser, Administrator
- Schulungsbedarf pro Rolle
- Mehr zu Self-Service-BI-Tools
Wer darf welche Zahl sehen?
Rollen, Zeilenebenen-Sicherheit und ein gemeinsames Datenmodell verhindern widersprüchliche Kennzahlen. Der Aufwand wächst mit der Nutzerzahl.
- Zentrale Kennzahlendefinitionen
- Berechtigungen nach Abteilung
- Protokollierung von Zugriffen
Wer hält das System am Laufen?
In kleinen und mittleren Unternehmen sind laut BI für Mittelstand und KMU ein bis zwei IT-Beschäftigte typisch. Open Source spart Lizenz, verlangt aber Betrieb und Updates. Die Wahl zwischen Cloud und eigenem Server erklärt die Entscheidungshilfe Cloud BI oder On-Premises.
- Cloud, Hybrid oder eigener Server
- Updates und Support
- Vertretung bei Ausfall
Je Nutzer, Kapazität oder Angebot?
Power BI und Tableau rechnen je Nutzer, Qlik nach Datenkapazität, Looker und SAP nach Angebot. Rechnen Sie jedes Modell für Ihre Nutzerzahl über drei Jahre.
- Lizenz je Rolle
- Kapazitätsstufen
- Laufzeit und Kündigung
Was ist inklusive, was kostet extra?
Power BI Copilot braucht eine bezahlte Fabric Kapazität ab F2 oder Premium (laut BI-Software-Vergleich). Fragen Sie bei jedem Anbieter nach Zusatzkosten, Region und Datenverarbeitung.
- Lizenz- und Kapazitätsvoraussetzung
- Verarbeitung in der EU
- Abschaltbar durch Administratoren
Quellen: BARC Trend Monitor 2026 und Herstellerangaben, wiedergegeben im BI-Software-Vergleich, Stand Oktober 2026.
Vier Anbindungen,
die den Aufwand bestimmen.
Die Datenanbindung ist der größte Kostenblock neben der Lizenz. Für das Anbinden der ersten Quellen nennt Power BI Kosten als Erfahrungswert von Find-Your-BI 5.000 bis 30.000 €, für das Datenmodell 10.000 bis 50.000 € (Stand Oktober 2026).
Power BI im Microsoft Umfeld
- Anmeldung über vorhandene Konten
- Excel Dateien und SharePoint als Quelle
- Microsoft 365 E5 enthält Power BI Pro laut BI-Projektkosten
SAP Business One, DATEV und andere
- Fertige Konnektoren prüfen, nicht annehmen
- Export über Datenbank, Schnittstelle oder Datei
- Verantwortlichen für Schnittstellenpflege benennen
Direktverbindung oder Warehouse
- Direktverbindung: 5.000 bis 15.000 € Einrichtung (Erfahrungswert Find-Your-BI)
- Leichtes Cloud Warehouse: 15.000 bis 40.000 €
- Erweitertes Warehouse mit ETL: 50.000 bis 120.000 €
Metabase, Superset und Einbettung in Produkte
- Nutzer in Einbettungen zählen bei Metabase mit
- Open Source braucht Betrieb und Updates
- Mehr zu Metabase Erfahrungen
Quellen: Erfahrungswerte von Find-Your-BI auf Power BI Kosten und BI-Projektkosten, Metabase Preisseite, Stand Oktober 2026.
Sechs Prüfpunkte,
bevor ein Name bleibt.
Rechtliche Ausschlusskriterien gehören vor die Demo, nicht danach. Zwei Rechtsbezüge tauchen bei fast jeder BI-Einführung auf: Art. 28 DSGVO zur Auftragsverarbeitung und § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zur Mitbestimmung bei technischen Überwachungseinrichtungen.
Vertrag nach Art. 28 DSGVO
Sobald ein Cloud Anbieter personenbezogene Daten verarbeitet, braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Verlangen Sie ihn vor der Demo mit Ihren Daten.
- Vertragsmuster anfordern
- Unterauftragsverarbeiter prüfen
- Löschfristen festhalten
Region für Ihre Daten
Laut BI-Software-Vergleich bieten Power BI (Germany West Central), Looker (Frankfurt), Metabase Cloud (Frankfurt), Tableau (Hyperforce Deutschland) und Zoho (Amsterdam, Dublin) europäische Regionen.
- Region schriftlich bestätigen lassen
- Standort der Support-Zugriffe klären
- Backup-Standort prüfen
Betriebsrat früh einbinden
Berichte über Leistung oder Verhalten von Beschäftigten können nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig sein. Planen Sie die Abstimmung vor dem Pilot ein.
- Betriebsvereinbarung vorbereiten
- Auswertungen auf Personenebene begrenzen
- Zweck der Berichte dokumentieren
Zugriff nach Aufgabe
Prüfen Sie in der Demo, ob Zeilenebenen-Sicherheit mit Ihren echten Abteilungen funktioniert, nicht nur mit dem Beispielmandanten des Anbieters.
- Rollenmodell testen
- Administratorrechte begrenzen
- Zugriffsprotokoll prüfen
Datenverarbeitung durch KI
KI Assistenten verarbeiten Fragen und Daten. Für Looker nennt der BI-Software-Vergleich eine EU-lokalisierte Verarbeitung ab Version 26.10. Fragen Sie jeden Anbieter nach Region und Abschaltbarkeit.
- Verarbeitung in der EU?
- Abschaltbar je Mandant?
- Kosten oder Kontingent klären
Daten und Berichte mitnehmen
Klären Sie vor der Unterschrift, in welchem Format Sie Berichte, Datenmodelle und Rohdaten zurückbekommen. Tableau verkauft laut Tableau nur Jahresverträge.
- Exportformate benennen
- Kündigungsfristen notieren
- Übergabe im Vertrag regeln
Quellen: Art. 28 DSGVO, § 87 BetrVG, Herstellerangaben zu Regionen im BI-Software-Vergleich, Stand Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.
Was die Auswahl
finanziell bedeutet.
Die Lizenz ist nur ein Teil der Rechnung. Als Erfahrungswert von Find-Your-BI liegen die Einführungskosten im ersten Jahr beim Drei- bis Fünffachen der Lizenz (siehe BI-Projektkosten). Die Tabelle zeigt drei Szenarien mit Power BI Pro als Rechenbasis.
| Größenklasse | Nutzer | Lizenz Power BI Pro im Jahr | Erstes Jahr gesamt | Betrieb ab Go-live im Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Klein50 Beschäftigte | 10 | 1.452 € | ca. 10.000 bis 22.500 € | 1.500 bis 6.000 € |
| Mittelstand250 Beschäftigte | 100 | 14.520 € | ca. 52.500 bis 92.500 € | 20.000 bis 42.000 € |
| Größer800 Beschäftigte | 300 | 43.560 € | ca. 183.500 bis 363.500 € | 48.000 bis 96.000 € |
Erfahrungswerte von Find-Your-BI, identisch mit BI-Beratungskosten, netto, ohne Reisekosten und interne Zeit, Stand Oktober 2026. Lizenzpreis: Microsoft. Dreijahreskosten bei 100 Nutzern: 105.000 bis 170.000 € laut BI-Projektkosten.
Sechs Schritte
zur belastbaren Shortlist.
Ein Pilot mit festem Drehbuch dauert nach dem BI-Software-Vergleich vier bis sechs Wochen, und dort bleiben höchstens drei Werkzeuge im Rennen. Die Shortlist davor darf etwas breiter sein, muss aber begründet sein.
Anforderungen festhalten
Schreiben Sie Datenquellen, Nutzerzahl, Rollen und Muss-Kriterien auf. Eine BI-Lastenheft-Vorlage spart Zeit und verhindert, dass Kriterien während der Demos wandern.
Größenklasse und Betriebsmodell klären
Ordnen Sie Ihr Unternehmen ein und entscheiden Sie, ob Cloud, Hybrid oder eigener Betrieb in Frage kommt. Das streicht Kandidaten, ohne dass eine Demo nötig ist.
Long List bilden
Sammeln Sie zehn bis fünfzehn Namen aus Herstellerseiten, Analystenberichten und dem BI-Software-Vergleich. Notieren Sie je Name, warum er aufgenommen wurde.
Muss-Kriterien anwenden
Streichen Sie Anbieter, die eine Muss-Anforderung nicht erfüllen, etwa Region, Anbindung oder Rollenmodell. Halten Sie den Grund schriftlich fest, auch für spätere Rückfragen.
Gewichten und bewerten
Gewichten Sie Kriterien wie Betrieb, Governance, Self-Service und Preismodell gemeinsam mit den Fachbereichen. Rechnen Sie die Kosten pro Anbieter über drei Jahre.
Demo-Drehbuch und Pilot
Laden Sie drei bis fünf Anbieter zur Demo mit identischem Drehbuch und Ihren Daten ein. Danach gehen höchstens drei in den Pilot. Auch das BI Selection Portal hilft, die Dokumentation zu führen.
Quellen: Pilotdauer und Shortlistgröße laut BI-Software-Vergleich, Stand Oktober 2026.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Welche drei bis fünf BI-Anbieter gehören für ein kleines Unternehmen auf die Shortlist?
Für Unternehmen bis 49 Beschäftigte sind Power BI, Metabase und Zoho Analytics ein sinnvoller Start. Power BI Pro kostet laut Microsoft 12,10 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, bei zehn Nutzern also 1.452 € im Jahr. Metabase ist als Open Source ohne Lizenz verfügbar, Zoho bietet laut Preisseite einen Free Plan für zwei Nutzer und 10.000 Zeilen. Ob diese drei bleiben, entscheiden Ihre Datenquellen, Ihre IT-Kapazität und die Frage, wer Berichte künftig pflegt.
Welche drei bis fünf BI-Anbieter gehören für ein mittelständisches Unternehmen auf die Shortlist?
Bei 50 bis 249 Beschäftigten starten viele mit Power BI, Qlik Cloud Analytics, Tableau und Metabase Pro. Die Lizenzlogik unterscheidet sich stark: Power BI Pro kostet bei 100 Nutzern 14.520 € im Jahr, Qlik Standard beginnt bei 825 $ im Monat, also 9.900 $ im Jahr, ohne Preis je Nutzer. Metabase Pro startet bei 6.210 $ im Jahr für zehn Nutzer. Prüfen Sie zusätzlich, ob Ihr ERP und Ihre Branchensoftware ohne Umwege angebunden werden können. Eine Liste mit vier Namen ist für den Mittelstand ein guter Rahmen, solange jeder Name begründet ist.
Welche BI-Anbieter gehören für ein Unternehmen ab 250 Beschäftigten auf die Shortlist?
Ab 250 Beschäftigten gehören Power BI mit Fabric, Tableau, Qlik Cloud Analytics Premium, Looker und SAP Analytics Cloud auf die Ausgangsliste. Qlik Premium beginnt laut Hersteller bei 2.750 $ im Monat, Looker und SAP nennen keine Listenpreise und arbeiten mit Angeboten. Entscheidend werden Governance, Mandantenfähigkeit und die Plattformstrategie des Konzerns. Rechnen Sie die Kapazitätsmodelle deshalb mit Ihrer tatsächlichen Zahl von Lesenden und Erstellern durch, bevor Sie Anbieter streichen. Streichen Sie Namen erst, wenn eine Muss-Anforderung nachweislich nicht erfüllt ist, nicht aus Gewohnheit.
Wie viele Anbieter sollte eine BI-Shortlist enthalten?
Für die Demo sind drei bis fünf Anbieter sinnvoll, für den anschließenden Pilot höchstens drei. Der BI-Software-Vergleich nennt diese Obergrenze, weil jeder Pilot Zeit der Fachbereiche bindet. Zu wenige Kandidaten schwächen Ihre Verhandlungsposition beim Preis, zu viele verwässern den Vergleich und verlängern das Verfahren. Wichtig ist, dass jeder Name über dieselben Muss-Kriterien in die Liste gekommen ist und Sie den Aufnahmegrund notiert haben. So bleibt der Aufwand für Demo und Pilot überschaubar.
Nach welchen Kriterien erstelle ich eine BI-Shortlist?
Beginnen Sie mit Muss-Kriterien: Datenquellen, Region, Rollenmodell und Betriebsmodell. Danach gewichten Sie Self-Service, Governance, Preismodell und KI-Funktionen gemeinsam mit den Fachbereichen. Eine BI-Lastenheft-Vorlage hilft, diese Punkte schriftlich festzuhalten. Im BARC Trend Monitor 2026 führen Datenqualität und Datensicherheit mit je 7,9 Punkten, deshalb sollten beide in Ihrer Gewichtung hoch stehen. Die Gewichte legen Sie vor der ersten Demo fest, nicht danach. Das macht die Bewertung später nachvollziehbar. Vermeiden Sie Kriterien, die kein Anbieter unterscheidet.
Was kostet BI-Software für kleine Unternehmen?
Die Lizenz beginnt bei 0 € für Metabase Open Source oder bei 1.452 € im Jahr für zehn Power-BI-Pro-Nutzer. Das erste Jahr kostet inklusive Einführung als Erfahrungswert von Find-Your-BI etwa 10.000 bis 22.500 €, der Betrieb danach 1.500 bis 6.000 € im Jahr. Die Zahlen stehen identisch auf BI-Beratungskosten und gelten netto für das dort beschriebene Szenario mit 50 Beschäftigten und zehn Nutzern. Reise- und interne Kosten kommen hinzu. Alle Preise sind Listenpreise und können je nach Vertrag abweichen.
Reicht Power BI als einziger Kandidat?
Nur, wenn Ihr Umfeld klar auf Microsoft ausgerichtet ist und Sie das schriftlich begründen. Ohne Vergleich fehlt Ihnen die Verhandlungsbasis, und Sie sehen nicht, ob ein Kapazitätsmodell wie bei Qlik für viele Leser günstiger ist. Laut Power BI Kosten liegt die Schwelle für eine reservierte Fabric Kapazität F64 bei rund 445 Lesenden. Ein zweiter und dritter Kandidat sind deshalb sinnvoll, selbst wenn Power BI am Ende gewinnt. Dokumentieren Sie den Grund, falls Sie sich bewusst für einen einzigen Kandidaten entscheiden.
Wann ist Open Source wie Metabase sinnvoll?
Open Source ist sinnvoll, wenn ein Team die Software selbst betreiben kann und Lizenzkosten vermeiden will. Metabase Open Source ist laut Hersteller kostenlos, die Cloud-Pläne beginnen bei 100 $ im Monat (Starter) oder 575 $ im Monat (Pro). Rechnen Sie Betrieb, Updates und Sicherheit mit ein, denn dafür sind Sie selbst verantwortlich. Mehr dazu auf Open-Source-BI-Tools und Metabase Erfahrungen. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Team Updates zeitnah einspielen kann. Fragen Sie den Anbieter nach dem Release-Rhythmus.
Wie lange dauert es, eine BI-Shortlist zu erstellen?
Rechnen Sie für Anforderungen, Long List und Bewertung mit mehreren Wochen, abhängig von der Abstimmung mit den Fachbereichen. Ein Pilot danach dauert nach dem BI-Software-Vergleich vier bis sechs Wochen. Die Pilotdauer in BI-Beratungskosten liegt mit acht bis zwölf Wochen höher, weil sie dort einen größeren Umfang einschließt. Planen Sie lieber mit Reserve, besonders wenn Betriebsrat oder Datenschutz beteiligt sind. Eine knappe Frist erhöht das Risiko einer unvollständigen Bewertung. Je früher die Anforderungen stehen, desto kürzer wird der Weg.
Wer sollte an der Shortlist beteiligt sein?
Beteiligen Sie mindestens die Geschäftsführung oder Budgetverantwortliche, ein bis zwei Fachbereiche mit konkreten Berichten, die IT oder einen externen Betreiber und bei personenbezogenen Auswertungen Datenschutz und Betriebsrat. Laut BI für Mittelstand und KMU entscheiden Geschäftsführer oft selbst und haben meist nur ein bis zwei IT-Beschäftigte. Holen Sie die Fachbereiche deshalb früh ins Boot, damit die Demos echte Berichte zeigen. So entsteht Akzeptanz für das spätere Ergebnis. Benennen Sie zudem eine Person, die das Ergebnis gegenüber der Geschäftsführung vertritt.
Wie gehe ich mit Datenschutz und Betriebsrat um?
Prüfen Sie vor der Demo mit eigenen Daten, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO vorliegt und welche Region genutzt wird. Berichte über Leistung oder Verhalten von Beschäftigten können nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig sein. Binden Sie den Betriebsrat deshalb vor dem Pilot ein und dokumentieren Sie den Zweck der Auswertungen. Das ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall, die Sie bei Unsicherheit einholen sollten. Klären Sie offene Fragen, bevor Echtdaten in eine Demo wandern.
Wie dokumentiere ich die Shortlist nachvollziehbar?
Halten Sie je Anbieter fest: Aufnahmegrund, erfüllte und verfehlte Muss-Kriterien, Gewichtung, Bewertung und Preisstand mit Datum. Speichern Sie die Preisquelle, denn Herstellerpreise ändern sich, etwa bei Power BI zum 1. April 2025 in den USA. Diese Dokumentation hilft bei Revision, Betriebsrat und späterer Vertragsverhandlung, wenn jemand fragt, warum ein Anbieter ausgeschieden ist. Das BI Selection Portal ist dafür ausgelegt. Ein einfaches Bewertungsblatt pro Anbieter reicht dafür oft aus. Legen Sie die Unterlagen an einem Ort ab, auf den alle Beteiligten zugreifen.
Wie hilft Find-Your-BI bei der BI-Shortlist?
Find-Your-BI ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl und kein Vergleichsportal. Es führt von den Anforderungen über eine begründete Shortlist und Demos bis zu Vertrag und nachvollziehbarer Dokumentation. Wenn Sie wissen wollen, welche Anbieter zu Ihrer Größe passen, starten Sie das Matching oder buchen Sie das kostenlose Erstgespräch. Beide Wege führen zu einer Shortlist, die Sie intern begründen können, und zu einer Dokumentation, die auch spätere Rückfragen übersteht. Die Preise der Angebote finden Sie auf Preise und Modelle.
Ihre BI-Shortlist,
begründet und nachvollziehbar.
Starten Sie das Matching für eine erste Anbieterliste oder sprechen Sie mit uns über Ihre Anforderungen. Weiterführend: Kriterien und Fehler beim BI auswählen.